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Leichtathletik | Weitsprung - Malaika Mihambo auf dem Weg zu alter Stärke

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Nach einer gedrosselten Saison 2020 will Weitspringerin Malaika Mihambo wieder voll angreifen. Beim Istaf Indoor in Berlin (17:20 im ZDF-Livestream) plant sie den nächsten Schritt.

Malaika Mihambo beim Leichtathletik-Hallenmeeting in Düsseldorf
Plant 2021 große Sprünge: Weitsprung-Weltmeisterin Malaika Mihambo
Quelle: Reuters

Im vergangenen Sommer, der eigentlich ein olympischer hätte sein sollen, ließ die Corona-Pandemie Weitspringerin Malaika Mihambo zur Kurzarbeiterin werden. Wenn es denn mal einen Wettbewerb gab, bei dem sie springen konnte, absolvierte die 27 Jahre alte Weltmeisterin aus Oftersheim ihre Flüge in den Sand aus gedrosseltem Anlauf.

Erster Sprung aus vollem Anlauf seit Monaten

Damit ist in diesem Jahr, das nun wirklich ein olympisches werden soll, wieder Schluss. Auch wenn die Austragung der Sommerspiele in Tokio erneut ins Wanken zu geraten scheint, bereitet sich Mihambo akribisch auf den Saisonhöhepunkt in Japan vor, den die Spitzensport-Welt so dringlich herbeisehnt.

Am vergangenen Sonntag sprang sie bei der Premiere des Istaf Indoor in Düsseldorf zum ersten Mal seit elf Monaten wieder aus vollem Anlauf (20 Schritte/rund 40 Meter statt 16/30) - und katapultierte ihre schlanke Gestalt 6,74 Meter weit zum Sieg.

Weitspringerin Malaika Mihambo vor ihrem Start beim Berliner ISTAF im ZDF-Mittagsmagazin.

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Bester Halleneinstieg soll nur der Anfang sein

Wer glaubte, die Athletin, die 2019 sieben Meter in Serie gesprungen war, hätte mehr von sich erwartet, wurde schnell eines Besseren belehrt: "Ich bin wirklich sehr happy damit, das war mein bester Halleneinstieg jemals", teilte Mihambo via Instagram mit.

Trotzdem soll das erst der Anfang gewesen sein für dieses Jahr. Am Freitag beim Istaf Indoor in Berlin (ab 17:20 Uhr im ZDF-Livestream) sei mehr möglich.

Wenn ich mich noch mal richtig treffe, kann es sehr weit gehen, in den Bereich 6,90 Meter oder weiter.
Malaika Mihambo

Mit Sensationssatz zum WM-Titel 2019

Bei der Leichtathletik-WM im Herbst 2019 in Doha bewies Mihambo nicht nur springerische Fähigkeiten, sondern auch Nervenstärke. Als haushohe Favoritin hatte sie die ersten zwei Sprünge vergeigt und stand vor dem dritten Durchgang unter entsprechend gesteigertem Druck.

Doch der perlte an ihr ab wie Regen an blank polierten High-Heels. Nach ein wenig Meditation trug Mihambo vor den Augen eines Millionenpublikums gelassen frischen Lippenstift auf und legte dann einen Sensations-Satz auf 7,30 Meter hin. Der brachte ihr den WM-Titel ein und viel Respekt.

Corona verhindert Training bei Carl Lewis

Seither steht sie in den Startlöchern, sich zum Weltstar zu mausern. Mit einem olympischen Erfolg 2020 in Tokio hätte es gelingen können, und als Schützling von Leichtathletik-Legende Carl Lewis sowieso. Doch die Corona-Pandemie hat auch die Pläne von Malaika Mihambo durchkreuzt. Statt in einer elitären Trainingsgruppe unter Anleitung von Lewis in den USA, hält sich Mihambo in Deutschland mit der Hilfe von Bundestrainer Ulrich Knapp fit.

Gründe genug für die Weltmeisterin, um schlechte Laune zu bekommen. Aber sie wirkt frisch und fröhlich wie eh und je. Während des ersten Lockdowns bot sie via Youtube Sportstunden für Kinder an. Und auf Instagram gibt sie stets gut gelaunt Einblicke in ihr Leben.

Die Olympischen Spiele in Tokio sind wegen Corona zwar auf 2021 verschoben. Doch ob es dazu kommt, ist sechs Monate davor unsicher. In Japan sind die Meinungen gespalten.

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Sie isst vegan, meditiert gern und viel, spielt Klavier, mag Spaziergänge im Grünen und Hörbücherhören. In der durch Corona verkorksten Saison 2020 schaffte sie auch aus verkürztem Anlauf einen Satz auf 7,03 Meter. Das reichte für Platz eins in der Jahresweltbestenliste und brachte ihr nach 2019 zum zweiten Mal die Auszeichnung als Deutschlands Sportlerin des Jahres.

Auch Istaf-Meeting in Berlin ohne Zuschauer

Wie schon im ISS Dome in Düsseldorf sind auch in der Mercedes-Benz Arena in Berlin am Freitag keine Zuschauer und so gut wie keine Medienvertreter zugelassen. Sportler dürfen nur mit einem negativen Corona-Test anreisen, der nicht älter als 48 Stunden ist. Jeder, der die Hallen betritt, muss sich einem Corona-Schnelltest unterziehen.

Die Bedingungen sind noch weit von jeglicher Normalität entfernt, aber die Athleten sind froh über die Möglichkeit, Wettkampfluft schnuppern zu können. "Das ist ein Stück Normalität in dieser ganz und gar unnormalen Zeit", sagte Mihambo nach ihrem Sieg in Düsseldorf in der ARD.

Mit Wunschmusik und elektronischem Klatschen

Es wird in Berlin keinen Applaus der Massen geben, doch die Athleten dürfen zu ihrer Wunschmusik antreten und werden von einem elektronischen Klatschen und den in der Halle anwesenden Trainern unterstützt. "Da kommt schon ein gewisses Feeling auf", sagte Mihambo, "auch wenn das natürlich nicht vergleichbar ist mit anderen Jahren".

Am Start u.a. Weitsprung-Weltmeisterin Malaika Mihambo und Stabhochsprung-Ass Piotr Lisek

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