Sie sind hier:

Kritik an Preisrichtern - Dressur-Equipe erneut Europameister

Datum:

Die deutsche Dressur-Equipe holt zum 25. Mal seit 1965 den EM-Titel. Dennoch verläuft der Tag am Teutoburger Wald nicht ganz ohne Zwischentöne.

Die deutsche Dressur-Equipe hat bei der EM zum 25. Mal seit 1965 den Titel in der Mannschafts-Wertung gewonnen.

Beitragslänge:
1 min
Datum:

Die deutsche Dressur-Equipe hat bei der EM in Hagen am Teutoburger Wald zum 25. Mal seit 1965 den Titel in der Mannschafts-Wertung gewonnen.

Von Bredow-Werndl setzt den Schlusspunkt

Olympiasiegerin Jessica von Bredow-Werndl mit Dalera, Rekord-Europameisterin Isabell Werth mit Weihegold, Dorothee Schneider mit Faustus und Helen Langehanenberg mit Annabelle machten den Hattrick nach Göteborg 2017 und Rotterdam 2019 perfekt und verwiesen Großbritannien und Dänemark auf die Plätze.

Dressurreiterinnen am 08.09.2021 in Hagen
Auf dem Weg zur Siegerinnen-Ehrung
Quelle: dpa

Den goldenen Schlusspunkt setzte Olympiasiegerin von Bredow-Werndl und ihre vierbeinige Traumtänzerin Dalera mit 84,099 Prozentpunkten. "Dalera ist so da, sie ist so im Hier und Jetzt, ich kann es kaum fassen", sagte die Reiterin.

Werth kritisiert die Preisrichter

Auch für Isabell Werth endete der Tag mit ihrer 21. EM-Goldmedaille somit zumindest etwas versöhnlicher. Wenige Stunden zuvor war die "Queen of Dressage" alles andere als amüsiert gewesen. "Ich finde nicht, dass wir überbewertet worden sind", sagte Werth sarkastisch, nachdem sie mit ihrer Stute Weihegold im Grand Prix "nur" 79,860 Prozentpunkte von den sieben Preisrichtern bekommen hatte.

"Lächerlich" fand sie das Urteil, sie habe nach 30 Jahren auf allerhöchstem Niveau "durchaus ein Gefühl dafür, wie eine Prüfung auszusehen hat". Es seien am Mittwoch "keine 83 oder 85 Prozent" gewesen, aber: "Es war ganz sicher irgendwo bei 80, 81." Dass "man vielleicht mal eine andere Mannschaft vorne haben will als immer nur die Deutschen, ist ja klar".

Archiv: Die Dressurreiterin Isabell Werth reitet auf Bella Rose in der Grand Prix Kür
Isabell Werth
Quelle: dpa

Briten patzen entscheidend

Auch die Bundestrainerin hatte Werth und Weihegold "über 80 gesehen", relativierte aber den aufkommenden Ärger. "Wir jammern hier auf hohem Niveau", sagte Monica Theodorescu: "79,8 ist jetzt nicht runtergewertet, es ist korrekt nach Reglement gerichtet worden." Sie unterstelle auch "wirklich niemandem, dass er herkommt mit der Idee, das oder das darf jetzt nicht mehr sein".

Trotz der zwischenzeitlichen Missstimmung eroberte Werth die Führung von Großbritannien zurück. Während sich die 52-Jährige mit ihren vieldiskutierten 79,8 auch an die Spitze der Einzelwertung setzte, patzte der Brite Carl Hester mit En Vogue mehrfach, und auch Schlussreiterin Charlotte Dujardin mit Gio konnte das Gold für ihr Team nicht mehr retten.

Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Zur Merkliste hinzugefügt! Merken beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Um zu verstehen, wie unsere Webseite genutzt wird und um dir ein interessenbezogenes Angebot präsentieren zu können, nutzen wir Cookies und andere Techniken. Hier kannst du mehr erfahren und hier widersprechen.

Sie haben sich mit diesem Gerät ausgeloggt.

Sie haben sich von einem anderen Gerät aus ausgeloggt, Sie werden automatisch ausgeloggt.

Ihr Account wurde gelöscht, Sie werden automatisch ausgeloggt.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, kannst du jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigst du dein Ausweisdokument.

Du wechselst in den Kinderbereich und bewegst dich mit deinem Kinderprofil weiter.