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Radsport - Tour de France - Politt feiert Ausreißersieg

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Nils Politt ist bei der Tour de France 2021 der erste deutsche Etappensieger. Der Fahrer des Team Bora-hansgrohe gewann die 12. Etappe dank eines erfolgreichen Ausreißversuchs.

Nils Politt hat den ersten deutschen Sieg bei der 108. Tour de France gefeiert. Der Kölner vom Team Bora-hansgrohe gewann die zwölfte Etappe über 159,4 Kilometer nach Nimes als Solist.

Greipel auf Rang sechs

Damit gelang Nils Politt der bislang größte Erfolg seiner Karriere. Sprint-Oldie Andre Greipel, wie Politt einer von 13 Ausreißern des Tages, wurde vorzeitig abgehängt und konnte seine Stärken im Sprint nicht ausspielen. Der "Gorilla" belegte am Ende den sechsten Rang.

"Dass Peter Sagan nicht mehr da war, hat unsere gesamte Taktik verändert. Ich habe mich sehr gut gefühlt, ich habe alles versucht. Eine Tour-Etappe zu gewinnen, ist das Größte, was man erreichen kann", sagte Politt.

Es ist ein Traum, eine Tour-Etappe zu gewinnen
Nils Politt

Greipel freute sich für Politt: "Ich habe gesehen, wie er aufgewachsen ist. Ich habe mit ihm zusammen trainiert. Es ist sehr emotional, das zu sehen.

Politt setzte zwölf Kilometer vor dem Ziel die entscheidende Attacke. Er distanzierte die verbliebenen Rivalen Imanol Erviti (Spanien/Movistar) und Harry Sweeny (Australien/Lotto-Soudal) mit einem starken Antritt.

Mit weit aufgerissenem Mund kämpfte sich der 1,92 Meter große Hüne dem Ziel entgegen. Als ihm der Sieg sicher war, schüttelte er ungläubig den Kopf, schlug sich auf den Helm und riss jubelnd die Arme in die Höhe. Sein Vorsprung betrug am Ende 31 Sekunden.

Er war der Stärkste da vorne, er hat verdient gewonnen.
André Greipel über Politt

Fluchtgruppe mit 13 Fahrern

Die zwölfte Etappe mit Start in Saint-Paul-Trois-Chateaux begann hektisch, die befürchteten Windkanten sorgten unmittelbar nach dem Start für Nervosität. Das Peloton teilte sich bei hohem Tempo in mehrere Teile, ehe sich das Rennen schließlich beruhigte und die Fluchtgruppe des Tages stand.

13 Fahrer, darunter Greipel, Politt sowie der französische Weltmeister Julian Alaphilippe (Deceuninck-Quick Step), waren an der Spitze vertreten.

Politts erster Angriff

Das Rennen verlief in der Folge lange unspektakulär. Die Gruppe um das deutsche Duo fuhr einen große Vorsprung heraus, zwischenzeitlich lag er bei über einer Viertelstunde.

50 Kilometer vor dem Ziel sorgte ein erster Angriff Politts für neue Dynamik. Dieser forcierte das Tempo und riss eine Lücke, auch Greipel war zunächst abgehängt, fand wie der Rest der Gruppe aber wieder den Anschluss. Weitere Attacken Fahrer folgten fast im Minutentakt. 40 Kilometer vor dem Ziel waren Politt und seine beiden Begleiter erfolgreich.

Das Trio um den 27-jährigen Politt setzte sich von Greipel und Co. ab. Dann begann ein Ausscheidungsfahren - mit dem glücklichen Ende für Politt.

Sagan ausgestiegen

Nicht ins Geschehen eingreifen konnte Sagan, der siebenmalige Gewinner des Grünen Trikots. Der slowakische Star von Politts Bora-Team leidet immer noch unter den Sturzfolgen der ersten Tourwoche und stieg nicht mehr aufs Rad.

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