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Weltcup-Auftakt in Sölden - Alpine als Vorreiter im Corona-Winter

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Mit den Riesenslaloms am kommenden Wochenende in Sölden (ZDF live) beginnt die Wintersportsaison. Angesichts von Corona ist es ein Start ins Ungewisse.

Nicole Schmidhofer beim Schneetraining am Rettenbachferner am 23.06.2020
Die Alpinen machen den Auftakt in eine angesichts der Corona-Pandemie ungewisse Wintersport-Saison.
Quelle: Imago

Das österreichische Sölden ist wie in jedem Jahr Schauplatz der ersten Weltcup-Rennen der alpinen Ski-Rennläufer - und doch wird am kommenden Wochenende (ZDF-Livestream und -TV) alles anders sein.

Test für den gesamten Wintersport

Im vielleicht doch nicht mehr so ewigen Eis des Rettenbachgletschers findet ein Lackmustest statt: In Zeiten von Corona und damit drohender Absagen steht nicht weniger als die Zukunft des gesamten Wintersports auf dem Prüfstand.

Dabei geht es in diesem Winter mit der WM 2021 in Cortina d'Ampezzo nicht allein um den Sport an sich, nicht um Sieger oder Besiegte. "Die Fokussierung muss darauf liegen, dass überhaupt etwas stattfinden kann", sagt Wolfgang Maier, Sportdirektor des Deutschen Skiverbandes (DSV):

Wenn wir nicht präsent sind, gehen 80 Prozent der Verbände pleite. Dann ist der Wintersport tot.
Wolfgang Maier, DSV-Sportdirektor

Sponsoren lebenswichtig

Die Angst ist verständlich: Ohne Rennen gibt's kein Geld von Sponsoren oder vom Fernsehen. Für den DSV hieße dies: Finden gar keine Weltcup-Wettbewerbe statt, fehlen ihm 93 Prozent seiner Einnahmen.

Nur sieben Prozent des Etats in Höhe von fast 37 Millionen Euro sind durch öffentliche Gelder gedeckt. Für den DSV ist es daher überlebenswichtig, dass seine zehn Weltcups bei Alpinen und Nordischen stattfinden - nur so kann er trotz der Corona-Pandemie Einnahmen generieren.

Strikte Corona-Regeln

Sölden ist nun der erste Ort, der die Corona-Richtlinien des Internationalen Ski-Verbandes (FIS) ebenso umsetzen muss wie die Vorgaben lokaler, regionaler und nationaler Behörden. Zuschauer sind nicht erlaubt. Die Hygienemaßnahmen werden rigoros sein, alle beteiligten Gruppen werden strikt getrennt werden.

In das Ötztal darf in dieser Woche nur rein, wer einen negativen Corona-Test vorweisen kann; vor Sölden wird eine mobile Laborstation aufgebaut. Um keine Touristen rund um die Rennen zu haben, wurden die beiden Riesenslaloms um eine Woche vorverlegt.

Logistische Herkulesaufgabe

Das Weltcup-Auftakt in Sölden wird zum Testlauf. Der DSV-Sportdirektor erwartet eine Antwort auf die Frage, "ob und wie wir danach in eine Weltcup-Saison starten können". So richtig los geht es ja erst im Dezember.

Logistisch wird der Weltcup-Winter ein Albtraum werden. Das gilt allein schon für die verpflichtenden Corona-Tests, die nicht älter als 72 Stunden sein dürfen. Sportler und Betreuer reisen freilich praktisch permanent umher und passieren dabei in der Regel auch Ländergrenzen.

Damit die Tests immer und an jedem Ort auf dem neuesten Stand sind, will der DSV mit einem Dienstleister zusammenarbeiten. Dieser würde die von den Athleten und ihren Betreuern selbst mitgeführten Testkits von einem Kurier abholen lassen, etwa im Hotel. Die Proben würden dann umgehend in ein zertifiziertes Labor im jeweiligen Land transportiert und dort untersucht. Das alles kostet den DSV 1,2 Millionen Euro für den Winter.

Das Aufgebot des Deutschen Skiverbandes für Sölden

  • Lena Dürr, Andrea Filser, Jessica Hilzinger, Lisa Loipetssperger
  • Stefan Luitz, Alexander Schmid, Fabian Gratz
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Liveticker, Termine, Weltcupstände

Ab auf die Piste! Oder doch nicht? Viele Skigebiete sind gleichzeitig Corona-Hotspots. In der kommenden Wintersport-Saison gibt es Änderungen für Betreiber und für Urlauber.

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