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Als Corona-Schutzmaßnahme - Kritik an DM ohne Langstreckenläufe

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Der DLV streicht als Corona-Schutzmaßnahme die längeren Laufstrecken aus dem Programm seiner "Not-DM". Athletinnen wie Gesa Felicitas Krause und Gina Lückenkemper sind erbost.

Gesa Felicitas Krause
Hat bei der DM Laufverbot: Gesa Felicitas Krause
Quelle: imago

Keine Stunde war das "Stadionverbot" alt, das die deutsche Hindernisläuferin Gesa Felicitas Krause von der Leichtathletik-DM in Braunschweig ausschließt, als sie lesbar erregt in den sozialen Medien lostippte. "Ich bin sprachlos. Fußball spielt man mit 22 - und ein Meisterschaftsfinale mit acht bis zwölf Läuferinnen soll nicht möglich sein?", schrieb die WM-Dritte bei Instagram.

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Unverständnis bei den Athleten

Der Plan des DLV, die längeren Laufstrecken als Corona-Schutzmaßnahme aus dem Meisterschafts-Programm zu streichen, sorgt nicht nur bei Krause für Unverständnis.

Das wird doch so keine richtige Deutsche Meisterschaft.
Gina Lückenkemper

Gina Lückenkemper, Vize-Europameisterin über 100 Meter, ist persönlich nicht direkt betroffen, stößt sich aber dennoch an dem am Freitag veröffentlichten Konzept, mit dem der Verband seinen wichtigsten Wettkampf retten will.

Die DM, die ursprünglich an diesem Wochenende im Braunschweiger Eintracht-Stadion hätte stattfinden sollen, ist nun für den 8. und 9. August neu angesetzt worden - und scheint nur mit rigiden Schutzmaßnahmen gegen Corona-Infektionen durchführbar. Ob und wieviele Zuschauer dabei zugelassen sind, ist noch offen.

Hygienekonzept schließt Langstrecken aus

Das 23-seitige Hygiene- und Durchführungskonzept sieht unter anderem vor, alle Laufwettbewerbe, die nicht auf getrennten Bahnen gestartet und beendet werden, auszusetzen. Bei den Braunschweiger Meisterschaften beträfe dies die 1.500 und 5.000 Meter.

"Kein Hindernislauf und keine Mittelstrecken - eine Entscheidung, die ich nicht nachvollziehen und in keinem Sinne befürworten kann", verkündete Krause und erntete großen Zuspruch. Vor allem die Solidarität innerhalb der Sportart wurde Thema. "Leichtathletik bedeutet Laufen, Springen, Werfen. Und ohne Laufen ist es nicht das Gleiche", so Krause.

DLV wirbt um Verständnis

Der DLV warb - als Antwort unter Krauses Instagram-Post - postwendend um Verständnis: "Wir verstehen die Enttäuschung darüber, dass aufgrund der besonderen Rahmenbedingungen nicht alle Disziplinen in das DM-Konzept integriert werden konnten." Die behördlichen Auflagen aufgrund der Pandemie würden es jedoch "zum jetzigen Zeitpunkt schlicht nicht zulassen".

Die Zielsetzung des Verbandes ist klar: Nach der Olympia-Verlegung ins kommende Jahr und der EM-Absage will der DLV seinen Spitzenathleten zumindest eine Restperspektive für 2020 bieten. Eine "Not-DM" samt Ausschluss ganzer Sparten könnte dabei aber eher noch den Frustfaktor in einem ohnehin schon weitgehend verlorenen Wettkampfjahr verstärken.

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