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Impfreihenfolge außer Kraft? : Olympia-Impfplan für deutsche Athleten steht

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Die Teilnahme deutscher Athlet*innen an Olympia in Tokio rückt näher. Der vorolympische Corona-Impfplan steht jedenfalls - obwohl damit an der Priorisierung gerüttelt wird.

Eine Spritze mit dem Corona-Impfstoff von Pfizer/Biontech. Archivbild
Spritze für Olympia
Quelle: Sebastian Gollnow/dpa

Laut Bundesinnenministerium sollen die deutschen Sportler*innen ab dem 3. Mai gegen das Coronavirus geimpft werden. Bei den Impflingen handelt es sich laut einer Sprecherin um Sportlerinnen und Sportler, "die eine realistische Chance auf eine Qualifikation für Tokio beziehungsweise sich bereits qualifiziert haben" sowie deren Betreuer, die mit nach Tokio fliegen. Das Ministerium geht von rund 1.400 zu impfenden Personen aus.

Die meisten Sportler*innen wollen Impfung

Verimpft wird gemäß der Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) für Personen unter 60 Jahren ein sogenanntes mRNA-Vakzin, voraussichtlich von Biontech/Pfizer. Aus logistischen Gründe werde nur ein Impfstoff verteilt, der in größeren Mengen zur Verfügung steht.

Das Impf-Interesse der deutschen Sportlerinnen und Sportler ist groß. Bei einer Befragung hatten laut Deutschem Olympischen Sportbund (DOSB) 92 Prozent der Rückläufer einen Impfwunsch geäußert. Nur acht Prozent lehnten ab. 15 Prozent der Aktiven sind bereits geimpft. Bis zuletzt hatten der DOSB und viele Sportler*innen betont, dass sie sich in der Impfschlange nicht vordrängeln wollten.

Der alte und neue IOC-Präsident Thomas Bach im ZDF-Interview über die Spiele in Corona-Zeiten in Tokio, die Chancengleichheit für Athleten sowie die Kritik an den Peking-Spielen.

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10 min
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IOC-Präsident Bach gibt sich optimistisch

Gleichzeitig wächst die Hoffnung, dass die Sommerspiele wie geplant vom 23. Juli bis 8. August stattfinden können. Vor allem die hohe Ablehnung der japanischen Bevölkerung - 72 Prozent sprachen sich zuletzt gegen die Spiele in Tokio aus - hatten Unmut geschürt.

IOC-Präsident Thomas Bach zerstreute jedoch sämtliche Zweifel. Die um ein Jahr verschobenen Sommerspiele bleiben "die am besten vorbereiteten Spiele in der Geschichte", sagte Bach nach einer Sitzung der IOC-Exekutive.

100 Tage vor den Olympischen Spielen in Tokio ist die Skepsis der Japaner hinsichtlich einer Durchführung gestiegen - nicht zuletzt wegen steigender Coronazahlen im Land.

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Keine Impfpflicht geplant

Zum Thema Impfen sagte Bach, dass man alle Teilnehmer*innen zu einer Impfung ermutigen wolle. Die NOKs würden die Impfungen der Athleten in ihren Länder fördern. "Wir können sagen, dass jetzt eine große Anzahl von den Bewohnern des olympischen Dorfes geimpft sein wird, für die eigene Sicherheit, aber auch für die Sicherheit der japanischen Bevölkerung". Eine Impfpflicht für Olympia-Beteiligte soll es nicht geben.

Impfungen gegen das Coronavirus: Die Priorisierung

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