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Russland-Ukraine-Konflikt : Gazprom-Partner Schalke in "großer Sorge"

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Der sich zuspitzende Russland-Ukraine-Konflikt erreicht auch den Sport. Im Fokus steht unter anderem Schalke 04, das seit Jahren vom russischen Unternehmen Gazprom gesponsert wird.

Schalke-Trikot mit dem Logo des Sponsoren Gazprom.
Die Profi-Fußballer des FC Schalke spielen mit dem Logo des russischen Energieunternehmens Gazprom auf der Brust.
Quelle: dpa

Der vom russischen Energieunternehmen Gazprom gesponserte Fußball-Zweitligist FC Schalke 04 verfolgt die politische Lage in der Ukraine nach der Anerkennung der ostukrainischen Separatistengebiete durch Russland "mit großer Sorge". Das erklärte der Verein in einer Stellungnahme der Klubführung. Ob Schalke Konsequenzen zieht, ist noch offen.

Der FC Schalke 04 wird die weitere Entwicklung beobachten, bewerten und nachdrücklich zum Frieden appellieren - zum Schutz der von der Krise betroffenen Menschen.
Mitteilung des FC Schalke 04

Schalke seit 15 Jahren Partner von Gazprom

Der Verein sei sich "seiner besonderen Rolle unter den deutschen Sportvereinen bewusst", teilte die Klubführung weiter mit: "Mit Gazprom Germania, einer deutschen Tochter des staatlichen russischen Energieunternehmens Gazprom, hat der S04 seit nunmehr 15 Jahren einen zuverlässigen Partner und einen relevanten Gaslieferanten der Bundesrepublik Deutschland an seiner Seite. Die Verantwortlichen des Vereins stehen im ständigen Dialog mit dem langjährigen Hauptsponsor."

Gazprom Arena in St. Petersburg (Russland)

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Die Politik reagiert mit Sanktionen gegen Russland. Der Sport könnte folgen, hält sich derzeit aber zurück.

Es stehe für den Klub "außer Frage, dass sich der Verein für Frieden und ein friedliches Miteinander einsetzt, die Mitglieder haben die Gewaltfreiheit im Leitbild festgeschrieben", betonte Schalke. In Paragraph 8 heißt es: "Von uns Schalkern geht keine Diskriminierung oder Gewalt aus." Diese Haltung habe man in Gesprächen mit Gazprom Germania geäußert.

Jeder weitere Spieltag mit dem russischen Staatsunternehmen auf der Brust ist hochproblematisch hinsichtlich der Glaubwürdigkeit des Vereins und seinem selbstauferlegten Leitbild nebst Wertekanon.
Raphael Brinkert, Marketingexperte

Marketingexperte Raphael Brinkert, der die Kampagne der SPD für die Bundestagswahl 2021 verantwortete und auf Schalke im Vorjahr den Zusammenschluss "Zukunftself" initiierte, erklärte gegenüber RTL/ntv: "Fest steht, dass die Situation untragbar geworden ist."

Gazprom-Sponsoring für Schalke elementar wichtig

Der Gazprom-Deal ist für den angeschlagenen FC Schalke finanziell elementar wichtig, doch Brinkert schlägt Kompensations-Möglichkeiten vor. "Sponsoren könnten einen Pool bilden, um den finanziellen Ausfall gemeinsam zu kompensieren", sagte er: "Es könnte Fan-Initiativen und Merchandise-Kollektionen geben und auch Bund und Länder könnten mit einem Überbrückungskredit helfen oder aber zeitlich limitiert mit der nationalen Impfkampagne auf der Trikotbrust werben."

Kurzfristig sei eine Trennung vom Hauptsponsor für Schalke "wirtschaftlich eine Herausforderung. Aber langfristig bietet sich dem Verein ohne Gazprom eine große Chance für einen kommunikativen Neustart."

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