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Paralympics - Sportschießen - Trainer Krenn wehrt sich gegen Vorwürfe

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Rudolf Krenn spricht von einer "Hetzjagd". Aktuelle und ehemalige Athletinnen hatten dem Bundestrainer der Para-Sportschützen Mobbing vorgeworfen.

Rudolf Krenn hilft der Sportschützin Natascha Hiltrop
Rudolf Krenn - hier bei der Europameisterschaft 2018: "Kann mir keinen Vorwurf machen."
Quelle: IMAGO / Aleksandar Djorovic

Elke Seeliger, die in Tokio am Start war, die ehemalige Paralympicssiegerin Manuela Schmermund und die frühere Nationalkaderschützin Sabine Kames hatten Krenn im "Spiegel" und in der ARD schwer belastet. Von einer toxischen Umgebung, von fehlender Empathie, von Machtmissbrauch und Schikane war die Rede.

Krenn: Da gibt es "Hintermänner"

"Es war eine Art Hetzjagd auf mich", sagte der 62-Jährige in der ARD. Der während der Paralympics in Tokio aufgekommene Skandal werde sich "aufklären. Das ist nicht in Ordnung, was da gelaufen ist. Da gibt es Hintermänner, die versucht haben, gegen uns Stimmung zu machen - schon seit vielen Jahren", sagte Krenn.

Man werde das Thema "nach den Spielen aufarbeiten", so der Coach weiter. Er könne sich jedoch "keinen Vorwurf machen"

Ich habe meinem Job gut gemacht. Die Bestätigung habe ich auch vom Präsidium bekommen. Deshalb bin ich mit mir im Reinen.
Rudolf Krenn

Focken: Der falsche Weg der Aufarbeitung

Tokio-Starter Tim Focken äußerte sich "tief erschüttert über die Aktion. Das hat uns tief in ein Loch reingerissen. Wir sind alle sehr enttäuscht", sagte der Ex-Bundeswehrsoldat und Paralympicsstarter der ARD. Er sprach von "alten Kamellen".

Dies über die Bühne Paralympics "abzuziehen, ist unangebracht und unfair den Athleten gegenüber. Wir sind die Leidtragenden", klagte Focken. Besser wäre gewesen, sich mit den Vorwürfen an die Athletensprecher und höhere, interne Instanzen zu wenden, als zuerst an die Öffentlichkeit zu gehen.

01.09.2021, Japan, Tokio: Paralympics: Schießen, Zehn-Meter-Wettbewerb, Finale. Goldmedaillengewinnerin Natascha Hiltrop (M) aus Deutschland.

Paralympics-Schlussfeier im ZDF - Gold-Schützin Hiltrop trägt deutsche Fahne 

Natascha Hiltrop wird bei der Schlussfeier der Paralympics am Sonntag (13 Uhr/ZDF) die deutsche Fahne tragen. Zuvor hatte die Sportschützin in Tokio Gold und Silber gewonnen.

Natascha Hiltrop, die für die deutschen Para-Schützen die erste Goldmedaille seit 2004 gewonnen hatte, dazu noch Silber, hielt sich in der Diskussion zurück. "Es hängt von der Person ab. Ich kann so etwas gut ausblenden. Wenn überhaupt macht man sich über sowas Gedanken, wenn die Spiele vorbei sind", sagte die 29-Jährige.

Verband stärkte Krenn den Rücken

Der Deutsche Behindertensportverband (DBS) hatte zuletzt für die Zeit nach der Rückkehr aus Tokio eine Aufarbeitung angekündigt, Krenn aber den Rücken gestärkt. "Wir stehen weiter zu Rudi Krenn", sagte Chef de Mission Karl Quade.

Nach den DBS-Statements der vergangenen Woche habe er "nicht viel Neues gesehen". Man werde sich "zusammensetzen und schauen, wo es neue Vorwürfe gibt. Das wird auch laufen", sagte Quade.

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