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Druck für ungeimpfte Profis - Länderchefs prüfen 2G für Profisportler

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Der Druck auf ungeimpfte Profisportler wächst. Für sie soll nach dem Willen der Länderchefs bei anhaltend kritischer Corona-Lage auch 2G gelten. Offen ist die rechtliche Umsetzung.

Gnabry, Kimmich, Müller und Upamecano (v.l.)
Der Druck auf ungeimpfte Sportler wie Joshua Kimmich (M) steigt.
Quelle: imago

Der Druck auf ungeimpfte Profisportler wie Fußball-Nationalspieler Joshua Kimmich wächst: Die Länderchefs seien sich am Donnerstag "sehr schnell einig" gewesen, "wenn Zuschauer im Stadion 2G beachten müssen, dass das nach unserer Auffassung auch für die Profis gelten soll", sagte Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) am Donnerstag nach den Bund-Länder-Beratungen.

Allerdings ist noch offen, ob eine solche Regelung rechtlich umsetzbar ist. Die Politik werde dies nun prüfen, sagte Wüst.

Bei strikter Anwendung der 2G-Regel dürften nur noch Geimpfte und Genesene zum Einsatz kommen. Auch in der Fußball-Bundesliga sind einige Profis noch nicht geimpft, das prominenteste Beispiel ist Joshua Kimmich von Bayern München, dem als Kontaktperson erneut eine Corona-Quarantäne droht.

ZDF-Chefredakteur Peter Frey äußert sich in einem Kommentar zur derzeitigen Corona-Lage. „Überlastete Kliniken und die vielen Toten täglich zeigen, dass die alte wie die voraussichtlich neue Regierung monatelang versäumt haben, das Land zu schützen.“

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Auch andere Sportarten betroffen

Von einer entsprechenden Regelung betroffen wären auch ungeimpfte Profis etwa im Handball, Basketball oder Eishockey.

Beim Bund-Länder-Treffen am Donnerstag einigte sich die Politik darauf, dass 2G künftig flächendeckend in Ländern gilt, in denen die Hospitalisierungsrate den Grenzwert 3 übersteigt, 2G plus bei einem überschrittenen Grenzwert von 6. Aktuell liegen nur die Bundesländer Hamburg, Niedersachsen, Saarland und Schleswig-Holstein unter dem Wert von 3.

Ist Profisport Arbeitswelt oder Freizeitwelt?

Der Bundestag hatte zuvor den Plänen von SPD, Grünen und FDP zugestimmt, nach denen am Arbeitsplatz künftig 3G-Vorgaben gelten sollen. Kämen diese auch im Berufssport zur Anwendung, würden weiter auch negativ Getestete an Training und Wettbewerben teilnehmen dürfen.

So war auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) noch unsicher, was künftig für Profisportler gelten soll. "Normalerweise ist es so, dass die Arbeitswelt 3G ist und nicht dort 2G verhängt wird", sagte Merkel über den Profisport und ergänzte: "Jetzt kommt es darauf an, ob das die Arbeitswelt ist oder die Freizeitwelt."

Bund und Länder sind sich einig, dass es künftig flächendeckende 2G-Regeln geben soll, wenn die Krankenhäuser über einen Schwellenwert hinaus belastet werden.

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In einem Brief an die 36 Proficlubs forderte derweil nach Informationen der "Bild" eine Gruppe von Ärzten um DFB-Mannschaftsarzt Tim Meyer die noch ungeimpften Spieler zur Corona-Impfung auf. Eine Bestätigung für das Schreiben gab es zunächst nicht. Die Impf-Quote in der Bundesliga und 2. Liga liegt laut DFL-Chef Christian Seifert bei über 90 Prozent.

Auch Bayern-Trainer Julian Nagelsmann hatte am Donnerstag noch einmal energisch für die Impfung plädiert. "Ich habe schon den Anspruch, dass die Spieler, die nicht geimpft sind, das verstehen, dass die Gefahr als Ungeimpfter deutlich größer ist, mehr Spiele und Trainingseinheiten zu verpassen als als Geimpfter. Ich glaube nicht, dass ich das einem Spieler klarmachen muss."

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