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Kehrer und Draxler bei PSG - Die Deutschen im Starensemble

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Wenn Paris SG gegen den FC Bayern im Champions-League-Finale spielt, könnten mit Julian Draxler und Thilo Kehrer auch zwei Deutsche auflaufen. Werdegang und Privates der Spieler.

Julian Draxler und Thilo Kehrer von PSG
Julian Draxler und Thilo Kehrer könnten am Sonntag mit Paris Saint-Germain Champions-League-Sieger werden.
Quelle: dpa

Wenn am Sonntag Paris Saint-Germain im Finale der UEFA Champions League gegen den FC Bayern München antritt, wird mit Thomas Tuchel nicht nur ein Deutscher bei PSG auf der Trainerbank sitzen. Auch auf dem Platz könnten zwei Deutsche für die Pariser auflaufen, die auch abseits des Platzes einiges verbindet. Während Thilo Kehrer hinten rechts gesetzt ist, dürfte Weltmeister Julian Draxler eher von der Bank kommen.

Thilo Kehrer

Der 1996 in Tübingen geborene Kehrer wechselte im Alter von 15 Jahren vom VfB Stuttgart zu Schalke 04. In der Knappenschmiede der Schalker wurde er 2015 unter Nachwuchstrainer Norbert Elgert, der schon Stars wie Leroy Sané oder Mesut Özil an die Profis herangeführt hat, deutscher A-Junioren-Meister. In der darauffolgenden Saison debütierte Kehrer im Alter von 19 Jahren für Schalke gegen den VfL Wolfsburg in der Bundesliga. Es sollten 44 weitere Spiele folgen, ehe er 2018 für die stolze Summe von 37 Millionen den Sprung ins Starensemble von Paris Saint-Germain wagte. Kurz darauf folgte auch das Debüt im DFB-Dress.

In Paris hat er sich in der zweiten Saisonhälfte dieses Jahres als fester Bestandteil der Mannschaft etabliert, ist bei Thomas Tuchel auf der rechten Abwehrseite nach dem Abgang von Thomas Meunier praktisch alternativlos. Kehrer war vor allem in den K.o.-Spielen der diesjährigen Champions-League-Saison ein Garant für die stabile PSG-Defensive, die in den zehn Spielen des bisherigen Wettbewerbs nur fünf Gegentore kassiert hat.

Abseits des Platzes ist er seit letztem Oktober vor allem mit seinem BWL-Studium beschäftigt, dass er parallel zu seiner Karriere vorantreibt. "Ich habe für mich herausgefunden, dass ich etwas für meinen Kopf tun und mich weiterbilden will", so der 23-Jährige in einem Interview mit dpa.

Ich denke, es ist wichtig für junge Fußballer, sich nie auszuruhen und nur auf den Sport zu konzentrieren. Denn der Kopf ist auch im Sport ein wichtiges Instrument.
Thilo Kehrer

Auch im Champions-League-Finale gegen Bayern wird sicherlich ein kühler Kopf gefragt sein.

Julian Draxler

Auch der 1993 in Gladbeck geborene Draxler wurde beim FC Schalke ausgebildet. Mit 17 Jahren und 117 Tagen ist er der jüngste Spieler, der jemals für die Schalker in der Bundesliga auflief. In derselben Saison wurde er mit der Mannschaft DFB-Pokalsieger. Noch im Dienste von S04 wurde er 2014 in Brasilien Weltmeister, dabei jedoch nur in einem Spiel eingewechselt - beim historischen 7:1 im Halbfinale gegen die Turnier-Gastgeber.

2017 führte er zudem die Nationalelf als Kapitän zum Sieg beim Confed-Cup und wurde als Spieler des Turniers ausgezeichnet. Auf Klubebene ging es über den Umweg VfL Wolfsburg 2016 nach Paris. Nach zwei zuletzt einsatzreichen Jahren ist er in der aktuellen Spielzeit meist nur Ersatz, musste sich zudem mit einer Verletzung und einer Erkrankung herumplagen.

FCB-Vorstandsmitglied Oliver Kahn ist begeistert vom "Speed und Tempo" seiner Bayern. Mit Blick aufs Finale am Sonntag warnt er vor der individuellen Klasse von Paris.

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Im 4-3-3-System von Thomas Tuchel scheint für den 26-Jährigen die geeignete Position zu fehlen. Er wird jedoch als Joker geschätzt und hat sein Spiel inzwischen weiterentwickelt. "Ich bin inzwischen ein Achter und habe in der vergangenen Saison teilweise Champions-League-Spiele auf der Sechs neben Marco Verratti gemacht", sagte er.

Ich bin bei PSG ein ganz anderer Spieler geworden.
Julian Draxler

Draxler, der wie Kehrer neben seiner Profikarriere noch BWL studiert, engagiert sich abseits des Platzes als Unicef-Pate. Er halte es für eine Pflicht sich für Kinder einzusetzen und für sie zu kämpfen. Für ihn selbst sei auch seine Familie ein wichtiger Faktor für seine Karriere gewesen, wie er auf seiner Homepage schreibt.

Mit seinem Vater ging er schon im Kindesalter die Spiele von Schalke im Stadion besuchen, um seinem Verein vor Ort die Daumen zu drücken. "Der familiäre Bezug zum Fußball, Spaß und mein früh entdecktes Talent waren die maßgeblichen Gründe, warum ich überhaupt so intensiv mit dem Fußballspielen begonnen habe", erklärt er - und will nun seiner langen Liste an Titeln noch die Königsklasse hinzufügen.

Eric Maxim Chuopo-Moting

Zwar läuft Eric Maxim Chuopo-Moting bei Länderspielen für Kamerun auf, der Siegtorschütze im Viertelfinale gegen Atalanta Bergamo ist jedoch in Hamburg geboren und durchlief verschiedene U-Nationalmannschaften des DFB.

In Deutschland spielte er für den Hamburger SV, den 1.FC Nürnberg, Mainz 05 und Schalke, ehe es über den Umweg Stoke City nach Paris ging.

Das Champions-League-Finale zwischen dem FC Bayern München und Paris Saint-Germain sehen Sie am Sonntag ab 20:15 live im ZDF und im Livestream auf ZDFheute.

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