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Klosterhalfen: Regeneration statt Rekordjagd

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Leichtathletik | Diamond League - Klosterhalfen: Regeneration statt Rekordjagd

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Sie hatte viel vor in Monaco - doch Lauf-Ass Konstanze Klosterhalfen muss ihren Diamond-League-Start wegen einer "Überlastungsreaktion in der Beckenregion" absagen.

Konstanze Klosterhalfn hält nach ihrem dritten Platz bei der Leichtathletik-WM 2019 die Deutschlandflagge hoch.
Konstanze Klosterhalfen (TSV Bayer 04 Leverkusen) nach ihrem dritten Platz bei der Leichtathletik-WM in Doha (Katar) am 05.10.2019.
Quelle: Imago

Die so genannte "late season" der Leichtathleten hat mit den Deutschen Meisterschaften am vergangenen Wochenende in Braunschweig begonnen und steuert nun auf das erste Diamond-League-Meeting an diesem Freitag in Monaco zu. Konstanze Klosterhalfen, die WM-Dritte über 5.000 Meter des vergangenen Jahres, hatte ihre Vorbereitung in den USA bei Coach Pete Julian ganz darauf ausgerichtet, dort zu brillieren.

Doch nun wurde bekannt, dass sie sich seit zwei Wochen mit Schmerzen in der Beckenregion plagt. Statt in Monaco weilt die 23-Jährige vom TSV Bayer 04 Leverkusen in Salzburg - zur Regeneration. Schon bei der vom Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) mit viel Mühe auf die Beine gestellte Corona-DM war Klosterhalfen wie manch anderer deutscher Star nicht am Start.

Unverständnis für DM-Verzicht

Das war von vornherein so geplant, Verletzung hin oder her. Und das sorgte hier und dort für Unverständnis. "Was ist das denn für eine Botschaft, wenn unsere Aushängeschilder passen?", wetterte etwa Johannes Vetter im Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa. "Gerade auch für unsere motivierten Nachwuchsathleten gibt das doch ein schlechtes Bild ab, wenn sie ihre Idole nicht sehen und sich fragen: Warum kommen die nicht?", sagte der Speerwurf-Weltmeister von 2017.

Deutsche Meistertitel für Malaika Mihambo (Weitsprung) und Johannes Vetter (Speerwurf).

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Klosterhalfen, die seit anderthalb Jahren in den USA trainiert, begründete ihren Startverzicht mit erschwerten Reisebedingungen und der nötigen Akklimatisation in Europa. Klingt das nach einer fadenscheinigen Ausrede einer Athletin, die in Monaco Geld verdienen kann und in Braunschweig nicht? Vielleicht.

Kräftemessen der Ausrüster

Allerdings hätte sie ihre Sponsoren mit einem Auftritt bei dieser besonders ins Rampenlicht gerückten Corona-DM auch glücklich machen können.

Zumal Diamond-League-Wettbewerbe traditionell ein Kräftemessen der Ausrüster mit entsprechenden Spezial-Trikots sind. Andere Geldgeber der Athleten kommen auf den Hemdchen für nationale Meisterschaften viel besser zur Geltung.

Auf Rekordläufe programmiert

Aber Klosterhalfen, die durch und durch auf Rekordläufe programmiert ist, hatte bereits für Monaco geplant, bevor überhaupt feststand, dass in Braunschweig Mittel- und Langstreckenläufe würden stattfinden können. Auch wenn sie ihre Rennen so scheinbar leichtfüßig absolviert - zwei Läufe innerhalb so kurzer Zeit hielten ihr Trainer und ihr Management für nicht sinnvoll.

Aus dem Umfeld der Super-Läuferin sind immer wieder Beteuerungen zu hören, dass es bei allem, was sie tut (oder was man sie tun lässt), vor allem um das behutsame Ebnen einer langen, erfolgreichen Karriere gehe. Das ist eine Gratwanderung, bei der nicht alle zufriedengestellt werden können. Klosterhalfen will vor allem eines: laufen. Dabei muss sie manchmal gebremst werden, denn die 23-Jährige kann keine langsamen Rennen. Sie kann nur Vollgas. Das macht sie aus. Das macht sie gut. Und das soll so bleiben.

Deutsche Teilnehmer und Teilnehmerinnen beim Diamond-Meeting in Monaco

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