Fußball-Bundesliga: Stegemann räumt Fehler ein

    VAR-Ärger bei Frankfurt - BVB:Schiri Stegemann räumt Fehler ein

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    Es war die Szene des Spiels Eintracht Frankfurt - Borussia Dortmund (1:2). Alle haben einen Elfmeter für Frankfurt gesehen, nur der Schiri und der VAR im Kölner Keller nicht.

    Frankfurts Daichi Kamada (r-l), Jesper Lindström und Mario Götze beschweren sich bei Schiedsrichter Sascha Stegemann am 29.10.2022 in Frankfurt.
    Die Frankfurter Daichi Kamada, Jesper Lindström und Mario Götze (von rechts) beschweren sich bei Schiedsrichter Sascha Stegemann.
    Quelle: Dpa

    Schiedsrichter Sascha Stegemann hat nach der vieldiskutierten Elfmeter-Szene im Spiel Eintracht Frankfurt gegen Borussia Dortmund (1:2) einen Fehler öffentlich eingestanden.

    Stegemann: Hätte Elfmeter geben müssen

    Auf die Frage, ob der verwehrte Elfer für Frankfurt eine Fehlentscheidung gewesen sei, sagte Stegemann bei "Sky": "Ja. Wenn ich jetzt die Bilder mit den entsprechenden Kamera-Perspektiven sehe, muss man klar konstatieren, dass es einen Strafstoß für Eintracht Frankfurt hätte geben müssen, weil sich der Sachverhalt in den TV-Bildern und gerade in der Zeitlupe anders darstellt, als für mich auf dem Spielfeld."
    Frankfurts Jesper Lindstrom (L) in Aktion gegen Dortmunds Karim Adeyemi (R) während des Bundesligaspiels zwischen Eintracht Frankfurt und Borussia Dortmund in Frankfurt, Deutschland, 29. Oktober 2022.
    Eigentlich klare Sache: Karim Adeyemi stößt Jesper Lindström um.
    Quelle: Epa

    In der betreffenden Szene in der ersten Halbzeit beim Stande von 1:1 hatte Karim Adeyemi Frankfurts Jesper Lindström mit beiden Händen im Strafraum umgestoßen. "Es gab einen klaren Impuls mit beiden Händen, die nicht durchgestreckt waren, aber ausreichend gewesen sind, um den Gegenspieler zu Fall zu bringen", sagte Stegemann nach Sichtung der TV-Bilder.

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    VAR in Köln war eingebunden

    Auf dem Feld habe er kein klares Foul erkennen können und dies auch in den Videokeller nach Köln transportiert. "Dort wurde die Situation überprüft und als nicht klar und offensichtlich falsch eingestuft. Deswegen lief das Spiel am Ende des Tages weiter", fügte Stegemann an.

    Der Check-Prozess wurde zu früh abgebrochen,

    bestätigte Stegemann am Sonntag bei Sport1, "im Check-Prozess wurde sich auf vier Standard-Kameras zurückgezogen. Das Foul - ja oder nein - wurde nur anhand dieser vier Kameraperspektiven entschieden.» Dies sei ein Fehler gewesen.
    Quelle: dpa

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