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Fußball und der erhoffte Restart - Business as unusual

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Am Mittwoch könnte für die Fußball-Bundesliga die Ampel auf Grün springen. Wenn die Liga dann wieder startet, werden viele Gewohnheiten aus den Stadien verschwinden.

Archiv: Geisterspiel zwischen Borussia Mönchengladbach und 1. FC Köln
Das bislang einzige Geisterspiel der Fußball-Bundesliga: Borussia Mönchengladbach gewinnt am 11. März gegen den 1. FC Köln mit 2:1.
Quelle: dpa

Sollte die Politik am Mittwoch in der Corona-Krise die Freigabe für Geisterspiele erteilen, wird es einen anderen Fußball geben. Das beginnt schon vor dem Anstoß: Gemeinsames Einlaufen mit den Kindern, die sonst von den Profis an die Hand genommen werden, entfällt ersatzlos.

Längere Ersatzbänke

Ebenso nehmen die Mannschaften nicht mehr Aufstellung, um sich abzuklatschen. Neu werden auch verlängerte Ersatzbänke sein, damit mindestens jeder zweite Sitz leer bleibt. Die Details in der organisatorischen Ausführung regelt das Konzeptpapier zu den Hygiene- und Sicherheitsvorkehrungen der Task Force.

Im Stadion sind maximal 300 Personen zulässig: jeweils 100 im Stadioninnenraum, auf der Tribüne und dem Außengelände. Die Funktionsteams inklusive Trainerstab müssen auf zehn Personen beschränkt bleiben, nur noch vier statt früher zwölf Balljungen stellen sich am Spielfeldrand auf.

Die Doku "Lockdown oder Lockerung?" aus der SPORTreportage

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25 min
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Drei Fotografen und zehn Print-Journalisten

Der Sanitätsdienst besteht nur noch aus einem Quartett, die zwei NADA-Dopingkontrolleure oder acht Greenkeeper kommen erst nach Spielschluss in den Innenraum. Und für die Medien sind nur noch drei Fotografen und zehn Print-Journalisten erlaubt.

Die leeren Ränge sind der augenfälligste Einschnitt. Mit der Kulisse fehlen die Emotionen, die eigentlich Kernbestandteil der Bundesliga sind. Gleichwohl warnt Sig Zelt, Sprecher von ProFans, davor, etwa über eine Fan-App Stimmung vom Band zu erzeugen: "Damit würde dem Fußball der letzte Rest an Authentizität genommen."

Bayern-Präsident Hainer über 50+1 und Geisterspiele

Krisen sind für den Ex-Adidas-Chef Herbert Hainer nichts Neues. Auch der Start in seinen neuen Job ist von einer Krise überschattet. Wie sich die Fußball-Bundesliga darin schlagen kann, erzählt der Bayern-Präsident im Interview mit Mario Kottkamp.

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Keine Vorgaben für Torjubel

Auch für Tim Meyer, dem Vorsitzenden der Task Force, geht es darum, dass die Geisterspiele zumindest halbwegs echt bleiben. Deshalb stand nie zur Debatte, dass die Spieler einen Mundschutz tragen. Auch Vorschläge, dass die Spieler in einer Freistoßmauer Abstand halten, habe es nicht gegeben. "Da würden die Zuschauer den Fußball nicht mehr als authentisch empfinden."

Aus demselben Grund sind auch keine Vorgaben für den Torjubel erlassen. Meyer kann sich aber vorstellen, "dass das Jubeln in diesen Zeiten etwas anders aussieht".

Statt sich in den Armen zu liegen, könnten die Spieler nur Fußsohlen oder Ellbogen zueinander führen. Oder aber: Die Danksagung vom Torschützen an den Vorlagengeber wird erst nach Spielschluss über die sozialen Netzwerke vorgenommen. Das wäre die sicherste Variante.

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