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Politt: "Hoffe, Veranstalter lernt daraus"

Laut Nils Politt und Roger Kluge hätten einige Stürze auf der 3. Etappe vermieden werden können. Im Vorfeld habe man angeregt, die Etappe früher zu neutralisieren.

Interview
1 min
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28.06.2021
28.06.2021

Renndirektor Thierry Gouvenou hat die Kritik an der Streckenführung der 108. Tour de France zurückgewiesen. "Es ist immer einfach zu sagen, dass es gefährlich ist, aber man muss erkennen, dass es immer schwieriger wird, Zielorte zu finden", sagte Gouvenou der Sportzeitung «L'Equipe» mit Blick auf die schlimmen Stürze auf der dritten Etappe am Montag.

"Für diese Etappe mussten wir Lorient, Lanester, Hennebont und Plouay von der Liste streichen, was uns zu gefährlich erschien. Wir haben keine mittelgroße Stadt mehr ohne Verkehrsinsel, Kreisverkehr oder Verengung", so Gouvenou. Vor zehn Jahren habe es bei der Tour de France 1100 gefährliche Punkte gegeben. "In diesem Jahr sind wir bei 2300."

Schmerzen, Schlüsselbeinbruch und Schulter ausgekugelt

Am Montag hatte es am Ende der Etappe mehrere Stürze gegeben. Dabei erwischte es auch den slowenischen Vorjahreszweiten Primoz Roglic, der mit Schmerzen am Steißbein und einem Rückstand von über einer Minute das Ziel erreichte. Der australische Topsprinter Caleb Ewan ging im Schlusssprint zu Boden und erlitt einen Schlüsselbeinbruch. Zuvor hatte sich der britische Ex-Sieger Geraint Thomas die Schulter ausgekugelt.

Man sieht das Ergebnis. Das ist einfach kriminell. Es ist schade, so viele Fahrer am Boden liegen zu sehen.
Nils Politt im ZDF

Wie der Kölner Radrennfahrer Nils Politt erklärte, waren die Fahrer vor der Etappe bei der Rennleitung vorstellig und baten darum die Drei-Kilometer-Regel bereits acht Kilometer vor dem Ziel anzuwenden. Diese besagt, dass innerhalb dieses Bereichs alle Fahrer mit der gleichen Zeit gewertet, auch wenn sie durch einen Sturz aufgehalten werden. Dies wurde von der Jury abgelehnt.

Primoz Roglic in Aktion.

Radsport - Tour de France - Sturz-Schock für Top-Favorit Roglic 

Zahlreiche Stürze prägten den dritten Tagesabschnitt der Tour de France: Betroffen waren einige der Topsprinter, aber auch mehrere Anwärter auf den Gesamtsieg.

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