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Messi will gehen, Barça um ihn kämpfen

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Fans geschockt - Messi will gehen, Barça um ihn kämpfen

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Lionel Messi will nach 20 Jahren den FC Barçelona verlassen. Nun droht ein Rosenkrieg, denn der Verein will sich nicht mit dem Abgang der Vereinsikone abfinden.

Barcelonas Lionel Messi geht am 14.08.2020 vom Platz
Lionel Messi will Barca verlassen.
Quelle: Reuters

Weltfußballer Lionel Messi will den FC Barçelona nach 20 Jahren verlassen. Entsprechende Medienberichte bestätigte der Klub auf Anfrage, berichteten am späten Dienstagabend die katalanische Fachzeitung "Mundo Deportivo", so etwas wie ein Hausblatt von Barca, sowie die Nachrichtenagentur AP. Der Verein habe vom 33-Jährigen ein offizielles Schreiben mit dem sofortigen Wechselwunsch erhalten, hieß es.

Laut Barça habe man auf das Schreiben geantwortet und wolle, dass Messi bleibt und seine Karriere bei Barcelona beendet. Der Weltfußballer hat sich noch nicht öffentlich geäußert.

Barca will um Messi kämpfen

Barças Sportdirektor Ramón Planes erklärte am Mittwoch, ein Abschied Messis auf vertraglicher Ebene komme nicht in Frage, "weil wir wollen, dass er bleibt. Wir müssen Messi großen Respekt entgegenbringen, weil er der beste Fußballer der Welt ist", sagte Planes. Es dürfe keinen Streit zwischen Messi und dem FC Barcelona geben, weil dies niemand verdient habe.

Wir möchten einen Neuaufbau für die Zukunft mit dem besten Spieler der Geschichte.
Barcas Sportdirektor Ramón Planes

Streitfall Ausstiegsklausel

Messi will eine Klausel in seinem Vertrag ziehen, durch die er am Ende jeder Saison einseitig kündigen könne. Doch die Frist zur Aktivierung der Klausel ist aus Sicht des Vereins für die abgelaufene Spielzeit bereits am 10. Juni abgelaufen, schreiben "Mundo Deportivo" und auch andere Medien.

Messi sei derweil der Ansicht, die Frist müsse verlängert werden, weil auch die Saison wegen der Corona-Zwangspause verlängert worden sei.

Gespräch mit Koeman als Knackpunkt?

Ein Grund für Messis Entscheidung soll der neue Trainer Ronald Koeman sein. Nach seinem Amtsantritt soll der 57 Jahre alte Niederländer im Gespräch mit dem Superstar dessen Sonderstellung in Frage gestellt haben.

Zudem stehen weitere Stars, etwa Messis Sturmpartner Luis Suaréz, auf der Liste der Spieler, die der neue Coach nicht mehr haben will. Zuvor hieß es noch, Koeman wolle um Messi ein neues Team aufbauen.

Erzürnte Fans gegen Klub-Boss Bartomeu

Die Nachricht sorgte in Spanien nur elf Tage nach der sensationellen 2:8-Pleite der Katalanen gegen den FC Bayern im Viertelfinale der Champions League für Entsetzen bei den Fans, die in Klub-Präsident Josep Bartomeu den Schuldigen für das Messi-Drama ausmachen.

Lionel Messi

Lionel Messi | Bilderserie -
Vom Jungtalent zum Jahrhundertfußballer
 

Nicht nur in Spanien wird darüber spekuliert, dass Lionel Messi den FC Barcelona verlassen will. Sein Aufstieg zum Jahrhundertfußballer in Bildern.

Messis Verhältnis zu Bartomeu gilt seit Monaten als gestört. Der Superstar hatte das Vorgehen des Vereins in der Corona-Krise öffentlich kritisiert, fühlte sich und seine Mitspieler als Sündenböcke. "Verdorbenes Ende einer Ära", schrieb die Zeitung "El Mundo" am Mittwoch.

Spieler und Politiker twittern

Barca-Legende Carles Puyol schrieb auf Twitter: "Respekt und Bewunderung, Leo. Meine ganze Unterstützung, mein Freund." Der ehemalige Barca-Star Luis Figo twitterte: "Wow!! Ein weiterer historischer Moment!!!".

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Der katalanische Regionalpräsident Quim Torra nahm auf Twitter bereits Abschied von Messi: "Katalonien wird immer Dein Haus bleiben. Vielen Dank für die Zeit voller Freude und mit einem hervorragenden Fußball. Wir hatten das Glück, einige Jahre unseres Lebens mit dem besten Spieler der Welt zu teilen."

Messi seit zwei Jahrzehnten beim FC Barçelona

Messi ist seit zwei Jahrzehnten im Klub. Dem Profiteam des FC Barçelona gehört er bereits seit 2004 an, er ist der dienstälteste Spieler. Sein Vertrag läuft bis zum 30. Juni nächsten Jahres. Die im Vertrag festgeschriebene Ablöseklausel beträgt laut Medien 700 Millionen Euro.

Ob diese von den angeblich interessierten europäischen Top-Klubs wie Manchester City mit Messis Ex-Coach Pep Guardiola, Juventus Turin, Paris Saint-Germain, Manchester United oder Inter Mailand bezahlt werden kann, ist - zumal in Pandemie-Zeiten - mehr als zweifelhaft.

"Schlimmer als jedes 2:8" - Pressestimmen

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