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Mehrkampf-Meisterschaft: Freude statt Druck

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Leichtathletik | DM im ZDF - Mehrkampf-Meisterschaft: Freude statt Druck

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Mehrkampf-Bundestrainer Frank Müller wünscht sich zum Saisonhöhepunkt im Corona-Jahr konzentrierte und experimentierfreudige Siebenkämpferinnen und Zehnkämpfer.

Siebenkämpferin Carolin Schaefer
Für Siebenkämpferin Carolin Schäfer sind die nationalen Titelkämpfe ein wichtiger Test
Quelle: imago images/Beautiful Sports

Ein Lächeln auf den Lippen seiner Athleten, zwei Tage lang, das wünscht sich Frank Müller, leitender Bundestrainer Mehrkampf im Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV). Die Deutschen Meisterschaften am Wochenende in Vaterstetten sind in diesem von Corona geprägten Sportsommer der Höhepunkt für die Siebenkämpferinnen und Zehnkämpfer – und sie bieten den Topathleten eine gute Gelegenheit für Experimente.

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Normalerweise geht es für die Mehrkämpfer bei ihren zwei bis drei Wettbewerben pro Jahr immer um viel. Zunächst muss eine Norm geschafft werden, es folgt der internationale Höhepunkt, und beim möglicherweise dritten Mehrkampf des Jahres müssen noch Weltranglistenpunkte her. Der Druck ist jedes Mal immens, es ist ein eisernes Ringen um jeden Punkt.

Mehrkämpfer: Lächelnde Gesichter – gute Punktzahlen

In der Late Season 2020 geht es immerhin noch um den Titel des Deutschen Meisters. Der ist schön, aber eben weniger karriereentscheidend als es olympisches Edelmetall gewesen wäre. Deshalb hofft Frank Müller auf "weniger Druck und mehr Freude". Auf lächelnde Gesichter – und gute Punktzahlen. Lockerheit generiert Leistung, darauf setzt der Trainer und wünscht sich einen Lerneffekt für das kommende Jahr und die verschobenen Olympischen Spiele in Tokio.

Bei den Frauen hat er in Vaterstetten die deutschen Top-Mehrkämpferinnen nahezu komplett versammelt. Allen voran Carolin Schäfer von der LG Eintracht Frankfurt, WM-Zweite von 2017 und EM-Dritte von 2018, der vor drei Jahren mit 6.836 Punkten der zweitbeste Siebenkampf einer deutschen Athletin seit dem nationalen Rekord von Sabine Braun (6.985 Punkte/1992) gelang.

Siebenkampf: Coaching-Check für Carolin Schäfer

Für Carolin Schäfer sind die nationalen Titelkämpfe ein wichtiger Test. Sie trainiert seit Ende des vergangenen Jahres bei Stefanie und Michael Kaul, den Eltern und Trainern von Zehnkampf-Weltmeister Niklas Kaul. In Vaterstetten probiert sich das Trio erstmals im Coaching unter Siebenkampfbedingungen. 2020, als Olympia-Jahr gestartet, hat sich unverhofft zum Jahr der Experimente gewandelt.

Weltmeister Niklas Kaul wird nicht am Start sein. Eine Ellenbogen-Verletzung zwingt den 22-Jährigen vom USC Mainz zum Abbruch der Saison. Auch sonst fehlt ein Großteil der deutschen Top-Zehnkämpfer – aus unterschiedlichen Gründen. Der Ulmer Mathias Brugger, Hallen-WM-Dritter von 2016, tritt als einziger Über-8.000-Punkte-Mann an. Kai Kazmirek, WM-Dritter von 2017, und Andreas Bechmann werden sich nur bei den drei ersten Disziplinen des zweiten Tages zeigen. Sie hätten durch die Corona-Einschränkungen nicht umfassend trainieren können, erklärt Müller.

Spitzen-Riege der Zehnkämpfer auf dem Weg zurück

Rico Freimuth, der WM-Zweite von 2017, Arthur Abele, der Europameister von 2018, Tim Nowak, WM-Teilnehmer des vergangenen Jahres, und Nachwuchs-Hoffnung Manuel Eitel arbeiten sich aktuell nach Verletzungen zurück. Diese Spitzen-Riege fehlt in Vaterstetten, könnte dem DLV im kommenden Jahr aber ein Luxusproblem verschaffen – denn mehr als drei Olympia-Tickets wird es nicht geben. Ein lockeres Lächeln könnte dann entscheidend sein.

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