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Speerwerfer im sportstudio - Vetter: "Das Ziel ist Gold, ganz klar"

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Vetter ist weltweit der einzige Speerwerfer, der 2021 die 90-Meter-Marke übertroffen hat - und das schon sieben Mal. Nun will er in Tokio Gold holen.

Sprinterin Alexandra Burghardt, Speerwerfer Johannes Vetter und Basketballer Moritz Wagner sind kurz vor ihrer Abreise zu den Olympischen Spielen zu Gast im aktuellen sportstudio.

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Kein anderer deutscher Athlet gilt für die am kommenden Freitag startenden Olympischen Spiele in Tokio als so sicherer Goldmedaillen-Kandidat wie der Offenburger Speerwerfer Johannes Vetter. Der 28-Jährige wurde seit WM-Bronze 2019 in keinem Wettkampf mehr besiegt.

Er führt die Weltjahresbestenliste mit 96,29 Metern an, hat in diesem Jahr als einziger Werfer weltweit die 90-Meter-Marke übertroffen, und das bereits sieben Mal. Entsprechend selbstbewusst blickte Vetter im "aktuellen sportstudio" dem olympischen Speerwurfwettbewerb entgegen: "Das Ziel ist Gold, ganz klar."

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von Susanne Rohlfing

Vetter: Keine Angst vor Niederlagen bei Olympia

Alles andere wäre also eine Enttäuschung? "Jein", sagte der von Bundestrainer Boris Obergföll betreute Athlet und stellte klar: "Ich habe keine Angst vor Niederlagen." Er sei in den letzten Jahren gut gereift, habe viel durchgemacht, sei durch einige Täler gegangen. "Und auch da habe ich es geschafft, durchzukommen."

So wurde Vetter nach seinem WM-Sieg 2017 im Jahr darauf bei der EM nur Fünfter, während seine deutschen Kollegen Thomas Röhler und Andreas Hoffmann Gold und Silber holten. 2019 bremsten ihn verschiedenen Verletzungen aus und 2020, als er in der Form seines Lebens war und mit 97,76 Metern Deutschen Rekord warf - nur knapp am Weltrekord (98,49) von Jan Zelezny aus dem Jahr 1996 vorbei - fand Olympia einfach nicht statt.

Athleten in strenger Hygiene-Blase

Nun werden die Spiele ausgetragen. Mit einem Jahr Verspätung, aber unter dem ursprünglichen Namen "Tokio 2020". Ohne Zuschauer und für die Athleten in einer strengen Hygiene-Blase.

Sie werden sich nur im Olympischen Dorf, das bereits als "Isolierstation" bezeichnet wird, und an ihren Wettkampfstätten aufhalten dürfen. 48 Stunden nach ihrem Wettbewerb müssen sie Japan wieder verlassen. Olympia 2020 wird kein buntes Athleten-aus-aller-Welt-haben-Spaß-zusammen-Happening sein, sondern Sport pur.

Die Freude auf die Spiele hält sich in Japan in Grenzen. Grund dafür ist die anhaltende Pandemie-Situation. Die Menschen haben Angst vor einer noch stärkeren Corona-Welle.

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Vetter: "Wir haben Bock"

Die unwirtlichen Rahmenbedingungen lässt Johannes Vetter nicht zu nah an sich heran. "Wir haben Bock darauf, wir wollen da performen", sagte er. "Wir wollen der Bevölkerung, wir wollen Euch zeugen, dass da wieder was geht."

Der drohenden vierten Corona-Welle und den Bedenken eines Großteils der japanischen Bevölkerung zum Trotz also wenigstens für zwei Wochen ein bisschen sportliche Normalität suggerieren. Er wolle an seine guten Leistungen aus dieser Saison anknüpfen, sagte Vetter, "und weiter über 90 Meter werfen, auch in Tokio".

Sprinterin Burghardt fährt auch nach Tokio

Alexandra Burghardt hat in diesem Jahr in der deutschen Leichtathletik ebenfalls für Furore gesorgt. Die 27-jährige Sprinterin vom SV Wacker Burghausen holte sich bei den Deutschen Meisterschaften die Titel über 100 und 200 Meter und das Ticket für Tokio.

Vor fünf Jahren in Rio war sie noch Ersatzläuferin für die Sprintstaffel, nun ist sie die schnellste Frau Deutschlands. Zuletzt steigerte sie sich über 100 Meter auf 11,01 Sekunden, seit drei Jahren ist keine deutsche Sprinterin mehr schneller gewesen.

Alexandra Burghardt und Marvin Schulte sind die schnellsten Deutschen. Sie gewannen jeweils ihr Finale über 100 Meter und damit den Deutschen Meistertitel.

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Burghardt: Brauche guten Rückenwind

Zur Medaillenhoffnung wie Vetter macht Burghardt das nicht gleich, aber ein erfrischendes Selbstbewusstsein zeichnete auch ihren Auftritt im "sportstudio" aus: Sie wolle in Tokio so weit kommen wie möglich, sagte Burghardt: "Ich möchte die Elf vorm Komma verschwinden sehen, dafür muss alles passen, das ist mir bewusst, dafür brauche ich guten Rückenwind, gute Bedingungen. Aber ich möchte mich selbst nicht limitieren, ich denke, vieles ist möglich."

Sie stelle sich auf "viele Formulare und viele Covid-Tests" nach ihrer Ankunft in Japan ein, fühle sich durch Impfung und strenge Hygieneregeln aber sicher. Ihre Hoffnung sei nun, "dass wir dieses Gefühl ein bisschen auf die Japaner übertragen können". Damit diese ungewöhnlichen Spiele nicht nur sportlich, sondern vielleicht doch auch ein bisschen fröhlich werden.

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