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100 Tage bis Olympia 2022 : Alles unter Kontrolle in Peking

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In 100 Tagen ist es soweit: Die Olympischen Winterspiele in Peking werden anders sein als alle Spiele zuvor. Es werden die Kontrollspiele werden.

Noch 100 Tage bis zum Beginn der Winterspiele in Peking. Während sich China und das IOC schon feiern, ist die (Olympia-) Realität eine andere.

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Stichwort Corona. China fährt eine Null-Infektionen-Politik. Wieder wurde eine Vier-Millionen-Stadt in der inneren Mongolei komplett abgeriegelt, strenge Ausgangssperre inklusive. Dabei reden wir von 16 Fällen in der inneren Mongolei, drei neuen Fällen in Peking und insgesamt 29 Fällen in ganz China.

Corona-Einschränkungen aller Orten

Für Peking, der Stadt, in der in 100 Tagen die Olympischen Winterspiele stattfinden sollen, bieten die neuen Covid-19-Fälle einen Vorgeschmack auf das, was wir im Februar zu erwarten haben. Die Aufforderung der Behörden lautet schon jetzt: Bitte verlassen Sie Peking nicht! Und tatsächlich hat Peking so etwas wie eine Grenze zu den anderen Provinzen, an der man "Gesundheitscodes" und Ausweis vorzeigen muss. Ausländer müssen hier aussteigen und sich registrieren lassen.

Das olympische Feuer für die Winterspiele in Peking brennt. Die Flamme wurde mit Hilfe eines Hohlspiegels und der Sonnenstrahlen in der antiken Stätte von Olympia entfacht.

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Nichts darf die Olympischen Spiele in Gefahr bringen, weder Covid-19, noch eine freie Berichterstattung. Das sogenannte Playbook des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) fasst die Regeln zusammen, die gemeinsam mit China gefunden wurden. Wer vollständig geimpft ist, darf einreisen. Wer nicht geimpft ist, kommt nur mit Ausnahmegenehmigung und 21 Tagen strengster Quarantäne ins Land.

Kritik wird unterdrückt und bestraft

Die "closed Loop", das ist ein komplett abgeschotteter Bereich, der die Sportstätten, das olympische Dorf und ein paar zusätzliche Orte wie das Pressezentrum beinhalten. Wer sich in der Bubble befindet, darf sie nicht verlassen, außer man begibt sich in eine 21-tägige Quarantäne, was für alle in China Ansässigen der Fall sein wird. Arbeiter, Fahrer, Journalisten.

"Er will mit diesen Spielen die Überlegenheit der Kommunistischen Partei dokumentieren": Wer das schöne Bild gefährde, würde "massiv" unterdrückt, so ZDF-Korrespondent Ulf Röller in Peking.

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Die Stimmung bei den Olympioniken in Bezug auf China ist nicht gut. Viele wollen den sportlichen Wettkampf, aber nicht in diesem Land. Dabei richtet sich die Ablehnung nicht gegen die Bevölkerung, sondern ganz klar gegen die Regierung. Es geht um Menschenrechtsverletzungen in Tibet, Xinjiang und Hongkong. Genau dazu äußerte sich zuletzt noch der NBA-Star Enes Kanter. Er bezeichnete Chinas Präsidenten Xi Jinping als "brutalen Diktator". China reagierte wie gewohnt und ließ die Übertragung eines Spiels seines Teams kurzerhand stoppen.

Die politischsten Spiele aller Zeiten?

Wegschauen wird immer schwieriger. China will die Welt bei sich empfangen, doch darf sich die Welt nicht bewegen, außer nach den strengen Auflagen der kommunistischen Partei. Der Leitgedanke, dass die Olympischen Spiele nicht politisch seien, wird in China nicht funktionieren. Denn hier ist alles politisch, von der kommunistischen Partei und Xi Jinping gelenkt, bestimmt, entschieden.

Auf dem Foto ist ein chinesischer Mitarbeiter eines Hotels zu sehen, er desinfiziert das Gepäck.

Nachrichten | Politik - Drei Wochen im chinesischen Quarantäne-Hotel 

Fünf Dosen Bier am Tag sind erlaubt: ZDF-Korrespondent Röller musste nach seiner China-Einreise drei Wochen ins Quarantäne-Hotel. Eingesperrt mit Meerblick – und einer Vorfreude.

Auch das vermeintlich unpolitische ist in China zutiefst politisch. Und deshalb werden auch diese Olympischen Winterspiele in Peking nicht so leichtfüßig daherkommen, wie es das olympische Komitee und die Volksrepublik vorgeben zu sein.

Corona hilft bei der Unterdrückung

Es sind noch 100 Tage, bis die Spiele beginnen. Die Corona-Pandemie wird eine Ausrede für Vieles sein. Internationale Staatschefs können sorgenfrei absagen, ohne in diplomatische Bedrängnis zu kommen. Lästige Journalisten können maximal an ihrer uneingeschränkten Arbeit aus "Sicherheitsgründen" gehindert werden.

Und Xi Jinping wird sich mit Fahne schwenkenden, lächelnd applaudierenden Zuschauern im Stadion in Szene setzen können. Seine Nachricht nach Innen und Außen ist pure Macht. Während die Wirtschaft im Land so sehr schwächelt wie seit Jahrzehnten nicht, braucht Xi gleichzeitig eine Bühne. Was eignet sich da besser, als die Olympischen Spiele im eigenen Land?

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