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Schweiz - Deutschland 1:1 - Löw sauer, Gündogan "angepisst"

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Das zweite 1:1 in der Nations League hinterlässt gemischte Gefühle. "Entwicklung ist wichtig, aber man will auch Spiele gewinnen". Nicht nur Bundestrainer Löw war verärgert.

Auch im sechsten Spiel in der Nations League gelingt der deutschen Nationalmannschaft kein Sieg. Eine Weiterentwicklung der jungen Mannschaft ist aktuell nicht zu erkennen.

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Ein dunkler Vorhang gehört zum Medienzentrum im St. Jakob-Park von Basel, das bei den Einheimischen nur "Joggeli" heißt. Als sich Joachim Löw hier platzierte, um sein Fazit zum zweiten 1:1 in der Nations League abzugeben  - einer Punkteteilung gegen die Schweiz - hörte sich der Bundestrainer wie ein Theaterregisseur an, der einer verunglückte Probe beigewohnt hatte.

Was wirklich ärgerlich ist: Dass wir uns mit den guten Chancen, die wir hatten, nicht belohnt haben, nicht das zweite Tor machen.
Joachim Löw

"Das war in beiden Spielen das Problem. Das zieht sich durch, daran müssen wir arbeiten." Joachim Löw machte aus seinen gemischten Gefühlen nach zwei wechselhaften Auftritten gar keinen Hehl: "Ich habe gesagt, Entwicklung ist wichtig, aber natürlich will man die Spiele gewinnen." Neben "guten Erkenntnissen" brauchte es irgendwann auch gute Ergebnisse. Das hohe Risiko, das Löw mit einer eigenwilligen Taktik und extrem hohem Anlaufen ("durchdecken gegen den Mann") gegangen war, zahlte sich letztlich nicht aus.

Die Analyse zum 1:1 der DFB-Elf gegen die Schweiz. Mehr sei derzeit nicht drin, sagt Bundestrainer Joachim Löw und kündigt an, dass es in Bestbesetzung besser laufen werde.

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DFB-Elf: Ergebnisdruck steigt

Denn ein Abrutschen in der FIFA-Weltrangliste hätte fatale Folgen: Im November wird die WM-Qualifikation ausgelost, und nur die zehn in diesem Ranking bestplatzierten Nationalteams sind als Gruppenköpfe gesetzt. Nur die zehn Gruppensieger qualifizieren sich auf direktem Wege für die WM 2022 in Katar. Alle Gruppenzweiten und zwei Nations-League-Bestplatzierte balgen sich in Playoffs dann um nur noch drei freie Plätze.

Allein deshalb ist die DFB-Auswahl für die Oktober-Termine - zunächst ein Freundschaftsspiel in Köln gegen die Türkei (7. Oktober), dann zwei Nations-League-Gruppenspiele in der Ukraine (10. Oktober) und gegen die Schweiz (13. Oktober) – gut beraten, auch aufs Resultat zu schauen. Löw hat verinnerlicht, dass die beiden nur bedingt zufriedenstellenden Punkteteilungen zum Re-Start nach der Corona-Pause einen gewissen Zugzwang für den Herbst ausgelöst haben.

Wir werden mit der vollen Kapelle antreten im Oktober und November
versprach der Bundestrainer

"Es werden sieben, acht Spieler zurückkommen, die bei uns eine wesentliche Rolle spielen, dann werden wir weiterarbeiten. Im Oktober und November werden wir richtig angreifen. Dann werden wir auch Spiele gewinnen", sagte Löw nach dem 1:1 gegen die Schweiz.

Gündogan noch frustrierter als Kroos

Das fehlende Erfolgserlebnis nahe der deutschen Grenze nervte nämlich die Leistungsträger. "Es war leider ähnlich wie gegen Spanien. Wir können definitiv daran arbeiten, dass wir da mehr Lösungen haben und als Mannschaft mehr Selbstvertrauen", erklärte sagte Toni Kroos im ZDF. Der Taktgeber von Real Madrid empfahl, dass Mitspieler auch in Phasen den Ball fordern, in denen es nicht so gut läuft.

Nationalspieler Ilkay Gündogan platzte nach dem enttäuschenden Auftritt gegen die Schweiz im Interview ein der Kragen: "So was darf nicht passieren".

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Nebenmann Ilkay Gündogan äußerte sich sogar "ein bisschen angepisst" - "geht mir auf den Sack“, über den Spielverlauf: "Wir haben Bälle vorne unnötig verloren, die wir festmachen können. So fällt auch das Gegentor, wo wir unbedrängt einen Fehlpass spielen. Das wirft uns einfach zurück. Auf dem Niveau darf das nicht passen." Damit übte der Torschütze zum 1:0 (14.)  klare Kritik am eingewechselten Julian Brandt, der nicht zum ersten Male mit seinem Hang zum Leichtsinn auffiel und mit seinem Ballverlust das 1:1 durch Silvan Widmer (58.) verschuldete.

Das ist einfach total unnötig gewesen.
Ilkay Gündogan

Gündogan, unter Pep Guardiola bei Manchester City zum Ballbesitzfußball erzogen, ärgerte sich öffentlich am meisten über den zunehmenden Kontrollverlust, der bereits drei Tage zuvor beim 1:1 gegen Spanien zu beobachten war. Ich bin unzufrieden. Wir hätten es einfach eiskalt durchspielen müssen. Das fehlt uns. Ich weiß nicht, ob es eine Qualitätsfrage ist. So verschenken wir zwei Punkte."

Löw hatte indes genau das kommen sehen: "Es war mir klar, dass wir es nicht über 90 Minuten schaffen, die Kontrolle zu bewahren und alles richtig zu machen.“ Dabei hörte sich der Bundestrainer bereits so an, als könne er es nicht erwarten, dass der Vorhang für die deutsche Nationalelf schnell wieder aufgeht.

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