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Mihambo und Vetter überzeugen

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Leichtathletik-DM - Mihambo und Vetter überzeugen

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Diese Leichtathletik-Meisterschaften waren sicherlich die ungewöhnlichsten. Und vor leeren Rängen konnten nur wenige Leistungsträger etwas Glanz verströmen.

Die Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften in Braunschweig waren die bislang wohl ungewöhnlichsten. Deniz Almas, Johannes Vetter und Malaika Mihambo sorgten für die Highlights.

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Die 120. Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften waren die ungewöhnlichsten - so ganz ohne Zuschauer. Bei den Not-Titelkämpfen konnten sich die Sportler in der Corona-Krise immerhin mal wieder im Wettkampf messen - taten sich vor leeren Rängen am Wochenende im Braunschweiger Eintracht-Stadion aber schwer.

Etwas Glanz verströmte Weitsprung-Weltmeisterin Malaika Mihambo, die ihren vierten nationanlen Titel holte. Die "Sportlerin des Jahres" kam mit verkürztem Anlauf auf immerhin 6,71 Meter. Bei der WM in Doha war die 26-Jährige 7,30 Meter geflogen. "Es hat gut geklappt mit den 16 Schritten. Der Wind war aber schwierig und böig geworden", sagte Mihambo im ZDF, und ergänzte:

Die deutschen Meisterschaften hatten einen symbolischen Wert.
Weitsprung-Weltmeisterin Malaika Mihambo

Mihambo: Volle Konzentration auf Olympia

Mihambo, die zukünftig bei der Leichtathletik-Legende Carl Lewis in den USA trainieren will, absolviert in diesem Corona-Jahr nur wenige Wettkämpfe. Sie plant bisher, noch beim ISTAF in Berlin (13. September) anzutreten.

Der Fokus der Europameisterin liegt ganz auf den Olympischen Spielen in Tokio im nächsten Jahr. Dort will Mihambo zur Not auch wieder in einem leeren Stadion um Gold kämpfen. "Für uns Sportler ist es wichtig, dass wir uns präsentieren und uns miteinander messen können. Von daher hoffe ich, dass die Olympischen Spiele stattfinden. Wenn es Geisterspiele sein sollten, dann eben so", hatte sie im Vorfeld der DM gesagt: "Ich denke, die Zuschauer würden sich auch freuen, wenn sie es im Fernsehen sehen könnten."

Nur einige der Topstars überzeugen

Die Weltmeisterin war der Topstar dieser besonderen Titelkämpfe. Neben ihr konnte auch Speerwerfer Andreas Vetter überzeugen. Der Ex-Weltmeister warf 87,36 Meter weit, deutsche Jahresbestweite. Und auch der WM-Vierte Bo Kanda Lita Baehre, der seine Bestleistung im Stabhochsprung auf 5,75 m steigerte, sowie Sprint-Youngster Deniz Almas, der unbekümmert über die 100 Meter in 10,09 Sekunden zum Titel rannte, zeigten ansprechende Leistungen.

Der größte Erfolg des Wochenendes war es aber wohl, dass dieses "Mini-Tokio" dank eines umfangreichen Hygienekonzeptes überhaupt stattfinden konnte. So etwas wie Atmosphäre kam aber nicht auf. "Ohne Zuschauer fehlt natürlich der letzte Kick", sagte der ehemalige Dreisprung-Europameister Max Heß.

Bo Kanda Lita Baehre stark im Stabhochsprung, Malaika Mihambo souverän im Weitsprung und Johannes Vetter wirft den Speer am weitesten.

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Zudem schwächelten einige Hochkaräter, die sonst für starke Vorstellungen sorgen. Ex-Weltmeister David Storl stieß seine Kugel nur mäßige 20,17 Meter weit.

Pleiten und Pech am ersten Tag

Hindernis-Star Gesa Felicitas Krause musste bereits am Samstag ihr Rennen nach 2000 von 3000 Metern völlig entkräftet aufgeben. "Es fällt mir gerade schwer, das, was passiert ist, in Worte zu fassen", sagte die WM-Dritte geknickt. Vize-Europameisterin Pamela Dutkiewicz schied über die Hürden bereits im Halbfinale aus. Der Diskus des Olympiadritten Daniel Jasinski landete ebenfalls am ersten Wettkampftag schon bei 61,68 Metern.

Einige andere prominente Namen hatten auf die Reise nach Braunschweig verzichtet: Mittelstrecken-Ass Konstanze Klosterhalfen, Speerwurf-Olympiasieger Thomas Röhler oder Sprinterin Gina Lückenkemper waren aus unterschiedlichen Gründen ebenso nicht dabei wie Zehnkampf-Weltmeister Niklas Kaul oder Christoph Harting, Diskus-Olympiasieger von Rio.

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