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Olympia - Ringen - Erste Medaille der Olympia-Geschichte?

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Am 1. August starten in Tokio die Ringkämpfe. Seit 2004 ist Ringen auch bei den Frauen olympisch. Aline Rotter-Focken kann für die deutschen Damen die erste Medaille gewinnen.

Aline Rotter-Focken am 18.09.2019
Aline Rotter-Focken (rot) bei der WM 2019 in Kasachstan.
Quelle: Imago

Ringen zählt zu den ältesten Sportarten der Welt und war bereits in der Antike als Teil des Fünfkampfs im Olympia-Programm. Auch bei den ersten Olympischen Spielen der Neuzeit 1896 war die Kampfsportart dabei und fehlte seitdem nur einmal. Doch für die Spiele in Tokio mussten die Ringer um ihre Teilnahme bangen.

Ringen vor dem Olympia-Aus

Vor acht Jahren hatte das Internationale Olympische Komitee (IOC) überlegt die jahrtausendalte Sportart ab 2020 aus dem Olympia-Programm zu streichen. Ein Grund war die niedrige TV-Quote. Am Ende entschied das IOC jedoch, dass Ringen bis 2024 olympisch bleibt.

Gerade für die Frauen, die im Ringen erst seit 2004 bei Olympia starten dürfen, war die Entscheidung des IOC im Kampf um mediale Aufmerksamkeit wichtig. Das gilt auch für Ringerin Aline Rotter-Focken. In Tokio geht sie zum zweiten und letzten Mal bei Olympischen Spielen an den Start.

Olympia-Medaille zum Karriereende

Die Weltmeisterin von 2014 zählt in ihrer Gewichtsklasse bis 76 Kilogramm zu den Besten. Jetzt kann Rotter-Focken als erste deutsche Ringerin eine Olympia-Medaille holen. 2016 in Rio de Janeiro wurde sie Neunte.

Ihre Chancen stehen gut. Seit 2019 gewann sie bei Welt- und Europameisterschaften jeweils Bronze. Im Juni besiegte die 30-Jährige die amtierende Europameisterin Epp Mae (Estland). Jetzt soll es Olympisches Edelmetall werden. Nach den Spielen wird sie ihre Karriere voraussichtlich beenden.

Griechisch-Römisch ist der Kampfstil der Deutschen Ringer

Bei den Männern ruhen die deutschen Medaillenhoffnungen auf den beiden griechisch-römisch-Ringern Frank Stäbler und Denis Kudla. Traditionell haben deutsche Ringer im griechisch-römischen-Kampfstil höhere Medaillenchancen. Seit Beginn der Olympischen Spiele der Neuzeit konnten sie in dieser Stilart 36 ihrer 50 Medaillen gewinnen.

Der zweifache Europa- und dreifache Weltmeister Frank Stäbler ist das bekannteste Gesicht im deutschen Ringen. Auch für ihn ist Olympia in Tokio das letzte große Highlight seiner Karriere. Bisher hat er mit Platz fünf in London und Platz sieben in Rio de Janeiro das Olympia-Podest zweimal knapp verpasst. Jetzt will der 31-Jährige, wie Aline Rotter-Focken, zum Abschluss seiner internationalen Karriere eine Olympische Medaille gewinnen.

Kristina Vogel und Frank Stäbler sind seit Jahren eng befreundet - und das merkt der Zuschauer. Der Ringer spricht über neue Regeln, Verletzungen, eine Corona-Erkrankung und mehr.

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Stäbler hungert für Olympia

Doch auf dem Weg dorthin hat Stäbler mit großen Widerständen zu kämpfen. In der Vorbereitung haben ihn eine Corona-Infektion und eine Schultereckgelenkssprengung zurückgeworfen. Bei der Europameisterschaft in diesem Jahr wurde er nur Zehnter.

Zudem muss Stäbler acht Kilogramm von seinen 75 Kilogramm Normalgewicht abnehmen, um in der olympischen Klasse bis 67 Kilogramm an den Start gehen zu können. Seine eigentliche Gewichtsklasse, bis 72 Kilogramm zählt im Ringen nicht zu den Olympischen Gewichtsklassen.

Kudla holte 2016 die einzige Medaille

Denis Kudla holte in Rio de Janeiro mit Bronze die einzige Medaille der deutschen Ringer. Auch in diesem Jahr zählt der 26-Jährige in der Gewichtsklasse bis 87 Kilogramm zu den erweiterten Favoriten.

Bei seinem letzten großen Test vor Olympia, der Europameisterschaft im April, hat er die Medaillenränge knapp verpasst und wurde Fünfter.

Olympia-Ringer Etienne Kinsinger trainiert 16 bis 20 Stunden die Woche am Olympia-Stützpunkt Saarbrücken. Nun geht's nach Tokio, mit im Gepäck: die Erinnerung an die Qualifikation.

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