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Formel-1-WM - Einsame Spitze: Verstappen demütigt Mercedes

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Max Verstappen hat in der Formel 1 Lewis Hamilton abermals abgehängt. Nach seinem Sieg beim Großen Preis von Österreich darf sich der Niederländer endgültig auf Titelkurs wähnen.

Max Verstappen
Max Verstappen feiert den nächsten Start-Ziel-Sieg.
Quelle: AP

Mit dem dritten Sieg in zwei Wochen hat Red-Bull-Pilot Max Verstappen beim Österreich-Rennen die Konkurrenz um Dauer-Weltmeister Lewis Hamilton (Mercedes) meilenweit hinter sich gelassen. Mit 32 Punkten Vorsprung führt er nun die WM-Wertung an.

Wie schon eine Woche zuvor an gleicher Stelle fuhr der 23-Jährige einen mühelosen Start-Ziel-Sieg heraus. Hamilton wurde mit einem lahmenden Mercedes nur Vierter hinter Teamkollege Valtteri Bottas, der als Zweiter ins Ziel fuhr, und McLaren-Jungstar Lando Norris.

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Wie ein Heimspiel für Verstappen

Oranger Bengalo-Rauch lag das ganze Wochenende über der Strecke im beschaulichen Murtal. Erstmals seit Ende 2019 waren wieder große Zuschauermassen auf den Tribünen zugelassen. Scharen von Niederländern verwandelten den Red-Bull-Ring in eine Verstappen-Arena. 132.000 Zuschauer zählten die Organisatoren über die drei Grand-Prix-Tage in der Steiermark.

Das gesamte Paket in beiden Rennen hier war unglaublich. Ich habe es sehr genossen.
Max Verstappen

Und die Fan-Gemeinde des WM-Führenden hatte mächtig Grund zum Feiern. Verstappen steuerte seinen bärenstarken Dienstwagen zum dritten Mal nacheinander auf die Pole Position und behauptete Platz eins auch nach dem Rennstart.

Norris schlägt sich achtbar

McLaren-Fahrer Norris, der etwas überraschend von Rang zwei losfahren durfte, hielt zunächst Verstappens Teamkollegen Sergio Perez und das Mercedes-Duo hinter sich.

Kurz darauf musste Alpine-Pilot Esteban Ocon sein Auto wegen einer Kollision abstellen. Das Safety-Car rückte kurz aus. Nach dem Neustart zog Verstappen schnell davon.

Wenn man sich Max anschaut, zwei Stopps und 18 Sekunden Vorsprung - wir haben viel Arbeit vor uns.
Lewis Hamilton

Vettel hat schwer zu kämpfen

Norris lieferte sich ein hartes Duell mit Perez, ehe der Mexikaner ins Kiesbett geriet und zurückfiel. Die Rennrichter verurteilten den Briten dafür später zu einer umstrittenen Fünf-Sekunden-Strafe.

Von diesem Scharmützel wiederum profitierte Sebastian Vettel, da sich Perez nun hinter ihm einordnen musste. In der 19. Runde bog Vettel dann zum Reifenwechsel ab, als Letzter kam er wieder auf die Strecke und begann seine Jagd aufs Neue.

Verstappen unangefochten

Vorn dominierte Verstappen fast nach Belieben, während sich dahinter Norris und Hamilton duellierten. "Mehr Leistung", verlangte Hamilton von seinen Ingenieuren an der Box per Funk, den Motor noch mehr aufzudrehen. Nach 21 Runden schaffte es der Serien-Champion endlich an Norris vorbei, da war Verstappen schon um zehn Sekunden enteilt.

Nun begann die Zeit der Strategen und der Boxenstopps. Verstappens Verfolger kamen zuerst für frische Gummiwalzen, dann konnte ganz entspannt auch der Spitzenreiter zur Garage rollen. Auch danach wuchs der Vorsprung des Niederländers immer weiter.

Teams und Fahrer

Hamilton mit Schadensbegrrenzung

Grund dafür war auch ein Schaden an Hamiltons Auto. Teamgefährte Bottas durfte den Briten in Runde 52 nach einem Funkspruch überholen, Norris zog bald auch vorbei. Für den Titelverteidiger ging es mit noch einmal frischen Reifen nur noch um Schadensbegrenzung.

Dagegen konnte es sich Verstappen dank seines Polsters sogar leisten, noch einmal an die Box zu kommen und mit neuen Pneus die schnellste Rennrunde zu sichern. Sein vierter Sieg beim Team-Heimspiel auf dem Red-Bull-Ring wurde zur Demonstration seiner aktuellen Übermacht. Für Mercedes und Hamilton geriet der Tag am Ende zur Demütigung.

Vettel ausgeschieden

Sebastian Vettel erlebte einen Tag nach seinem 34. Geburtstag erneut ein mühsames Rennen mit einem bitteren Ende. Als Elfter gestartet, steckte der Routinier im Aston Martin tief im Mittelfeld fest und schied als 13. nach einem Crash mit Kimi Räikkönen in der letzten Runde noch aus.

Es muss ein Missverständnis gewesen sein. Ich bin sicher, dass es auf beiden Seiten keine Absicht war.
Sebastian Vettel zum Crash

Neuling Mick Schumacher ließ als 18. wie so oft zumindest seinen Haas-Kollegen Nikita Masepin hinter sich.

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