ZDFheute

US-Verband setzt sich für Erlaubnis ein

Sie sind hier:

Proteste von Sportlern - US-Verband setzt sich für Erlaubnis ein

Datum:

Das Nationale Olympische Komitee der USA denkt über Änderungen der eigenen Regeln nach. Das USOPC kündigte an, sich für das Erlauben von Protesten seiner Sportler einzusetzen.

Archiv: Tommie Smith und John Carlos während den Olympischen Spielen 1968 in Mexico City
Was 1968 noch ein Skandal war, könnte bald erlaubt sein, ginge es nach dem US-Verband. Damals protestierten die US-Athleten Tommie Smith (M) und John Carlos (r) mit hochgereckten Fäusten gegen Rassismus.
Quelle: picture-alliance / United Archives/TopFoto

Das Komitee will sich dafür stark machen, dass US-Athleten politische Botschaften international verbreiten dürfen. Man werde eine von Athleten geführte Arbeitsgruppe einsetzen und die eigenen Regeln infrage stellen, die Hürden für den Fortschritt darstellten. "Inklusive eures Rechts, zu protestieren", hieß es in einem Schreiben des Verbands an die US-Sportler, über das die "Washington Post" berichtete. "Wir werden uns auch global für eine Veränderung einsetzen", hieß es zudem.

Regel 50 soll infrage gestellt werden

Damit könnte eines der wichtigsten Mitglieder des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) die sogenannte Regel 50 der olympischen Charta angreifen und infrage stellen. Diese Regel verbietet es den Teilnehmern bei Olympischen Spielen, sich politisch zu äußern. Die Regel wurde mehrfach kritisiert, auch die Sportler-Vereinigung "Athleten Deutschland" hält sie für falsch.

Athleten auf der ganzen Welt und aus allen Sportarten unterstützen die Anti-Rassismus-Bewegung in den USA. Auch die St.-Brown-Brüder sind als Betroffene auf die Straße gegangen.

Beitragslänge:
2 min
Datum:

Einem Bericht des "Daily Telegraph" vom Mittwoch zufolge wollen das IOC wie auch das Internationale Paralympische Komitee an ihren Richtlinien gegen politische Zeichen festhalten.

Zu früh für Entscheidungen

Demnach wären bei Olympia und den Paralympics in Tokio im nächsten Jahr auch Signale wie der symbolische Kniefall untersagt. Das IOC wolle aber 13 Monate vor den Sommerspielen in Japan noch nicht über mögliche disziplinarische Maßnahmen spekulieren, hieß es in dem Bericht weiter.

Die Anti-Rassismus-Proteste im Weltsport sollten am Mittwoch auch Thema bei einer Sitzung der IOC-Exekutive sein. Auslöser für das Schreiben des USOPC waren die Wortmeldungen vieler Sportler in den Vereinigten Staaten im Zusammenhang mit den landesweiten Demonstrationen.

Weltweite Proteste gegen Rassismus

Seitdem der Afroamerikaner George Floyd am 25. Mai bei einem brutalen Polizeieinsatz ums Leben gekommen war, protestieren in den USA Hunderttausende Menschen gegen Rassismus und Polizeigewalt gegen Schwarze. Sportler in vielen Ländern, darunter auch eine Reihe von Bundesliga-Fußballern, hatten sich angeschlossen.

Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Zur Merkliste hinzugefügt! Merken beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Um zu verstehen, wie unsere Webseite genutzt wird und um dir ein interessenbezogenes Angebot präsentieren zu können, nutzen wir Cookies und andere Techniken. Hier kannst du mehr erfahren und hier widersprechen.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, kannst du jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigst du dein Ausweisdokument.

Du wechselst in den Kinderbereich und bewegst dich mit deinem Kinderprofil weiter.