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Olympische Spiele | Tokio 2020 - Frisch gekleidet und geimpft

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Von Normalität kann keine Rede sein im Vorfeld der Olympischen Spiele im Sommer in Tokio – aber das Team Deutschland ist zunehmend gut gerüstet für die Reise nach Japan.

Die Einkleidung der deutschen Olympia- und Paralympicsteilnehmer ist ein traditionelles Ritual. Alle Athleten erhalten ein Impfangebot. Olympia-Flair herrscht in Tokio noch nicht.

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Die Zuversicht kommt in "Frozen Yellow" und eisigem Hellblau daher. Ungewöhnlich für deutsche Athleten - und damit passend zu den sehr besonderen Olympischen Spielen, wie sie im Sommer in Tokio über die Bühne gehen werden. Denn so viel scheint sicher. Das im vergangenen März um ein Jahr verschobene Alle-vier-Jahre-Highlight im internationalen Sportkalender wird vom 23. Juli bis 8. August in Japan stattfinden. Unter vom Coronavirus bestimmten Hygienebedingungen zwar, aber immerhin.

"Unity in Diversity" steht als Motto fest

Wer doch noch Zweifel hat, wurde am Donnerstagabend farbenfroh abgelenkt. Team Deutschland und Team Deutschland Paralympics stellten ihre von Adidas kreierten Outfits vor. Nicht wie üblich bei einem feierlichen Event mit Modenschau und vielen Menschen, sondern via Youtube-Übertragung aus der Düsseldorfer Messe. Die deutschen Farben Schwarz und Rot kommen natürlich auch nicht zu kurz, das "Frozen Yellow" bezeichnet Adidas-Designerin Melina als "leichte, frische, sommerliche Interpretation von Gold".

100 Tage vor den Olympischen Spielen in Tokio ist die Skepsis der Japaner hinsichtlich einer Durchführung gestiegen - nicht zuletzt wegen steigender Coronazahlen im Land.

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Insgesamt stehe die Kollektion unter dem olympischen Motto "Unity in Diversity", Einheit durch Vielfalt. Sie solle Gemeinschaft ausdrücken, allerdings "ohne Uniformität". Deshalb die vielen Stücke in ungewohnten Farben. So könne jeder Sportler sich als Teil des Teams präsentieren, dabei aber gleichzeitig seinen individuellen Kleidungsstil unterstreichen. Soweit die Theorie der Designerin.

Vorfreude der Sportler auf Tokio greifbar

Para-Läufer Johannes Floors betonte in der live übertragenen und von Bahnrad-Olympiasiegerin Miriam Welte moderierten Fragerunde: "Wenn wir in Tokio keine funktionale Kleidung haben, gehen wir ein." Doch auch dafür ist vorgesorgt, es dominiert superleichtes Stretch-Material, in dem sich die feuchte Hitze in Tokio wohl aushalten lässt. Adidas-Vertreterin Milena erklärte zudem, dass Teile der Stoffe aus recyceltem Ozean-Plastik hergestellt wurden.

Im Juli sollen in Tokio die Olympischen Spiele starten. Um zuvor die dritte Corona-Welle zu brechen, hat die Regierung für den Großraum Tokio den Notstand verhängt.

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Hockey-Nationalspielerin Selin Oruz war in ihrem neuen Outfit die Vorfreude anzusehen. Ausgesprochen klang das so: "Ich kann es kaum erwarten, in Tokio abzuliefern." So geht es vielen Athleten nach zwölf Monaten Extra-Warteschleife. Jetzt wissen sie, wie sie aussehen werden in Tokio. Das macht die nahenden Spiele greifbarer.

Impfungen stehen als nächstes an

In den nächsten Wochen wird der Ausrüster mit einem Truck coronakonform durchs Land touren und an verschiedenen Standorten in Deutschland die Kleidung an die Athleten verteilen. Die Entgegennahme der Outfits wird Stolz und Vorfreude auslösen - vielen Athleten ist die bevorstehende Impfung gegen das Corona-Virus aber wohl noch wichtiger. Nachdem die Bundesregierung zugesagt hatte, allen Olympiastartern und ihren Betreuern ein Impfangebot machen zu wollen, läuft das Projekt nun zügig an.

Wir werden in den nächsten zwei Wochen geimpft, darüber bin ich unglaublich glücklich. Gerade bei längeren Reisen herrschte schon ein komisches, mulmiges Gefühl in einem.
Hockey-Nationalspieler Mats Grambusch

Die Sportler erhalten das Vakzin von Johnson & Johnson, das nur einmal verabreicht werden muss. Es geht um etwa 400 Athleten aus dem Team Deutschland und 150 aus dem Team Deutschland Paralympics, dazu kommen rund 1.000 Delegations-Mitglieder. Umfragen im Vorfeld haben gezeigt, dass sich etwa sieben Prozent der Athleten nicht impfen lassen wollen - in der Regel, weil sie Einschränkungen im Training befürchten.

IOC-Boss Bach: Zeichen setzen

Thomas Bach, Präsident des Olympischen Komitees, rief, anlässlich der Bekanntgabe einer Vereinbarung mit den Unternehmen Pfizer und Biontech, allen Olympiastartern deren Vakzin zur Verfügung stellen zu wollen, dazu auf, mit gutem Beispiel voran zu gehen:

"Durch die Impfung können Sie die starke Botschaft senden, dass es beim Impfen nicht nur um persönliche Gesundheit geht, sondern auch um Solidarität und Rücksichtnahme auf das Wohlergehen anderer in der Gesellschaft."

Der alte und neue IOC-Präsident Thomas Bach im ZDF-Interview über die Spiele in Corona-Zeiten in Tokio, die Chancengleichheit für Athleten sowie die Kritik an den Peking-Spielen.

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