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Mihambo und von Bredow-Werndl - Kunst im Kopf

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Weitspringerin Malaika Mihambo und Dressurreiterin Jessica von Bredow-Werndl erklären im aktuellen sportstudio, woher sie in entscheidenden Momenten die nötige Gelassenheit nehmen.

Die Olympiasiegerinnen Jessica von Bredow-Werndl und Malaika Mihambo über ihr Erfolgsrezept

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Einen einzigen Sprung hatte Malaika Mihambo noch, um aus Bronze Gold zu machen, eine letzte Chance. Jetzt bloß kein Nervenflattern. Der Anlauf, mit dem sie in dieser Saison zu kämpfen hat, musste sitzen. Und das gelang. Die 27 Jahre alte Weitspringerin von der LG Kurpfalz flog in Tokio im sechsten und entscheidenden Durchgang auf 7,00 Meter und damit zum Olympiasieg.

Sie hatte in der letzten Chance nicht das drohende Scheitern gesehen. Sondern "ich habe mich einfach gefreut auf die Chance, die noch vor mir lag. Da habe ich es geschafft, ganz ruhig zu bleiben, auf mich zu vertrauen, auf meine innere Stärke", erzählte Mihambo nun im aktuellen sportstudio.

Jessica von Bredow-Werndl im aktuellen sportstudio

Fünfkampf | von Bredow-Werndl - Reiter-Pferd-Verhältnis "Glücksache" 

Jessica von Bredow-Werndl hat sich im aktuellen sportstudio kritisch zum Modernen Fünfkampf geäußert. Ein gutes Verständnis zwischen Pferd und Reiter sei "Glücksache".

In perfekter Harmonie

Bei Doppelolympiasiegerin Jessica von Bredow-Werndl war der Kampf um die Siege mit dem Team und im Einzel weniger deutlich erkennbar. Es schien, als würden sie und ihre Trakehnerstute Dalera ganz selbstverständlich in Perfektion harmonieren.

Doch die 35 Jahre alte Dressurreiterin aus Aubenhausen erklärte, dass sie wie Mihambo mit Meditation und Yoga viel an ihrer inneren Gelassenheit arbeite: "Das Pferd schwingt in einer ähnlichen Frequenz wie ich, die spürt alles, wenn ich nervös bin, übertrage ich die Nervosität auf mein Pferd. Ich muss mich und meine Gefühle und Gedanken kontrollieren."

Einen Tag nach Gold im Team gab es jetzt in der Einzel-Kür im Dressurreiten zwei weitere Medaillen. Jessica von Bredow-Werndl holte Gold, Isabell Werth Silber.

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Talent gepaart mit Lockerheit

Sich die nötige Lockerheit für große Siege erarbeiten zu können, ist neben herausragendem Talent für die eigene Disziplin und ungewöhnlicher Trainingshärte wohl eine der wichtigsten Eigenschaften großer Sport-Stars. Von Bredow-Werndl hat bei ihrem Olympia-Debüt gezeigt, dass sie es kann.

Ihr Pferd hat in einer jahrelangen Ausbildung gelernt, auf jedes Muskelzucken seiner Reiterin zu reagieren. Dalera weiß, was zu tun ist, wenn von Bredow-Werndl die Pobacken anspannt, die Bauchmuskulatur, oder wenn sie mit dem Ringfinger zuckt. "Wenn ich tief durchatme, spüre ich, wie auch das Pferd wieder atmet", erklärte die Reiterin.

Welt-, Europameisterin und jetzt Olympiasiegerin: Malaika Mihambo hat den Goldmedaillen-Satz komplett, die Ziele sind ihr aber nicht ausgegangen: Auf die Weite kommt's nun an.

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Perfektion hat ihren Preis

Zuckt ein falscher Muskel oder schweifen ihre Gedanken ab, wird das Pferd irritiert und es passiert ein Fehler. Perfektion hat eben ihren Preis. "Es sieht so leicht aus, aber es braucht 100 Prozent Körperbeherrschung", erklärte von Bredow-Werndl: "Das ist wie beim Tanzen, und ich bin der führende Part." Sie trägt die Verantwortung. Sie darf sich keinen Fehler erlauben, wenn sie möchte, dass auch ihr Pferd keinen macht. Das ist Kunst im Kopf.  

Malaika Mihambo hat schon vor zwei Jahren bei der Leichtathletik-WM in Doha gezeigt, dass sie eine mentale Großmeisterin ist. Damals war der dritte Durchgang der für sie entscheidende. Sie drohte den Endkampf mit weiteren drei Sprüngen zu verpassen. Sie hatte noch eine Chance, um im Wettbewerb zu bleiben. Jetzt bloß kein Nervenflattern. Sie musste ihr Können, das sie schon die ganze Saison auf Weiten jenseits der Sieben-Meter-Marke fliegen ließ, abrufen. Und das gelang. 7,30 Meter. Bestleistung. WM-Gold.

Ausnahmeathletin Mihambo

Tokio war dann die Wiederholung dieser mentalen Glanzleistung unter erschwerten Bedingungen. Nach der Corona-Saison 2020, in der Mihambo nur aus verkürztem Anlauf gesprungen war, um ihrem Körper ein wenig Schonung zu verschaffen, fand sie in diesem Jahr nach der Rückumstellung nicht zu ihrer alten Sprungstärke zurück. Aber es sind eben nicht allein Anlauf, Absprung und Flug, die Mihambo zu einer Ausnahmeathletin machen.

Auch sie ist eine Kopf-Künstlerin. "Ich versuche, sehr viel zu reflektieren, mich selbst und meine Gedanken", erklärte sie: "Wenn man mit sich im Reinen ist, kann man sich auf die Dinge konzentrieren, die anstehen, auf die Dinge, die wichtig sind." Auf die eine verbliebene Chance etwa. Und dann fliegt man eben so weit, wie es nötig ist für den Olympiasieg.

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