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Analyse des spanischen Meisters - Die Gründe für Reals Titel

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Real Madrid feiert den Gewinn der spanischen Liga und Trainer Zidane. Zu den Erfolgsfaktoren zählen aber auch altbekannte Stars und das Schlachtenglück - eine Analyse.

Die "Königlichen" sind wieder die Nummer eins im spanischen Fußball. Der Rekordmeister machte mit einem Sieg gegen Villareal den insgesamt 34. Titel klar.

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Mit einem 2:1 gegen Villarreal hat Real Madrid am Donnerstagabend zum 34. Mal den spanischen Meistertitel gewonnen. Nach 17 bzw. 19 Punkten Rückstand in den letzten beiden Spielzeiten gelang unter dem zurückgekehrten Trainer Zinédine Zidane wieder die Ablösung des FC Barcelona. Die wichtigsten Gründe dafür:

Zidanes ruhige Hand ...

Im Sommer erwartete das Publikum einen tiefgreifenden Umbruch. Tatsächlich gab Real mit mehr als 300 Millionen Euro so viel Geld für Neuzugänge aus wie nie zuvor.

Zidane überraschte jedoch, indem er doch wieder auf eine Achse aus alten Helden setzte. Die sechs Feldspieler mit den meisten Einsatzminuten, darunter Toni Kroos, waren bereits beim Champions-League-Triple zwischen 2016 und 2018 dabei.

... und sein Mut zur Rotation

Von der Kritik nach einem mäßigen Saisonstart ließ sich Zidane nicht irritieren. Besonders nach Ende der Corona-Pause schöpfte er im frenetischen Dreitages-Spielrhythmus dann die beträchtliche Tiefe seines Kaders aus. Reals 68 Ligatore wurden von 21 verschiedenen Spielern erzielt.

Kapitän Sergio Ramos lobte den Trainer im Siegesjubel als "einzigartigen Coach":

Was er auch anfasst, er tut es mit der Hand des Heiligen.
Sergio Ramos

Die Defensive: Europaweit unerreicht

Abwehrarbeit gehörte früher selten zu den Stärken von Real Madrid. Doch diese Saison stand in den großen Ligen Europas kein Defensivverbund so sicher wie der um die Innenverteidiger Ramos und Varane sowie Abräumer Casemiro.

Nur 23 Gegentore in 37 Spielen sind sechs weniger als Liverpool (36 Spiele), neun weniger als der FC Bayern (34) und sogar eines weniger als Paris St. Germain in der abgebrochenen Saison Frankreichs. Garant dafür war auch Torwart Thibaut Courtois, der in seiner zweiten Real-Saison seinen Ruf als Welttorhüter 2018 bestätigte.

Karim Benzema: Besser als Messi

Der französische Mittelstürmer war der überragende Offensivspieler der Königlichen, vielleicht sogar der ganzen Liga. Dabei musste er vorn oft ohne die ganz hochkarätige Unterstützung auskommen, weil Topeinkauf Eden Hazard häufig verletzt war und Gareth Bale mehr durch Mätzchen als durch Tore auffiel.

Benzema zeigte sich nicht nur gewohnt spielstark, sondern auch spielentscheidend. Von Reals 68 Toren erzielte er 21 – und kommt damit auf einen höheren Anteil als Lionel Messi beim FC Barcelona (23 von 81).

Schiedsrichter und fremde Schwächen

Die für die Madrilenen maximal noch möglichen 89 Punkte hätten im vergangenen Jahrzehnt nur einmal zum Meistertitel gereicht. Ihre Schlüsselserie von zehn Siegen nach der Corona-Pause wurde dabei von kontroversen Schiedsrichterentscheidungen begünstigt, die in Spanien große Diskussionen auslösten.

Real profitierte außerdem von der schwachen Saison des FC Barcelona und der zu späten Aufholjagd von Atlético. Schon weil es die direkten Duelle gegen Titelverteidiger Barça dominierte, ist Zidanes Team gleichwohl ein würdiger Champion.

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