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Fußball | England : Premier League: Rückschläge für die Deutschen

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Die Premier League zum Jahresabschluss: Im engen Titelrennen hadern Timo Werner und Kai Havertz mit ihrer Form - Jürgen Klopp hingegen mit dem Spielplan.

Timo Werner
Durchlebt eine schwierige Phase bei Chelsea: Timo Werner.
Quelle: epa

Zu Weihnachten schenken sie sich in England nichts - zumindest auf dem Rasen. Das mussten die deutschen Nationalspieler Timo Werner und Kai Havertz in Diensten von Chelsea am zweiten Weihnachtstag leidlich erfahren. Im Derby gegen den in die Abstiegsregion abgerutschten Arsenal FC setzte es eine 1:3-Niederlage. Chelsea-Trainer Frank Lampard wechselte Werner zur Halbzeit aus und sagte nach der Partie: "Heute hat uns Timo mit und ohne Ball nicht genug gegeben."

Der ehemalige Leipziger blieb zehn Pflichtspiele ohne Treffer und landete zwei Tage später auf der Bank. Sein Ersatz Olivier Giroud traf beim 1:1 gegen Aston Villa gleich zur Führung, Chelsea spielte mit mehr Breite statt der von Werner favorisierten Tiefe. Auch nach seiner Einwechslung konnte der Deutsche nicht viel Eigenwerbung betreiben. Der "Guardian" schrieb unlängst:


Werner ist ein Puzzle. Trainer Lampard hat es noch nicht gelöst.
Zeitung "Guardian"


Havertz auf der Suche nach der passenden Rolle

Während der Stürmer immerhin durch seinen läuferischen Einsatz und Assists glänzen konnte, gehörte Nationalmannschaftskollege Kai Havertz drei Mal in Folge nicht zur Startelf. Chelsea scheint die passende Offensivrolle für den 81-Millionen-Euro-Zugang noch nicht gefunden zu haben: Mal wurde Havertz als Spitze, mal im offensiven Mittelfeld oder als Rechtsaußen eingesetzt. Havertz fehlte zudem nach seiner Corona-Erkrankung noch die nötige Physis. Nur drei Mal spielte er eine komplette Partie durch.

Corona sorgt für Spielabsagen

Apropos Corona: Das Covid-19-Virus sorgt auch in der Premier League für Turbulenzen. Zwei Spiele mussten am letzten Spietag vor Jahreswechsel wegen positiver Corona-Fällen abgesagt werden. Mit 18 positiven Tests in der jüngsten Probereihe verzeichnete die Liga insgesamt eine neue Rekordzahl. West Broms Sam Allardyce plädierte als erster Trainer bereits für eine Saisonunterbrechung.

Frust und Kritik bei Klopp

Frust nach den Feiertagen gab es auch für Jürgen Klopp: Er kam mit Liverpool gegen den Tabellenvorletzten West Brom nicht über ein 1:1 hinaus. Die Verletzung von Verteidiger Joel Matip vergrößerte zudem die Personalsorgen von Klopp.

Der jüngst zum "Welttrainer“ ausgezeichnete Fußballlehrer kritisiert seit Saisonbeginn den eng getakteten Spielplan und die Begrenzung auf nur drei Auswechslungen in der Premier League. Auch gegen Newcastle spielte der Meister nur unentschieden – und blieb erstmals ohne eigenen Treffer.

Liverpool beendet das Jahr aber trotz der Punktverluste auf Rang eins. Der ehemalige Spitzenreiter Tottenham rutschte auf Platz sieben. Spurs-Trainer Jose Mourinho bemängelte die fehlende Kaltschnäuzigkeit: "We don’t kill the games.2

Ausgeglichene Premier League

Die Premier League ist ausgeglichener als andere Ligen – auch weil hier selbst Aufsteiger Leeds inmitten der Corona-Pandemie über 100 Millionen Euro für Transfers investierte. Hinzu kommt der physische Verschleiß bei den Topteams durch zusätzliche Wettbewerbe, Länderspielabstellungen und ihr dominantes Spiel. In England wird es deshalb wohl weiterhin Überraschungen und ein enges Rennen um die Meisterschaft geben.   

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