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Fußball - Türkei - Stefan Kuntz wird Nationaltrainer der Türkei

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Der bisherige U21-Trainer Stefan Kuntz übernimmt das Amt des türkischen Nationaltrainers. Sein Nachfolger beim DFB steht noch nicht fest.

Stefan Kuntz
Der türkische Verband hat sich die Dienste von U21-Nationaltrainer Stefan Kuntz gesichert.
Quelle: dpa

Was sich in den letzten Tagen angedeutet hate, ist nun Gewissheit: Der deutsche U21-Erfolgscoach Stefan Kuntz wird Fußball-Nationaltrainer in der Türkei. Sein Vertrag beim DFB lief eigentlich noch bis 2023. Der Europameister von 1996 war einst als Profi in der Türkei aktiv. In der Saison 1995/96 lief er für Besiktas Istanbul auf.

Vertragsunterschrift steht noch aus

"Willkommen, Stefan Kuntz", twitterte der türkische Verband, mit dem sich der frühere Stürmer über einen Vertrag über drei Jahre geeinigt haben soll. Das würde bedeuten, dass Kuntz mit der türkischen Nationalmannschaft auch den Weg zu EM 2024 in seiner Heimat Deutschland antreten könnte.

Offiziell bestätigt wurde die Vertragslaufzeit von Kuntz in der Türkei zunächst nicht. Auch nicht, mit welchen Co-Trainern Kuntz das Abenteuer am Bosporus angehen wird. Die Unterschrift unter sein neues Arbeitspapier soll am Montag in der Türkei erfolgen.

Wörns und Wolf in der Warteschleife

Türkische Medien hatten die letzten Tage bereits berichtet, dass Kuntz nach Wunsch des türkischen Verbands die Nachfolge des zuletzt gescheiterten Senol Günes antreten solle.

Kuntz hatte nach zwei EM-Titeln und insgesamt drei Endspielen mit Deutschlands U21 seine Zukunft beim DFB über das Jahresende hinaus offen gelassen. Nach bewegenden Monaten und dem frühen Olympia-Aus der von Kuntz betreuten deutschen U23 gab es seit Wochen Spekulationen um die Zukunft des 58-Jährigen, der zwischenzeitlich auch als Kandidat für den mittlerweile von Hansi Flick bekleideten Bundestrainer-Posten gehandelt worden war.

Auf konkrete Namen für einen Kuntz-Nachfolger hat sich der DFB noch nicht festgelegt. Spekuliert wird über eine interne Lösung, dafür wären U20-Coach Christian Wörns oder U19-Trainer Hannes Wolf mögliche Kandidaten.

Günes muss nach Misserfolgen gehen

Vergangene Woche hatten der türkische Verband und Günes ihre Zusammenarbeit beendet. Damit reagierte der Verband auf die jüngsten Misserfolge. Die Türkei hatte in der WM-Qualifikation 1:6 gegen die Niederlande verloren.

Zuvor war auch die EM für den WM-Dritten von 2002 enttäuschend verlaufen: Nach Niederlagen gegen den späteren Europameister Italien, Wales und die Schweiz war die Mannschaft unter Günes schon in der Vorrunde gescheitert. Der 69 Jahre alte Coach und die Spieler waren danach viel Kritik ausgesetzt.

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