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Fußball | Bundesliga - Mainz - Schalke, das ultimative Kellerduell

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Im Spiel Mainz 05 gegen Schalke 04 treffen nicht nur die schwächsten Teams der Bundesliga, sondern zudem einige schwarze Serien aufeinander. Aber es gibt auch klare Unterschiede.

Fußball-Bundesliga, Saison 2019/2020 am 16.2.2020, 1. FSV Mainz 05 - FC Schalke 04: Daniel Brosinski (1. FSV Mainz 05/links) und der Schalker Amine Harit in Aktion.
Null Punkte (Mainz 05) treffen auf zwei Punkte (Schalke 04). Im Bild eine Szene aus der Vorsaison mit Daniel Brosinski (1. FSV Mainz 05/links) und dem Schalker Amine Harit.
Quelle: Imago/Werner Schmitt

Am frühen Dienstagabend war alles anders auf Schalke. Der Revierklub hatte beim nachgeholten Pokalspiel gegen Viertligist Schweinfurt (4:1) erstmals seit dem 4. Februar wieder ein Pflichtspiel gewonnen - jenseits des Resultats gab es in Gelsenkirchen aber erneut viele fragende Gesichter. Zum Beispiel das von Chefcoach Manuel Baum, der bekannte: "Man weiß nicht so richtig, was man mit dem Spiel anfangen soll."

Zwei Trainerwechsel - null Siege

Das Tapsen im Dunkeln ist auch das Thema der beiden Klubs, die sich am Samstag (15.30 Uhr/Liveticker) in Mainz zum ultimativen Kellerduell treffen: Die 05er aus Rheinhessen wie auch die 04er aus dem Ruhrpott tauschten Ende September nach nur zwei Spieltagen den Trainer aus - gewonnen haben sie seither trotzdem nicht.

Der 41-jährige Baum ergatterte seit seiner Einstellung bei Königsblau in den vier Begegnungen in der Liga zumindest zwei Heim-Remis (gegen Union Berlin und Aufsteiger Stuttgart). Sein viereinhalb Monate jüngerer Berufskollege Jan-Moritz Lichte, der in Mainz zwei Tage früher als Baum auf dem Berger Feld startete, holte keinen einzigen Punkt.

Mainz und Schalke: Erschütternd harmlose Offensive

Neben der angespannten Stimmung kurz vor der Länderspielpause haben beide Vereine ihre im Ligavergleich extrem schwachen Defensivreihen als weitere Gemeinsamkeit: Die 18 Gegentreffer von Schlusslicht Mainz werden nur von den 20 Toren übertroffen, die der Vorletzte, Schalke, in dieser Saison bislang kassierte. Noch fataler ist, speziell bei den Gelsenkirchenern, die erschütternde Harmlosigkeit im Angriff.

Drei dürre Treffer brachte Baums Ensemble in den ersten sechs Runden zustande. In der Kategorie Großchancen stehen die Knappen aktuell bei spärlichen vier - nur eine davon, also 25 Prozent, konnten sie nutzen (allein Bielefeld ist mit 20 Prozent schlechter). Bei Gegner Mainz (fünf Tore) sind es mit sechs herausgespielten Großchancen zwar nur unwesentlich mehr. In Sachen Effektivität stehen aktuell aber nur die Bremer, die 71 Prozent ihrer Großchancen nutzten, besser da als die 05er (67 Prozent).

Baums Experimente, Lichtes Konstanz

Mies ist die Stimmung nach dem schlechtesten Saisonstart der Klubgeschichte dort dennoch. Mit sechs Niederlagen wie der FSV ging bislang nur Fortuna Düsseldorf (vor 29 Jahren) mal eine Spielzeit an.

Nach dem jüngsten 1:3 in Augsburg wetterte Linksverteidiger Daniel Brosinski über den Mainzer "Schlafwagen-Fußball". Und vor dem Nervenspiel gegen Schalke sagt Abwehrkollege Jeremiah St. Juste unverblümt:

Jeder hat ein beschissenes Gefühl - das sieht man, das spürt man.
Jeremiah St. Juste

Doch während Baum auf Schalke immer wieder an System und Anfangsformation dreht (gegen Schweinfurt acht Änderungen), vollzog der auffallend ruhige Zeitgenosse Lichte in den letzten drei Spielen nur einen, zudem positionsgetreuen, Wechsel.

Schröder: Kein Endspiel

Der Trainer nehme Staff und Mannschaft mit, betont FSV-Sportvorstand Rouven Schröder - und merkt an, die Partie gegen S04 habe keinen Endspielcharakter für den Coach.

"Er macht einen guten Job, trotzdem haben wir nicht die Abbildung der Ergebnisse", sagt Schröder allerdings auch.

Nach der schlechtesten Rückrunde der Bundesligageschichte steckt Schalke 04 sportlich wie finanziell in der Bredouille. In der kommenden Saison geht's ums Überleben.

Beitragslänge:
25 min
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Schalke auf den Spuren von Tasmania

Fehlende Erfolgserlebnisse sind auch für die Schalker längst ein tiefrotes Tuch. Seit dem 1:1 gegen Stuttgart vor einer Woche sind sie mit ihrer Serie von nun 22 sieglosen Spielen im Oberhaus alleiniger Verfolger von Tasmania Berlin mit historischen 31 vergeblichen Versuchen vor 54 Jahren.

Sein Team sei wie eine neue Ketchupflasche, auf die man unten fest draufhauen muss, damit oben etwas rauskommt, erklärte Übungsleiter Baum vor kurzem sehr anschaulich und erwähnte: "Wir klopfen noch." Auf die neuesten Klopfresultate beim Besuch in Mainz darf man gespannt sein.

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