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Cross Country, Downhill - die Unterschiede

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Mountainbike-WM in Leogang - Cross Country, Downhill - die Unterschiede

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Der Begriff "Mountainbike" verrät: Es geht mit dem Fahrrad ins Gelände. Die wichtigsten Disziplinen sind Cross Country und Downhill. Und so funktionieren sie.

Mountainbike WM 2020 in Saalfelden-Leogang: Strecken und Zielgelände
Strecken und Zielgelände bei der Mountainbike-WM 2020 in Leogang
Quelle: imago images / Eibner Europa

Um Tempo geht's bei beiden Disziplinen. Allerdings auf unterschiedliche Art und Weise, auf unterschiedlichen Pisten und mit unterschiedlichen Rädern.

Mountainbike-WM in Leogang mit vier Livestreams

Cross Country: Bergauf, bergab

Beim Cross Country nehmen die Fahrerinnen und Fahrer einen Kurs mit Bergauf-, Bergab- und Flachpassagen in Angriff. Alle auf einmal - analog einem Straßenrennen der Rennrad-Profis. Downhiller dagegen sind einzeln und ausschließlich bergab unterwegs: Wer die schnellste Zeit fährt, gewinnt.

Vereinfacht: Cross Country zu Downhill verhält sich wie Langlauf-Massenstart zu Alpin-Abfahrtsrennen. Dies allerdings sehr grob vereinfacht, denn in den vergangenen Jahren sind im Cross Country die technischen Anforderungen an die Fahrerinnen und Fahrer immer höher geworden - sprich: verblockte Passagen verlangen Mut und Fahrgefühl.

Downhill: Was fürs Grobe

Mut und Fahrgefühl - zwei Dinge, die beim Downhill essenziell sind: Die Downhiller bewegen sich im Kampf gegen die Uhr im allergröbsten Gelände. Mensch und Material werden kräftig durchgeschüttelt.

Die WM-Strecken in Leogang


Cross Country

  • 3,6-Kilometer-Rundkurs mit 210 Höhenmetern.
  • Die Anzahl der Runden wird erst kurz vor dem Start festgelegt. Vorgabe: Die Renndauer soll zwischen 1:20 und 1:40 Stunden liegen.
  • Wechsel zwischen steilen Anstiegen, verblockten Sektionen und ebenen Geraden zum Tempo machen.
  • YouTube-Video: Zusammenschnitt der Weltcupsaison 2019

Downhill


Die Räder


Cross Country

  • Laufräder: 29 Zoll (bei Männern und Frauen).
  • Fahrwerk (je nach Strecke und Vorliebe der Fahrer): Vollgefedertes Rad mit je 100 Millimeter Federweg an der Front und im Heck. Hardtail mit 100 Millimeter Federweg nur an der Front.
  • Rahmenmaterial: Ausschließlich Carbon.
  • Gewicht (bei Fahrer und Fahrerinnen von mittlerer Körpergröße): Vollgefedertes Rad 10 bis 10,5 Kilogramm. Hardtail 8,9 bis 9,3 Kilogramm.
  • Antrieb: 1-fach-Kurbel (Kettenblatt mit 32, 34 oder 36 Zähnen) und 12-fach Ritzel mit 10 bis 45, 10 bis 50, 10 bis 51oder 10 bis 52 Zähnen.
Cross-Country-Bike
Zum Tempo machen gedacht: Das Cross-Country-Bike, hier ein vollgefedertes. Verbaut werden leichte Komponenten. Der Lenkwinkel an der Gabel ist eher steil, da das Gelände weniger grob ist als auf Downhillpisten.
Quelle: Chris Spath

Downhill

  • Laufräder: 29 Zoll vorne und hinten oder 29 Zoll vorne/27,5 Zoll hinten.
  • Fahrwerk: 200 Millimeter Federweg an der Front und im Heck.
  • Rahmenmaterial: ca. 70 Prozent der Fahrer mit Carbonrahmen, der Rest mit Aluminium.
  • Gewicht: 15,5 bis 17 Kilogramm (je nach Art der verbauten Komponenten und Rahmenmaterial).
  • Antrieb: Schaltung ist wenig relevant. Kurbel mit 34 oder 36 Zähnen. Am Hinterrad meist eine Siebenfach-Kassette.
Downhill-Bike
Nur für bergab gedacht: Das Downhill-Bike mit viel Federweg. Ein flacher Lenkwinkel an der Gabel erleichtet das Überfahren von sperrigen Hindernisse.
Quelle: Gregor Sinn


Die Reifen

Cross Country

  • Stollenprofil, geringstmöglicher Rollwiderstand bei maximalem Grip.
  • Breite 2,2 bis 2,4 Zoll.
  • Schlauchlos, oft mit Pannenschutz-System (Reifeninserts).
  • Gewicht eines Mantels: 600 bis 750 Gramm.

Downhill

  • Grobe Stollen, Profil variiert stark je nach Untergrund (trocken, Matsch).
  • Breite: 2,35 bis 2,6 Zoll.
  • Schlauchlos, oft mit Pannenschutz-System.
  • Gewicht eines Mantels: ca. 1,3 Kilogramm.

Nina Hoffmann stürzt sich mit dem Mountainbike die Hänge hinunter. Im Interview mit ZDF-Reporter Michael Pfeffer erklärt sie ihr Arbeitsgerät.

Beitragslänge:
2 min
Datum:


Favoriten


Cross Country

  • Pauline Ferrand-Prévot (Frankreich/Titelverteidigerin), Anne Terpstra (Niederlande), Jolanda Neff (Schweiz).
  • Nino Schurter (Schweiz/Titelverteidiger), Henrique Avancici (Brasilien), Mathias Flückiger (Schweiz).

Downhill

  • Myriam Nicole (Frankreich/Titelverteidigerin), Tahnée Seagrave (Großbritannien), Tracey Hannah (Australien), Valentina Höll (Österreich).
  • Loïc Bruni (Frankreich/Titelverteidiger), Troy Brosnan (Australien), Aaron Gwin (USA), Danny Hart (Großbritannien), David Trummer (Österreich).
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