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Olympia - Leichtathletik - Doping: Top-Sprinterin Okagbare suspendiert

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Das 100-Meter-Halbfinale und -Finale wird ohne eine Mitfavoritin stattfinden. Die Sprinterin und Weitspringerin Blessing Okagbare (Nigeria) ist positiv auf Doping getestet worden.

Blessing Okagbare im Portrait.
Blessing Okagbare - mit ihrer persönlichen Bestzeit von 10,79 Sekunden zählte sie zu den Favoritinnen.
Quelle: reuters

Blessing Okagbare aus Nigeria ist bei den Olympischen Spielen in Tokio bei einer Dopingkontrolle positiv auf das menschliche Wachstumshormon getestet worden. Wie die unabhängige Integrationskommission des Leichtathletik-Weltverbandes (AIU) am Samstag mitteilte, wurde die 32-Jährige suspendiert. Auch der kenianische Sprinter Mark Odhiambo wurde nach einem positiven Test suspendiert.

Okagbare von Startliste gelöscht

Okagbare hatte sich am Freitag für das Halbfinale über 100 Meter qualifiziert. Der Name der Olympia-Zweiten im Weitsprung von 2008 wurde aus der Startliste gelöscht.

Die Nigerianerin war nach AIU-Angaben am 19. Juli im Training kontrolliert worden. Die Athletin sei am Samstagmorgen in Tokio über das Analyseergebnis und ihre vorläufige Suspendierung informiert worden, teilte die AIU mit.

2008 Zweite im Weitsprung

Bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking war Okagbare mit 6,91 Metern hinter Maurren Higa Maggi (Brasilien) und Tatjana Lebedewa ursprünglich Dritte im Weitsprung geworden. Da die Russin aber am 25. Januar 2017 des Dopings überführt worden war, wurde Okagbare die Silbermedaille zugesprochen.

Bei der WM 2013 in Moskau holte Okagbare Bronze über 200 Meter und Silber im Weitsprung. Ihre Bestzeit über 100 Meter liegt bei 10,79 Sekunden, womit sie als erste Frau ihres Kontinents die Marke von 10,80 Sekunden unterbot. Nach Tokio reiste sie mit einer Jahresbestzeit von 10,89 Sekunden an.

Zehn Nigerianer ausgeschlossen

Nach den weitreichenden Dopingskandalen um Russland und Kenia könnte nun Nigeria zum nächsten großen Problemfall geworden sein. Am Mittwoch hatte die AIU zehn nigerianischen Leichtathleten und Leichtathletinnen neben zehn Sportlern aus sechs anderen Nationen den Start in Tokio untersagt, weil sie sich im Vorfeld der Spiele keinem ausreichenden Testprogramm unterzogen hatten.

Okagbare, neben Weitspringerin Eze Brume der Star im Team, war nicht unter den Ausgeschlossenen.

Kenias Sprinter Odhiambo positiv

Auch der kenianische Sprinter Mark Odhiambo wird nicht an den Start gehen. Drei Tage vor seinem Olympia-Start in den Vorläufen über 100 Meter ist Odhiambo positiv auf die verbotene anabole Substanz Methasteron getestet worden. Wie die Internationale Test-Agentur mitteilte, wurde der 28 Jahre alte dreimalige Afrikameister im Sprint am vergangenen Mittwoch zur Trainingskontrolle in Tokio gebeten.

Odhiambo sei vorläufig suspendiert worden und durfte bei den Sprint-Vorläufen nicht starten. Nach Ita-Angaben hat er die Ad-hoc-Kammer des Internationalen Sportgerichtshofes angerufen, um die Verhängung der vorläufigen Suspendierung anzufechten. Der Athlet habe zudem das Recht, die Analyse der B-Probe zu verlangen.

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