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Paralympics - Radsport-Medaillen - Zeyen und Majunke triumphieren

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Handbikerin Annika Zeyen und Dreiradfahrerin Jana Majunke haben bei den Paralympics in Tokio Gold gewonnen. Und es gab noch mehr Erfolge im Radsport.

Gold für Annika Zeyen und Jana Majunke, das waren die Top-Ergebnisse fürs deutsche Radsport-Team bei den Paralympics. Damit aber nicht genug, es gab weitere Medaillen.

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Dreirad-Fahrerin Jana Majunke gewann bei den Paralympics in Tokio die fünfte deutsche Goldmedaille. Die Cottbuserin, die an spastischen Bewegungsstörungen leidet, setzte sich im Zeitfahren über 16 Kilometer nach 36:06,17 Minuten mit mehr als einer halben Minute Vorsprung vor der Australierin Carol Cooke durch.

Angelika Dreock-Käser holt Bronze

"Ich freue mich natürlich sehr. Es war auf keinen Fall locker, das ist Zeitfahren nie. Aber ich habe meine Konkurrenten am Berg überholt, das war das Entscheidende", sagte Majunke, die 2016 in Rio als 16-Jährige schon Bronze im Straßenrennen gewonnen hatte.

Ihre Vereinskollegin Angelika Dreock-Käser, die nach einem Schlaganfall erstmals bei Paralympics startete, holte Bronze und widmete die Medaille ihrem vor vier Wochen gestorbenen Mann.

Goldmedaillengewinnerin Annika Zeyen aus Deutschland jubelt auf dem Podium am 31.08.2021 in Shizuoka (Japan)
Radsport-Goldmedaillengewinnerin II: Annika Zeyen
Quelle: Reuters

Ex-Basketballerin triumphiert im Zeitfahren

Weltmeisterin Annika Zeyen gewann das Zeitfahren auf der ehemaligen Formel-1-Strecke am Fuße des Fuji und hatte nach 32:46,97 Minuten rund eine dreiviertel Minute Vorsprung.

Ihr Sieg im Zeitfahren mit dem Handbike war nicht nur ungewöhnlich, weil sie die einzige IPC-Angestellte ist, die in Tokio startet, und die einzige, die je einen Titel holte. Sondern auch, weil die querschnittsgelähmte Bonnerin 2012 noch Gold im Rollstuhlbasketball gewonnen hatte.

In zwei verschiedenen Sportarten Gold zu gewinnen, ist unglaublich. Das kann man nicht toppen.
Annika Zeyen

"Das war wirklich ein guter Augenblick, um mein allererstes Zeitfahren zu gewinnen", sagte die 36-Jährige, die erst zwei Jahren internationale Handbike-Rennen absolviert.

Zeyen: Im Einzelsport flexibler trainieren

Sie habe das auch nicht erwartet. "Ich hatte auch das ganze Rennen über nicht das Gefühl, dass es übermäßig gut lief." Selbst im Ziel habe sie gedacht, dass sie "bestenfalls Zweite" sei. Als ihr klar wurde, dass sie gewonnen hat, stieß Zeyen einen Freudenschrei aus.

Mit Basketball hatte sie aufgehört, um sich nicht mehr nach den Trainingszeiten des Vereins und der Nationalmannschaft richten zu müssen: "Im Einzelsport trainiert man nicht weniger, aber flexibler." Und obwohl die beiden Sportarten sich auf den ersten Blick grundlegend unterscheiden, hat sie viel aus ihrer ersten Karriere mitgenommen. "Ich war schon viele Jahre Leistungssportlerin", sagte sie. 

Ich weiß, was es heißt, sich zu quälen. Und ich bin sehr ehrgeizig und trainingsfleißig.
Annika Zeyen

Fette Medaillenausbeute im Radsport

Erwartungsgemäß möbelten die Radsportler die deutsche Bilanz in Japan am Zeitfahrtag auf. Rio-Champion Vico Merklein gewann Silber, Fahnenträger Michael Teuber und Kerstin Brachtendorf holten jeweils Bronze.

Merklein verpasste mit dem Handbike sein zweites Gold bei den Paralympics nur um zwei Sekunden, holte aber als Zweiter sein insgesamt viertes Edelmetall. "Mehr ging nicht. Ich bin total glücklich, dass es ist, wie es ist. Klar kann man noch einen besser fahren, aber das machen wir in drei Jahren", sagte der 44-Jährige.

Mit deutschen Medaillen im Radsport und in der Leichtathletik, dazu Rollstuhlbasketball und Sitzvolleyball.

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Bronze für "Oldie" Teuber

Teuber verpasste sein historisches fünftes Gold nacheinander im Zeitfahren nur um fünf Sekunden, holte bei seinen sechsten Spielen erstmals Bronze. "Ich bin stolz drauf, dass ich so stark gefahren bin. Wenn ich auf meine Leistungsdaten schaue, denke ich, dass es das beste Rennen meines Lebens war", sagte Teuber: "Mehr ist einfach nicht möglich gewesen, deshalb nehme ich Bronze gerne mit nach Hause."

Eine Überraschungsmedaille gewann Brachtendorf in der Startklasse C5. Die 49-Jährige holte als Dritte ihr erstes Edelmetall bei Paralympics. Erst drei Wochen vor den Spielen musste sich die Cottbuserin wegen eines Verschlusses der inneren Beckenarterie operieren lassen. "In meinem Kopf war schon alles abgesagt", sagte Brachtendorf

Jetzt stehe ich hier und habe eine Medaille, unfassbar.
Kerstin Brachtendorf

Die beiden Münchner Steffen Warias und Matthias Schindler gewannen zwei weitere Rad-Medaillen für Deutschland. Im Zeitfahren der Klasse C3 wurde Warias Zweiter hinter dem Briten Benjamin Watson und holte Silber. Schindler belegte Rang drei und durfte auf der ehemaligen Formel-1-Strecke am Fuße des Fuji über Bronze jubeln.

Denise Schindler und Andrea Eskau ohne Podestplatz

Denise Schindler und die 15-malige Medaillengewinnerin, Andrea Eskau, schafften es nicht aufs Podest. Schindler wurde nach Rang drei in der Bahn-Verfolgung im Zeitfahren der Klassen C1 bis C3 Neunte. Eskau landete mit einem Rückstand von 4:30 Minuten auf Platz fünf.

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