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Historischer Heimsieg : Barty gewinnt Australian Open

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Ashleigh Barty hat die Australian Open gewonnen und Down Under für den ersten Heimsieg seit 1978 gesorgt. Sie besiegte die US-Amerikanerin Danielle Collins mit 6:3, 7:6 (7:2).

Ashleigh Barty ist ihrer Favoritenrolle gerecht geworden und hat die Australian Open 2022 gewonnen. Es ist der erste Heimsieg Down Under seit 1978.

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Als die jahrzehntelange Leidenszeit in der Rod Laver Arena unter ohrenbetäubendem Jubel zu Ende ging, ließ auch Ashleigh Barty jegliche Zurückhaltung fallen. Die Nummer eins der Tenniswelt warf den Kopf in den Nacken und brüllte wie von Sinnen ihre Freude heraus - der immense Erwartungsdruck einer ganzen Nation fiel von ihren Schultern ab und die große Barty-Party in Melbourne konnte starten.

Barty: Erster Heimsieg seit 1978

Erstmals seit 44 Jahren stellt die stolze Sportnation Australien wieder eine Siegerin beim Heim-Grand-Slam.

Das ist einfach ein Traum, der wahr geworden ist. Ich bin so stolz, ein Aussie zu sein,
Ashleigh Barty

Gegen die US-Überraschungsfinalistin Danielle Collins siegte Barty 6:3, 7:6 (7:2). Danach nahm sie aus den Händen ihres großen Idols Evonne Goolagong Cawley, selbst viermalige Australian-Open-Siegerin und wie Barty mit indigenen Wurzeln, strahlend den Daphne Akhurst Memorial Cup entgegen.

Emotional, aber bescheiden

So emotional wie nach dem Matchball hatte man die 25-Jährige aus Queensland bei keinem ihrer Grand-Slam-Titel erlebt - weder 2019 beim Premierensieg bei den French Open, noch im Vorjahr beim Klassiker in Wimbledon.

Doch schon bei ihrer Siegerinnen-Rede auf dem Court zeigte Barty wieder all diese Bescheidenheit, für die die Australier ihre "Ash" so lieben. Sie gratulierte Collins, dankte Organisatoren, Schiedsrichtern, Ballkindern sowie Fans, und richtete liebevolle Worte an ihre Eltern und Schwestern auf der Tribüne.

Mit Cleverness gegen Power

Über ihre eigenen herausragenden Leistungen wollte sie im größten Moment ihrer Karriere kaum Worte verlieren. "Ich habe solch ein Glück, dass so viele Leute hier sind, die mich lieben und unterstützen", sagte Barty gerührt. In der Rod Laver Arena kannte der Jubel der knapp 12.000 Fans keine Grenzen, vor dem Stadion feierten Tausende ohne Ticket ihre Heldin. Auf der Tribüne erhoben sich nach der australischen Sternstunde auch Legende Rod Laver und Christine O'Neil, die 1978 als letzte Australierin beim Heimspiel triumphiert hatte, von den Sitzen.

In ihrem dritten Grand-Slam-Finale war Barty aber immer wieder Nervosität anzumerken gewesen, nachdem sie zuvor fulminant durchs Turnier gerauscht war. Mit Cleverness und Variabilität konterte sie zunächst jedoch Collins' Power. Aber auch nach dem verlorenen ersten Satz ließ die Nummer 30 der Welt nicht locker, ging auch begünstigt von einfachen Fehlern Bartys sogar 5:1 in Führung und schlug zum Satzgewinn auf. Doch dann drehte Barty auf und war mit dem frenetischen Publikum im Rücken nicht mehr zu bremsen.

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