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Mark S. legt Geständnis ab

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Doping | Operation Aderlass - Mark S. legt Geständnis ab

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Vor allem Winter- und Radsportler seien seine Kunden gewesen: Der Mediziner Mark S. hat als Hauptangeklagter im Blutdoping-Prozess ein umfassendes Geständnis abgelegt.

Der Mediziner Mark S. hat als Hauptangeklagter im Blutdoping-Prozess ein umfassendes Geständnis abgelegt. Hauptsächlich Winter- und Radsportler seien seine Kunden gewesen.

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Der Sportmediziner Mark S. gab an, in der Zeit nach 2012 mit Doping manipuliert zu haben. Hauptsächlich Winter- und Radsportler seien seine Kunden gewesen.

Vorwurf: 150 Doping-Vergehen

Die Staatsanwaltschaft München wirft dem 42 Jahre alten Mediziner aus Erfurt fast 150 Vergehen vor. Mark S. räumte in einer von seinen Anwälten verlesenen Erklärung die meisten Taten ein, widersprach aber auch in gut einem Dutzend der aufgelisteten Fälle.

"Warum ich mich entschlossen habe, Eigenblutdoping zu betreiben, kann ich nicht mehr sagen", ließ S. verlauten - und:

Doping ist an der Tagesordnung, wenn man erfolgreich sein will.
Mark S.

Mark S.: Habe keinen Gewinn erzielt

Er habe aus den Augen verloren, dass er dem Sport schaden könne. Mark S. unterstrich, dass es ihm dabei nicht um Geld gegangen sei, sondern dass er nur kostendeckend gearbeitet habe: "Ich habe mit Doping keinen Gewinn erzielt."

Der Mediziner widersprach dem Vorwurf, die Athleten durch die Behandlungen in Gefahr gebracht zu haben: "Mir war immer wichtig, dass den Sportlern kein gesundheitlicher Schaden zugefügt wird."

Die Sportausschuss-Vorsitzende des Bundestages, Dagmar Freitag, nahm die Argumentation des Angeklagten mit Verwunderung auf. "Das Geständnis eröffnet einen Einblick in eine Denkweise, die fassungslos machen muss", sagte die Politikerin. Sie betonte die Bedeutung des 2015 verabschiedeten Anti-Doping-Gesetzes. "Die umfangreichen Ermittlungen und die grenzüberschreitende Zusammenarbeit staatlicher Behörden haben diesen Erfolg in der Dopingbekämpfung erst möglich gemacht", so Freitag: "Der organisierte Sport mit seinen limitierten Ermittlungs- und Verfolgungsinstrumenten wäre hier einmal mehr gescheitert."

In den ersten beiden Prozesswochen hatten schon zwei Helfer von Mark S. - die Krankenschwester Diana S. und der Rettungssanitäter Sven M. - ausgesagt und bestätigten die Ergebnisse der Ermittlungen in der sogenannten "Operation Aderlass".

Angeklagter Dirk Q. schweigt

Der Erfurter Arzt habe sie demnach damit beauftragt, Sportlern an diversen Orten Blut abzunehmen und zuzuführen. Das bestätigte nun auch der Mediziner selbst. Der Vater von Mark S. als weiterer Angeklagter hatte ausrichten lassen, von den Machenschaften seines Sohnes gewusst zu haben.

Einzig der fünfte Angeklagte in dem Verfahren, der Bauunternehmer Dirk Q., äußerte sich bislang nicht. Er sitzt neben Mark S. seit Anfang 2019 in Untersuchungshaft, weil er laut Staatsanwaltschaft ebenfalls Athleten Blut entnommen und wieder injiziert hat, unter anderem während der Olympischen Winterspiele 2018 in Pyeongchang.

Sein Anwalt hatte zu Beginn des Prozesses gefordert, das Verfahren wegen angeblich mehrerer Unrechtmäßigkeiten einzustellen.

Die österreichische Gemeinde Seefeld ist untrennbar mit der spektakulären Doping-Razzia vor etwa einem Jahr bei der Nordischen Ski-WM verbunden. Der Blutdoping-Skandal hält die Sportwelt seitdem in Atem.

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Urteil wohl kurz vor Weihnachten

Im größten deutschen Doping-Prozess seit Jahren sind insgesamt 26 Verhandlungstage anberaumt, ein Urteil wird kurz vor Weihnachten erwartet. Die Ermittlungen hatten im Januar 2019 nach einer ARD-Dokumentation und Aussagen des österreichischen Langläufers Johannes Dürr begonnen.

Am 27. Februar kam es daraufhin zu zwei Razzien, eine während der Nordischen Ski-WM 2019 in Seefeld und zugleich eine in Erfurt, bei der auch Mark S. verhaftet wurde.

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