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Kommentar

Olympia in Tokio - Spiele mit einer besonderen Magie

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Das weltgrößte Sportereignis war weit mehr als eine Sportveranstaltung und hat einen verdienten Sieger: das Gastgeberland. Das IOC ist durch einen Mangel an Gesten aufgefallen.

Das neue Nationale Stadion in Tokio für Olympia und die Paralympics.
Das neue Nationale Stadion in Tokio für Olympia und die Paralympics.
Quelle: AP

Martin Wolfram nimmt in den Ergebnislisten dieser Spiele keine besondere Rolle ein. Der junge deutsche Wasserspringer hat den siebten Platz beim Springen vom Drei-Meter-Brett erreicht. Nach einer schweren Schulterverletzung war für ihn allein die Teilnahme der sportliche Höhepunkt seiner Karriere.

Stockend, mit Tränen in den Augen sagte er: "Ich bin ganz ohne Medaille ein Gewinner." Wer dieses bewegende Interview im ZDF gesehen hat, versteht, warum so viele Sportlerinnen und Sportler ein Strahlen im Gesicht haben, wenn sie von Olympia sprechen.

Ohne Medaille ein Gewinner: Wasserspringer Martin Wolfram landet vom Drei-Meter-Brett auf Rang sieben und verdrückt im Interview ein paar Tränen - vor Stolz und Glück.

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Das war auch bei diesen Pandemie-Spielen ohne Zuschauer so. Das Publikum fehlte, es gab nicht die Atmosphäre, die den Sport ausmacht. Aber die Athleten haben die Spiele trotzdem genossen, als Höhepunkt nach jahrelanger, disziplinierter Vorbereitung.

Japan - ein guter Gastgeber

Möglich gemacht hat diese Weltbühne der Gastgeber. Die Japanerinnen und Japaner haben herausragende Sportstätten präsentiert und mit ihrer höflichen und zurückhaltenden Art diese Spiele geprägt.

Ihnen gebührt der Dank der Sportwelt. Eine Absage hätte den Traum vieler Athletinnen und Athleten zerstört.

IOC im Kreuzfeuer der Kritik

Von der Haltung der Japaner hat das IOC profitiert und ist selbst durch fehlende Sensibilität für die richtigen Gesten aufgefallen. Für die japanischen Zeitungen war der IOC-Präsident durch sein Verhalten "Baron der Abzocke", das wirtschaftliche Risiko lag und liegt bei der japanischen Organisation.

Warum das IOC dem Wunsch nicht entsprochen hat, am Freitag, 6. August, um 8.46 Uhr dem Atombomben-Abwurf über Hiroshima zu gedenken und die Spiele für eine Minute zu unterbrechen, bleibt falsch und unverständlich.

Tokio hat einmal mehr belegt: Olympische Spiele sind eine gigantische Leistungsschau, geprägt von viel Kommerz. Olympische Spiele entfalten selbst unter Corona-Bedingungen ihre ganz eigene Magie.

Eine Bilanz der Olympischen Spiele in Tokio im Zeichen der Corona-Pandemie.

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