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Amateursport muss ruhen - Profisport im November ohne Zuschauer

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Der beschlossene Zuschauerausschluss im Profisport für November trifft die Ligen abseits des Fußballs härter. Der Amateursport muss komplett ruhen.

Der beschlossene Zuschauerausschluss im Profisport für November trifft die Ligen abseits des Fußballs härter. Der Amateursport muss komplett ruhen.

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Der erneute Lockdown für König Fußball und die anderen großen Profiligen ist trotz rasant steigender Corona-Infektionszahlen abgewendet, der Profisport darf im November aber nur ohne Zuschauer stattfinden. Das beschlossen Bund und Länder im Rahmen einer ganzen Reihe an strengeren Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie.

Beschlossen wurde auch, dass der Amateursport ausgesetzt wird. Erlaubt ist nur Individualsport allein, zu zweit oder mit Menschen aus dem eigenen Hausstand. Die Maßnahmen gelten ab 2. November und sind bis Monatsende befristet.

Geschlossenes Restaurant in Berlin am 11.10.2020

Lockdown - Die neuen Corona-Regeln von Bund und Ländern 

Zur Eindämmung der Corona-Pandemie haben Bund und Länder einen Teil-Lockdown beschlossen. Er gilt ab Montag, 2. November, bis Monatsende - vorerst. Hier die Pläne im Überblick.

Zuschauer für Hallensport existenziell

Eine Verringerung der Zuschauer-Zulassung auf Null bringt vor allem professionelle Teamsport-Ligen im Basketball, Handball, Eishockey oder Volleyball weiter in finanzielle Bedrängnis. "Für den Profisport hinter dem Fußball ist das ein Schlag ins Kontor", sagte der Geschäftsführer der Handball-Bundesliga, Frank Bohmann, im ZDF. Die Liga sei bereits angeschlagen. "Jetzt sind wir noch einmal niedergeschlagen worden."

Bei allem Verständnis für die Priorisierung auf die Gesundheit hätte sich der HBL-Chef mehr Differenzierung der Politik gewünscht: "Unsere aufwändigen Hygienekonzepte haben bewiesen, dass der Besuch einer Sportveranstaltung ein geringeres Risiko ist, als einkaufen zu gehen." Dennoch wurde von der Politik "nun alles beiseite gefegt." Der Ligabetrieb solle aber bis mindestens Dezember fortgesetzt werden, so Bohmann.

HBL-Geschäftsführer Frank Bohmann über den Entschluss der Politik, für den Profisport im November keine Zuschauer zuzulassen.

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HBL und BBL wollen spielen - auch DEL2

Auch die Basketball Bundesliga (BBL) hält am geplanten Saisonstart am 6. November fest. Liga-Geschäftsführer Stefan Holz zeigte sich einerseits erleichtert, dass es keinen Spielbetriebs-K.o. gibt. Für einen kompletten Zuschauerausschluss gebe es aber dennoch "aus unserer Sicht fachlich-hygienisch keine Gründe dafür." Holz weiter: "Es werden von uns Hygienekonzepte verlangt, für die wir viel Geld in die Hand nehmen und mit ausgewiesenen Experten zusammenarbeiten.

Und obwohl die Testphase gezeigt hat, dass die Konzepte funktionieren, dreht man uns doch den Saft ab. Das ist bitter.
BBL-Geschäfsführer Stefan Holz

Auch die zweithöchste deutsche Eishockey Liga hält trotz des Zuschauerverbots für den Profisport im November am geplanten Saisonstart am 6. November fest. "Wir sind in erster Linie froh, dass der Spielbetrieb im Profisport erhalten werden kann", sagte DEL2-Geschäftsführer René Rudorisch. Ob die Deutsche Eishockey Liga (DEL) in ihre Spielzeit startet, ist derweil weiterhin unklar.

Handballer, Basketballer, Volleyballer und DEL wollen im Herbst in die neue Saison starten - und sie brauchen die Fans.

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DFL: Fans und Klubs wurden Verantwortung gerecht

Die 36 Vereine der Deutschen Fußball Liga (DFL) müssen sich nicht gänzlich auf eine neue Situation einstellen. Angesichts der steigenden Corona-Zahlen hatte es zuletzt schon Spiele ohne oder nur mit wenigen Hundert Zuschauern gegeben.

Die DFL reagierte ebenfalls mit einer Mischung aus Enttäuschung und Verständnis auf das neuerliche Zuschauerverbot: "Zweifelsohne erfordert die sich zuspitzende Pandemie-Lage zusätzliche Anstrengungen in allen Lebensbereichen", schrieb die Liga in einem Statement. Jedoch hätten die Vereine mit "großem Aufwand" Hygienekonzepte entwickelt, hieß es weiter: "Fans und Klubs haben darauf aufbauend, wo immer möglich, Hygiene- und Abstandsregeln nahezu ausnahmslos diszipliniert umgesetzt und sind damit ihrer Verantwortung gerecht geworden." Es sei daher "bedauerlich, wenn dies vorübergehend nicht mehr mögich ist."

Für die aktuelle Saison hatten die DFL wie der gesamte Sport im September von der Politik grünes Licht erhalten, zumindest bis zu 20 Prozent der Gesamtkapazität der Stadien auslasten zu dürfen.

Allerdings hatten die örtlichen Behörden weiterhin das Recht, die Zuschauerzahl zu reduzieren oder gar einen Ausschluss zu veranlassen. Dies ist nach dem sprunghaften Ansteigen der Corona-Fallzahlen zuletzt vielerorts geschehen. Auch für das kommende Wochenende ist bereits für zahlreiche Partien beider Ligen eine drastische Herabsetzung oder der Ausschluss von Fans verfügt worden.

DOSB mit Sorge

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) hat mit Sorge auf das temporäre Verbot im Freizeit- und Amateurbereich reagiert. Die Entscheidung solidarisch mitzutragen, falle "nicht leicht, weil sich die bereits sichtbaren und die für viele noch unsichtbaren Corona-Schäden in Sportdeutschland durch diese pauschale Maßnahme der Politik nochmals deutlich verstärken", sagte der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes, Alfons Hörmann. Der DOSB fordere "im Bereich der angekündigten Nothilfen, dass der Sport in seiner ganzen Vielfalt unproblematisch daran teilhaben kann."

"Die Not ist in der Coronakrise sehr groß. Viele Profiklubs stehen vor dem Abgrund", sagte DOSB-Präsident Alfons Hörmann im ZDF-Morgenmagazin.

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Ein Zettel, der an einem Geschäft klebt, weist auf den Mindestabstand von 1,5 Meter hin, der einzuhalten ist.
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