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Para-Sport fordert - IOC soll Rehms Olympia-Start klar machen

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Prothesen-Weitspringer soll bei Olympia in Tokio starten dürfen. Das fordert der Deutsche Behindertensportverband. Eine Antwort des IOC steht noch aus.

Markus Rehm bei der Para-EM 2018 in Berlin.
Startbereit auch für Olympia: Para-Weitspringer Markus Rehm
Quelle: dpa

"Es gibt keine Argumente mehr, eine Olympia-Teilnahme von Markus Rehm zu verwehren“, sagte Friedhelm Julius Beucher, Präsident des Deutschen Behindertensportverbandes.

Leichtathletik-Weltverband winkt ab

Markus Rehm versucht, über eine Sondergenehmigung an den Olympischen Spielen in Tokio (23. Juli - 8. August) teilzunehmen. Ein entsprechender Antrag des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) liegt dem Deutschen Olympischen Sportbund vor.

Der Para-Weitspringer werde für Japan nominiert "unter der Voraussetzung, dass eine entsprechende Startgenehmigung vorliegt." Der Leichtathletik-Weltverband lehnte das DSV-Ansinnen mittlerweile ab; eine Antwort des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) steht noch aus.

Getrennte Wertung von den Nichtbehinderten?

"Wir bedanken uns beim DLV und beim DOSB für die Initiative. Jetzt hat das IOC die große Chance, am Beispiel Markus Rehm praktisch umzusetzen, was in der letztjährigen Erklärung des Executive Board auch mit Blick auf Inklusion verkündet wurde", erklärte Beucher.

Der 32-jährige Rehm hatte bei den Leichtathletik-Meisterschaften Anfang Juni in Braunschweig, wo er außerhalb der Wertung 8,29 Meter sprang, seine Forderung bekräftigt. Er will bei Olympia starten, es reicht ihm auch in einer getrennten Wertung von den Nichtbehinderten.

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von Susanne Rohlfing

Der Fall Pistorius

In der Leichtathletik wird immer wieder diskutiert, ob seine Hightech-Carbonprothese Rehm einen Vorteil verschafft oder nicht. Der Weltverband lässt Behinderte bei seinen Titelkämpfen nicht mehr zu, nachdem er den südafrikanischen 400-Meter-Läufer Oscar Pistorius bei der WM 2011 und bei Olympia 2012 starten lassen musste. Pistorius hatte dies beim Internationalen Sportgerichtshof Cas erstritten.

Im vergangenen Jahr gab es vom Cas ein weiteres wegweisendes Urteil: Danach müssen nicht mehr die Sportler*innen beweisen, keinen Vorteil durch Prothesen zu haben, dieser muss ihnen nachgewiesen werden.

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