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28:23-Sieg gegen Norwegen : DHB-Sieben stößt Tor zum Viertelfinale auf

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Deutschlands Handballer haben mit dem zweiten Gruppensieg in Tokio Kurs auf das olympische Viertelfinale genommen. Das DHB-Team besiegte den EM-Dritten Norwegen mit 28:23 (14:11).

Die DHB-Auswahl kann mit einem Sieg im letzten Gruppenspiel gegen Brasilien am Sonntag aus eigener Kraft den dritten Platz in der Gruppe A perfekt machen. Bei einem Remis wäre das Team von Bundestrainer Alfred Gislason, in dem Uwe Gensheimer mit sechs Toren bester Werfer war, mindestens Vierter und damit ebenfalls sicher weiter.

Selbst eine knappe Niederlage könnte zum Einzug in die K.o.-Runde reichen, wenn Norwegen sein letztes Vorrundenspiel gegen den noch ungeschlagenen Rekord-Weltmeister Frankreich verliert.

Nikola Karabatic (l, Frankreich) und Steffen Weinhold

Olympia - Handball - DHB-Sieben verliert gegen Frankreich 

Die deutschen Handballer haben bei ihrem dritten olympischen Auftritt ihre zweite Niederlage kassiert. Das Gislason-Team unterlag Rekordweltmeister Frankreich mit 29:30 (13:16).

Anders als bei der ebenso knappen wie ärgerlichen Niederlage gegen Frankreich war die deutsche Mannschaft von Beginn an voll da. Vor allem die Abwehr stand kompakt - und dahinter war Torwart Wolff sofort auf Betriebstemperatur. Der 30-Jährige zeichnete sich mit zahlreichen Paraden aus und war der Garant dafür, dass die DHB-Auswahl nach 18 Minuten beim 8:3 mit fünf Toren vorne lag.

Zu diesem Zeitpunkt hatte Norwegens Superstar Sander Sagosen vom deutschen Rekordmeister THW Kiel noch gar nicht getroffen. Der 25-Jährige, der als einer der weltbesten Handballspieler gilt, wurde von der deutschen Deckung immer wieder aus dem Spiel genommen und kam erst nach 25 Minuten zu seinem ersten Torerfolg. Ganz anders die Schützlinge von Gislason, die ihre Angriffe wesentlich effizienter abschlossen als zuletzt.

Norweger erwischen besseren Start nach der Pause

Zudem erwies sich Gensheimer als sicherer Siebenmeterschütze - der 34 Jahre alte Linksaußen von den Rhein-Neckar Löwen verwandelte in der ersten Halbzeit alle vier Versuche. Nachdem Torwart Johannes Bitter kurz vor der Pause auch noch einen Siebenmeter von Sagosen parierte, nahm das DHB-Team ein Drei-Tore-Polster mit in die Kabine. Schon zur Pause verteilte DHB-Sportvorstand Axel Kromer ein Sonderlob.

Es war eine Top-Leistung von Andi Wolff, unterstützt durch eine gute Abwehr.
DHB-Sportvorstand Axel Kromer

Den besseren Start nach dem Wechsel erwischten die Skandinavier, die mit zwei schnellen Toren den Anschluss schafften. Doch das DHB-Team ließ sich davon nicht beeindrucken. Nach gut 40 Minuten versenkte Gensheimer auch den fünften Siebenmeter sicher zum 20:16.

Als Kai Häfner kurz danach erhöhte, ballte Gislason an der Seitenlinie vor Freude die Faust. Doch Norwegen kämpfte sich zurück und war beim 22:21 wieder dran. Gislason schickte Bitter für Wolff zwischen die Pfosten - und auch der 38-Jährige lieferte eine Klasseleistung ab. So konnte die deutsche Mannschaft am Ende endlich einen Sieg gegen einen Großen des Welt-Handballs bejubeln.

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