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Tour de France - Konrad Sieger im Vorspiel zur Königsetappe

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Patrick Konrad hat die 16. Etappe der Tour de France gewonnen. Bei widrigem Wetter hatte der Österreicher auf dem anspruchsvollen Tagesabschnitt das größte Stehvermögen.

Patrick Konrad hat dem deutschen Team Bora-hansgrohe bei der Tour de France den zweiten Etappensieg beschert. Der 29-Jährige feierte bei peitschenden Windböen und starkem Regen nach ungemütlichen 169 Kilometern seinen ersten Etappensieg auf der Großen Schleife.

Pogacar bleibt in Gelb

Im Vorderfeld des Gesamtklassements blieb alles beim Alten, Tadej Pogacar behält das Gelbe Trikot mit 5:18 Minuten Vorsprung vor dem zweitplatzierten Kolumbianer Rigoberto Uran.

Die entscheidende Attacke setzte Konrad am vorletzten Anstieg aus einer Dreiergruppe heraus. Im Ziel hatte er 42 Sekunden Vorsprung vor dem Italiener Sonny Colbrelli. "Man spielt das hin und wieder schon mal im Kopf durch. Und wenn's dann wirklich passiert, ist man sprachlos", sagte Konrad im Interview mit ARD und ZDF.

Gescheiterter Fluchtversuch

Zu Beginn des Rennens nutzte Kasper Asgreen die knapp 40 Kilometer lange Abfahrt hinunter aus dem Fürstentum Andorra, um sich alleine abzusetzen. Am ersten Anstieg hoch zum Col de Port (zweite Kategorie) fand der dänische Zeitfahrmeister im früheren Weltmeister Michal Kwiatkowski und dem Italiener Mattia Cattaneo nur kurzzeitig Unterstützer. Auf der Abfahrt wurde das Trio schnell eingeholt.

Die Fluchtgruppe des Tages mit Jan Bakelants, Fabien Doubey und Konrad kristallisierte sich im Anstieg hinauf zum Tageshighlight heraus, dem Col de la Core (1395 Meter Höhe/erste Kategorie). Bis zum Gipfel betrug der Vorsprung der dreiköpfigen Gruppe auf das Hauptfeld fast sieben Minuten.

Konrads überraschender Antritt

Am vorletzten Berg, dem Col de Portet-d'Aspet (zweite Kategorie), überraschte Konrad seine Kontrahenten Bakelants und Doubey knapp drei Kilometer vor der Passhöhe mit seinem Antritt.

In der Folge bildete sich eine neun Fahrer starke Verfolgergruppe, dessen Druck Konrad auf am letzten steilen, aber kurzen Anstieg der vierten Kategorie standhielt.

Königsetappe am Mittwoch

Das Fahrerfeld wird am Mittwoch auf dem 17. Teilstück richtig gefordert. Die Königsetappe hatte Titelverteidiger Tadej Pogacar schon als größte Gefahr für seinen erneuten Triumph ausgemacht. Das 178,4 Kilometer lange Teilstück in den Pyrenäen wird Pogacar alles abverlangen.

Nach einem rund 120 Kilometer langen Einrollen stehen die drei schweren Berge Col de Peyresourde, Col de Val Louron-Azet (beide erste Kategorie) und die Bergankunft Col du Portet (HC) auf dem Plan. Letztere ist ein 16 Kilometer langer und erbarmungsloser Anstieg mit knapp neun Prozent mittlerer Steigung.

Mini-Chance für die Verfolger

Die drei Verfolger des Spitzenreiters Pogaca, Rigoberto Uran (Kolumbien), Richard Carapaz (Ecuador) und Jonas Vingegaard (Dänemark), dürften weitere Attacken setzen, um eine Minimalchance auf den Gesamtsieg wahren zu können.

Auch wenn der viermalige Sieger Chris Froome bereits sagte: "Ich würde sagen, wenn Tadej Pogacar auf seinem Rad bleibt, ist es vorbei. Er hat so viel Reife gezeigt." Für das Trio Uran, Carapaz und Vingegaard sowie Bora-hansgrohe-Profi Wilco Kelderman ist aber auch das Gesamtpodium ein attraktives Ziel.

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