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Absagen fürs Fußballteam - Mit 18 Aufrechten zu Olympia

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18 statt 22 Spieler: Der Kader des deutschen Fußball-Teams für Tokio ist geschrumpft - auch, weil einige Klubs Spieler nicht freigeben wollten.

Die vielen Absagen fürs Olympia-Fußball-Team schmecken Coach Stefan Kuntz gar nicht. Die Verbliebenen scheinen dafür mit ganzem Herzen dabeizusein.

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Grauer Himmel, Nieselregen - die Laune von Stefan Kuntz passte zum trüben Frankfurter Wetter. Am Tag des Abflugs zu den Olympischen Spielen ließ der Trainer des "Team D" noch einmal seinen Frust raus.

Viele Absagen für Kuntz

Eine Absage jagte zuletzt die nächste, auch die mangelnde Unterstützung der Vereine für die deutsche Fußballmannschaft war ihm vor dem Start nach Tokio am Dienstagabend ein einziges Ärgernis.

Solange wir elf Leute auf den Platz kriegen, werden wir alles versuchen, um die Goldmedaille nach Deutschland zu holen
Max Kruse

"Wir mussten eine 100er-Liste erstellen - und nur von dieser dürfen wir nachnominieren", sagte Kuntz beim Abschlusstraining der Auswahl: "Wir haben jeden Spieler auf dieser Liste abtelefoniert oder mit den Vereinen gesprochen, und diese 18 sind übrig geblieben."

Gold ist viel mehr wert als Geld, sagt Max Kruse im Interview mit Lars Ruthemann

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Kuntz: "Hinterm Berg gehalten"

Ersatz also nicht in Sicht. "Ich finde, das ist kein optimales Zeichen vom Fußball - bei allem Verständnis", betonte Kuntz. "Wir haben sehr viele Vereine, die uns super unterstützt haben", einige hätten aber auch "mit der Unterstützung hinterm Berg gehalten".

Ich glaube, dass keine Sportart nicht alle Kaderplätze besetzt.
Stefan Kuntz

Das Ergebnis: Lediglich 18 statt möglicher 22 Spieler sind in Tokio dabei. Doch es scheint nicht nur an den Vereinen allein zu liegen. Neben Ismail Jakobs, der wegen des Wechsels zu AS Monaco auf Olympia verzichtet, will sich auch Niklas Dorsch auf seinen neuen Verein FC Augsburg konzentrieren.

Zwei Ersatzleute gefunden

Immerhin, für den Mittelfeldspieler und den verletzten Josha Vagnoman (Hamburger SV) fand Kuntz in Ragnar Ache (Eintracht Frankfurt) und Keven Schlotterbeck (SC Freiburg) noch Ersatz.

"Der eine oder andere Spieler wollte nicht, auch aus egoistischen Interessen", um seine "Chancen" zu nutzen, sagte Kuntz und gab zu bedenken, dass gerade die Vereine von vergangenen Turnieren der U21 profitiert hätten, "weil der Marktwert der Spieler sich kontinuierlich nach oben geschraubt hat".

"Ich glaube nicht, dass es viele gibt, die nicht wollen", sagt Maximilian Arnold im Gespräch mit Lars Ruthemann. Er selbst sei "super happy", bei Olympia dabeisein zu dürfen.

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Doch Kuntz will einen Strich darunter ziehen: "Damit ist aber auch gut mit der Beklagerei. Sonst werden wir den Jungs nicht gerecht, die voller Freude für Olympia brennen."

Kuntz lobt die Einstellung der Verbliebenen

Und davon hat er noch einige, allen voran Max Kruse. "Alles trägt dazu bei, dass ich mich auf Olympia freue", sagte der Stürmer von Union Berlin im ZDF-Interview. Er war einer der Verhandlungsführer, als es um die Prämie ging. Die Gespräche seien kurz gewesen, so Kruse, denn "Gold zählt viel mehr als jedes Geld".

Und Kuntz freut das: "Die Jungs haben das erste Angebot angenommen und bekommen soviel wie die anderen Athleten. Denen geht es nicht um die Kohle, die wollen Olympia spielen." Für Gold gibt es in Tokio 20.000 Euro.

Spielplan der Gruppe D (Uhrzeiten in MESZ)

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