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Olympia 2020 findet 2021 statt

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Olympische Spiele in Tokio - Olympia 2020 findet 2021 statt

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Die Olympischen Spiele in Tokio werden ins Jahr 2021 verschoben. IOC-Präsident Thomas Bach ist der Bitte von Japans Ministerpräsident Shinzo Abe um Verschiebung nachgekommen.

Wegen der Corona-Pandemie werden die Tokio-Sommerspiele verschoben. Die Wettkämpfe sollen spätestens im Sommer 2021 stattfinden, so das Internationale Olympische Komitee.

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Die sporthistorische Entscheidung zu einer Verlegung der für die Zeit vom 24. Juli bis 9. August geplanten Sommerspiele sowie den darauffolgenden Paralympischen Spiele (25. August bis 6. September) war durch die Coronavirus-Pandemie und die nicht absehbare weitere Entwicklung unabdingbar geworden. "Ich habe vorgeschlagen, die Spiele um ein Jahr zu verschieben, und Präsident Bach hat dem zu 100 Prozent zugestimmt", sagte Abe Reportern in Tokio nach dem entscheidenden Gespräch mit dem IOC-Präsidenten Thomas Bach.

Ein genauer Ersatztermin ist noch nicht bekannt. "Den Zeitrahmen haben wir noch nicht diskutiert. Das werden die Koordinierungskommission und das Organisationskomitee machen", sagte Bach nach der Entscheidung.

Auch das Internationale Paralympische Komitee (IPC) hat die Verschiebung der Paralympics bestätigt. "Die Spiele zu verschieben, ist das absolut Richtige", sagte IPC-Präsident Andrew Parsons: "Es ist einfach nicht möglich, irgendein Sportereignis während dieser Pandemie auszutragen." 

Einigung per Telefonschalte

Abe betonte am Dienstagmorgen, die Olympischen Spiele im kommenden Jahr sollten zum "Beweis" für den Sieg der Menschheit über die Pandemie werden. Nach Angaben des Gouverneurin der Präfektur Tokio, Yuriko Koike, sollen die Wettkämpfe in einem Jahr weiter als "Tokio 2020" bezeichnet werden. Das IOC bezeichnete die Unterredung in einer Mitteilung mit den Verantwortlichen in Japan als "freundlich und konstruktiv".

Stimmen zur IOC-Entscheidung

Weiter hieß es in der Erklärung: "Unter den gegenwärtigen Umständen und auf der Grundlage der heute von der WHO bereitgestellten Informationen sind der IOC-Präsident und der japanische Premierminister zu dem Schluss gekommen, dass die Spiele der XXXII. Olympiade in Tokio auf einen Zeitpunkt nach 2020, jedoch nicht später als im Sommer 2021 verschoben werden müssen, um die Gesundheit der Athleten, aller an den Olympischen Spielen Beteiligten und der internationalen Gemeinschaft zu schützen."

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Bach: "Es gibt viele Puzzlestücke"

Die Spiele sollen spätestens im Sommer 2021 stattfinden. Wann genau, ist noch offen. "Es kommen 11.000 Athleten aus 206 Ländern zusammen, die Fans, die Sponsoren, die Verbände und so weiter. Es gibt so viele Puzzlestücke. Das braucht Zeit", sagte der IOC-Chef. Er sei zuversichtlich, dass ein guter Zeitpunkt gefunden werde.

Als Grund für die beschleunigte Entscheidung zu einer Verschiebung nannte Bach die jüngsten Entwicklungen der Corona-Krise auf mehreren Kontinenten. So gebe es "alarmierende Zahlen" in Südamerika und Ozeanien, auch die Lage in Afrika gebe Anlass zur Besorgnis. "In viereinhalb Monaten hätten in Japan sichere Bedingungen angeboten werden können. Aber es gab eine große Welle in der Welt", erklärte Bach.

Fackel bleibt in Japan

Auch der Fackellauf wurde verlegt. Dies teilte OK-Chef Yoshiro Mori mit. Die Flamme sollte am Donnerstag ihren Weg durch die 47 Präfekturen Japans antreten. Der symbolträchtige Start war in der Präfektur Fukushima geplant, die 2011 durch das Erdbeben und den folgenden Tsunami zerstört worden war.

Das IOC und sein Präsident einigten sich bei der Verschiebung der Spiele darauf, dass die Olympische Flamme bis zur Austragung der Spiele in Japan bleiben wird. Sie soll in den aktuell schwierigen Zeiten als Licht am Ende des Tunnels dienen. Der Fackellauf sollte ohnehin in kleinerem Rahmen als geplant durchgeführt werden. Auf der Route sollte es in den verschiedenen Orten keine Empfangszeremonien geben, die Abschiedsfeierlichkeiten sollten unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden.

ZDFsport-Reporter Markus Harm zur Verschiebung der Olympischen Sommerspiele nach langer Hängepartie.

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Zu großes Risiko

Das IOC hatte am vergangenen Sonntag zunächst angekündigt, binnen vier Wochen zu entscheiden, ob die Sommerspiele stattfinden sollen und wollte über alternative Szenarien beraten. Da ein Ende der Coronavirus-Pandemie im Augenblick nicht absehbar ist, wäre eine auch angedachte Verlegung der Tokio-Spiele in den Herbst ein zu großes Risiko gewesen.

Kanada, Norwegen und Australien hatten angekündigt, in diesem Jahr wegen der unkalkulierbaren gesundheitlichen Risiken nicht teilnehmen zu wollen. Der Deutsche Olympische Sportbund hatte zuvor ebenfalls für eine Verschiebung um ein Jahr plädiert, was auch als machbarste Alternative galt.

DOSB goutiert Entscheidung

Das hilft vor allem den Athleten.
DOSB-Stellungnahme

"Die nunmehr schnelle und klare Entscheidung zur Verschiebung der Olympischen und Paralympischen Spiele ist ein richtiger und enorm wichtiger Schritt für den internationalen Sport und die gesamte Weltgemeinschaft", hieß es in einer Stellungnahme des Deutschen Olympischen Sportbundes. "Das hilft vor allem den Athleten, indem es den Trainings- und Qualifikationsdruck in dieser schwierigen Phase nimmt."

Auch Athletensprecher Jonathan Koch begrüßte die Entscheidung. "Es ist schön, dass die Verantwortlichen beim IOC ein Einsehen haben und sich nun auch solidarisch mit der Weltgemeinschaft zeigen", sagte der frühere Ruderer dem Sport-Informations-Dienst (sid). Koch hatte die ungewisse Lage für die Athleten während der Coronakrise zuvor als "kaum zumutbar" bezeichnet.

Eine Verlegung auf 2022 wäre problematisch gewesen, da im Februar des Jahres die Olympischen Winterspiele stattfinden und in den Wochen vor Weihnachten die Fußball-WM ausgetragen wird.

Bei ARD, ZDF und Eurosport live im TV

Die TV-Übertragungsrechte bleiben bei ARD, ZDF und Eurosport. "Das ZDF hat auch die Fernsehrechte für die Olympischen Spiele im Jahr 2021», sagte ZDF-Sportchef Thomas Fuhrmann: "Wir werden unsere Planungen anpassen, sobald wir Details kennen." Ähnliche Aussagen gab es von der ARD.

Das Erste und das Zweite haben beim Eurosport-Mutterkonzern Discovery die Sub-Lizenz bis 2014 erworben. Discovery unterstützt nach eigenen Angaben den Plan "voll und ganz, die Olympischen Spiele im Jahr 2021 auszutragen".

Probleme nach der Verschiebung

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