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Fußball - Regionalliga - Festnahmen nach Krawallen in Münster

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Nach den Krawallen beim Regionalliga-Spiel zwischen Münster und Essen mit 30 Verletzten hat es Festnahmen gegeben. Zudem wurde ein Verfahren beim Verband eingeleitet.

Regionalliga West Pr. Muenster - Rot Weiss Essen am 14.09.2021 in Münster
Essener Ultras im Preußenstadion
Quelle: Team2

Nach den Fan-Ausschreitungen beim Regionalliga-Spiel zwischen Preußen Münster und Rot-Weiss Essen (2:3) am Dienstabend hat es zwei Festnahmen wegen gefährlicher Körperverletzung und Landfriedensbruchs gegeben. Dies bestätigte die Polizei Münster am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur.

Nach der Partie war es im Preußenstadion zu Krawallen gekommen, bei denen 30 Menschen verletzt wurden. 24 Personen wurden nach Polizeiangaben im Stadion vom Rettungsdienst behandelt. Vier Menschen mussten ins Krankenhaus gebracht werden, zwei wurden notärztlich versorgt.

Essener Ultras durchbrechen Tore

Nach Angaben der Polizei waren 800 Fans von Rot-Weiss Essen, "darunter etwa 200 Problemfans", zu dem Fußball-Spiel in Münster angereist. "Während der Partie zündeten die Anhänger beider Mannschaften Pyrotechnik. Nach dem Schlusspfiff durchbrachen die Essener Ultras aus dem Gästeblock heraus zwei Tore und stürmten über die Nordtribüne in Richtung der 120 Problemfans der Heimmannschaft", so die Beamten. Ein Stadionordner wurde laut Polizei schwer verletzt. Auch ein Rentner, der beim Sturm der Essener Anhänger von der Treppe der Nordtribüne gestoßen wurde, wurde schwer verletzt. Es werde wegen gefährlicher Körperverletzung, Widerstands und Sachbeschädigung ermittelt, so die Polizei.

"Eine ziemlich große Zahl von RWE-Fans haben Tore durchbrochen und Jagd auf Preußen-Fans gemacht. Das hat nichts mit Fußball zu tun und ist wirklich unerklärlich", sagte Münsters Klubsprecher Marcel Weskamp nach der Partie.

Verfahren beim Sportgericht eingeleitet

Nach Angaben der Polizei verlief der Einsatz "atypisch". Zwar musste die Partie knapp zwei Minuten wegen des Abbrennens von Pyrotechnik unterbrochen werden, das Spiel sei aber ansonsten friedlich abgelaufen. Zu den Ausschreitungen kam es nach Schlusspfiff.

"Nach vereinzelten Zusammenstößen beider Fanlager im Stadion trafen beide Gruppierungen außerhalb des Stadions wieder aufeinander", hieß es von der Polizei weiter. Die Polizei trennte beide Fanlager auch unter Anwendung von Pfefferspray und eskortierte die Essener Anhänger über die Autobahn zurück nach Essen.

Wegen Abbrennens von Pyrotechnik in beiden Fan-Lagern wurde aufgrund der Eintragung im Spielbericht des Schiedsrichters Timo Gansloweit ein Verfahren gegen beide Vereine beim Sportgericht des Westdeutschen Fußballverbandes (WDFV) eingeleitet.

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