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Leichtathletik | Stabhochsprung - Gipfeltreffen der Giganten

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Zu Beginn der Hallensaison erlebt Düsseldorf einen top besetzten Stabhochsprung-Wettbewerb. In der Corona-Zeit sind Indoor-Wettbewerbe ungemein wichtig für die Olympiavorbereitung.

Sam Kendricks beim Stabhochsprung der Leichtathletik-WM am 01.10.2019
Weltmeister Sam Kendricks (Bild) trifft Weltrekordler Armand Duplantis
Quelle: Reuters, Dylan Martinez

Die Hallensaison der Leichtathleten hat kaum begonnen, da treffen sich die Top-Stars der Stabhochspringer in Düsseldorf zum ersten Kräftemessen nach der Winterpause - und der Corona-Pause.

Kendricks, Duplantis und Lisek am Start

Bei der Premiere des Istaf Indoor im ISS Dome (Livestream am Samstag ab 12.15 auf ard.de und Highlights ab 14.30 Uhr im Ersten) sind mit dem Amerikaner Sam Kendricks, Armand Duplantis aus Schweden und dem Polen Piotr Lisek die Top Drei der WM 2019 am Start.

Herausgefordert werden sie vom Deutschen Meister Bo Kanda Lita Baehre, dem DM-Zweiten Torben Blech (beide Leverkusen) und Ex-Weltmeister Raphael Holzdeppe aus Zweibrücken.

Kaum Wettkämpfe im Jahr 2020

Zwar hatten die Leichtathleten im vergangenen ersten Jahr der Corona-Pandemie in einer "late season" noch einige Wettkampf-Möglichkeiten, doch insgesamt stand das Jahr 2020 ganz im Eindruck der verschobenen Olympischen Spiele und eingeschränkter Trainingsmöglichkeiten.

Ein großer Freilufttitel wurde nicht vergeben. Umso wichtiger sind für die Athleten nun die Wettkämpfe unter dem Hallendach. In einem Jahr, von dem alle noch hoffen, dass es ein olympisches sein wird, werden sie dringend gebraucht. Das Einspringen für Tokio beginnt jetzt.

Wettkämpfe ohne Zuschauer

Zu den Veranstaltungen in Düsseldorf im ISS Dome und auch eine Woche später beim Istaf Indoor in der Mercedes-Benz-Halle in Berlin (ZDF-Livestream am 5. Februar ab 17 Uhr) sind keine Zuschauer und so gut wie keine Medienvertreter zugelassen.

Sportler dürfen nur mit einem negativen Corona-Test anreisen, der nicht älter als 48 Stunden ist. Jeder, der die Hallen betritt, muss sich einem Corona-Schnelltest unterziehen.

Stabhochspringer Armand Duplantis bejubelt seinen Freiluft-Weltrekord in Rom

Leichtathletik - Stabhochsprung - Duplantis knackt Bubkas Freiluft-Weltrekord 

Nächster Coup von Stabhochspringer Armand Duplantis: Der Weltrekordler hat mit 6,15 Meter die Freiluft-Bestmarke des legendären Sergej Bubka um einen Zentimeter verbessert.

Dank an die Veranstalter

Die Bedingungen sind noch weit von jeglicher Normalität entfernt, aber: "Wir sind froh, dass es Veranstalter gibt, die sich das antun und Meetings trotz der erschwerten Umstände durchziehen", sagt Stabhochsprung-Bundestrainerin Christine Adams. Denn ohne Wettkämpfe sei eine Olympia-Vorbereitung schlicht nicht möglich.

Maximale Geschwindigkeiten und damit maximale Kraftentwicklung, das geht am besten im Wettbewerb. Im Stabhochsprung gelte das vielleicht noch ein wenig mehr als in anderen Disziplinen, erklärt Adams:

Wir können im Training nicht üben, über 5,80 Meter zu springen.
Stabhochsprung-Bundestrainerin Christine Adams

Duplantis stark in der Krise

In Düsseldorf könnte es noch deutlich höher hinaus gehen. Duplantis, Kendricks und Lisek gehören zum elitären Kreis der Sechsmeter-Springer. Und der 21 Jahre alte Schwede, von allen nur "Mondo" genannt, hat sich in seiner phänomenalen Entwicklung auch von Corona nicht stoppen lassen.

Nachdem er im Februar 2020 den Weltrekord bereits auf 6,18 Meter geschraubt hatte, gelang ihm im September auch unter freiem Himmel ein Sensations-Satz: Er flog über 6,15 Meter und war damit um einen Zentimeter besser als der legendäre und langjährige Weltrekordhalter Sergej Bubka aus der Ukraine.

Kendricks der "biggest loser"

Sam Kendricks konnte Duplantis bei der WM 2019 noch auf Platz zwei verweisen, im vergangenen Jahr verlor der 28-Jährige hingegen ein episches Duell gegen den Schweden, der wie Kendricks in den USA aufgewachsen ist und dort lebt.

Im September in Lausanne sei er der "biggest loser" gewesen, erzählte Kendricks am Freitag nach seiner Ankunft in Düsseldorf bei einer digitalen Pressekonferenz. Er war mit 6,02 Metern nur Zweiter geworden, weil Duplantis mühelos über 6,07 Meter flog.

Ich glaube, er könnte Golf spielen und nebenbei noch sechs Meter springen
Kendricks über Duplantis

"Ich springe jetzt seit vier Jahren gegen den Jungen, und er ist in Höhen aufgestiegen, mit denen er auch aus uns allen nur das Beste herausholt", sagte Kendricks. Schöne Aussichten also für die Indoor-Saison.

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