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Radsport | Tour de France - Bennett gewinnt 10. Etappe im Massensprint

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Nach den negativen Corona-Tests haben 166 Fahrer die 10. Etappe der Tour de France in Angriff genommen. Schnellster im Ziel war Sam Bennett, der sein Glück kaum fassen konnte.

Der irische Radprofi Sam Bennett hat die zehnte Etappe der 107. Tour de France gewonnen. Der 29-Jährige vom Team Deceuninck-Quick Step setzte sich nach windumtosten 168,5 Kilometern zwischen Chateau-d'Oleron und Saint-Martin-de-Re an der Atlantikküste im Sprint vor Caleb Ewan (Australien/Lotto-Soudal) und Peter Sagan (Slowakei/Bora-hansgrohe) durch.

Greipel Sechster, Buchmann verliert weitere Zeit

Bester Deutscher wurde Andre Greipel (Israel Start-up Nation) als Sechster. Der slowenische Überflieger Primoz Roglic verteidigte sein Gelbes Trikot, wenngleich er durch einen Sturz kurzzeitig gebremst worden war. Roglic liegt im Gesamtklassement 21 Sekunden vor dem kolumbianischen Vorjahressieger Egan Bernal. Der Vorjahresvierte Emanuel Buchmann büßte weitere fünf Minuten ein.

Vor dem Start des zehnten Tagesabschnitts hatten alle 166 im Rennen befindlichen Fahrer die mit Spannung erwarteten Corona-Tests am Ruhetag ohne Befund passiert. Nicht jedoch der mächtige Tour-Patron Christian Prudhomme. Der Renn-Direktor war positiv auf das Corona-Virus getestet worden und sorgte damit für einen Riesen-Wirbel im Tross der 107. Tour.

"Ich werde die Tour für acht Tage verlassen. Ich werde mich wie jeder französische Angestellte in so einem Fall verhalten", sagte Prudhomme. Der Tour-Chef betonte, dass er keinen Kontakt zu den Fahrern gehabt und auch nicht der sogenannten Blase angehört habe.

Die Radfahrer bestreiten die zweite Etappe.

Tour de France - Alle Fahrer Corona-negativ, Tourchef positiv 

Entwarnung im Fahrerfeld der Tour de France: Alle Profis wurden negativ auf Corona getestet. In Quarantäne muss hingegen Tourchef Christian Prudomme.

Viel Wind und immer wieder Stürze

Der Sprint vor der atemberaubenden Kulisse der Île de Ré war schließlich das furiose Finale einer turbulenten Etappe mit einigen Stürzen und nicht ungefährlichen Windkanten-Attacken. Mit ein wenig Mühe hielten sich die Stars der Branche aber schadlos.

Zu Fall kamen auch der deutsche Klassikerspezialist Nils Politt sowie Jonas Koch. Politt verletzte sich an der Schulter, konnte die Fahrt aber fortsetzen. Aufgehalten wurden zwischenzeitlich neben Roglic auch die Klassement-Fahrer Guillaume Martin und Tadej Pogacar - allerdings ohne Folgen.

Etappensieg und Grünes Trikot für Bennettt

"Sorry, ich will jetzt echt keine Heulsuse sein", presste Bennett nach seinem ersten Etappensieg bei der Tour de France mit einem Schwall von Tränen hervor: "Aber das hier ist immer mein Ziel gewesen." Weil der 29 -Jährige auch seinem früheren Teamkollegen Sagan das Grüne Trikot abluchste, war es ein perfekter Tag für den Quick-Step-Sprinter.

In der ersten Tourwoche war Bennett auf die Plätze vier, zwei und drei gesprintet. Sechs Jahre lang war er zuvor für den deutschen Bora-Rennstall gefahren, doch der setzte im Sprint klar auf den Slowaken Sagan und den deutschen Topspurter Pascal Ackermann. "Sam hat gezeigt, dass er eine Tour-Etappe gewinnen kann", sagte Sagan nun anerkennend.

Man wartet so viele Jahre darauf, diese Chance zu bekommen. Es braucht Zeit, bis ich das realisiert habe. Es ist so eine Erleichterung.
Sam Bennett

Nächstes Sprinter-Duell am Mittwoch?

Zu einem nächsten Duell der beiden Rivalen könnte es bereits am Mittwoch kommen. Abgesehen von einem Berg der vierten Kategorie warten auf den 167,5 Kilometern von Châtelaillon-Plage nach Poitiers keine großen Schwierigkeiten.

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