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Tennis | Turnier in Halle - Kohlschreiber weiter, Federer raus

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Ein Routinier ist raus, der andere steht im Viertelfinale: Beim Tennis-Turnier in Halle hat Roger Federer das Aus ereilt, Philipp Kohlschreiber ist weiter.

Routinier Philipp Kohlschreiber hat im Achtelfinale des ATP-Turniers in Halle den Franzosen Corentin Moutet mit starkem Rasentennis 6:4, 7:6 (7:4) bezwungen.

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Rund eineinhalb Wochen vor dem Beginn des Rasen-Klassikers in Wimbledon sucht Roger Federer noch nach seiner Form. Der 39 Jahre alte Schweizer verlor beim Turnier im westfälischen Halle im Achtelfinale überraschend gegen den Kanadier Félix Auger-Aliassime mit 6:4, 3:6, 2:6.

Wimbledon, Federers Hauptziel

Für den Rekordchampion in Halle bedeutet das frühe Aus eine große Enttäuschung und einen herben Rückschlag auf dem Weg nach Wimbledon, wo er in diesem Jahr unbedingt noch einmal um den Titel mitspielen will.

Dem hatte Federer zuletzt alles untergeordnet. Bei den French Open hatte er deshalb vor dem Achtelfinale gegen Matteo Berrettini aus Italien zurückgezogen, um sein zwei Mal operiertes Knie nicht zu sehr zu belasten. Stattdessen reiste er frühzeitig nach Halle, wo er das Turnier schon zehn Mal gewann und wo sogar eine Straße nach ihm benannt ist.

Gegen den 19 Jahre jüngeren Auger-Aliassime startete Federer gut und holte sich den ersten Satz. Doch dann verlor er seinen Rhythmus. Zudem schlug der Kanadier immer besser auf. Im dritten Satz gab Federer schnell sein Service ab und wirkte danach nachdenklich und müde. Auger-Aliassime nutzte nach 1:44 Stunden seinen ersten Matchball.

Roger Federer
Roger Federer
Quelle: DPA

Kohlschreiber nun gegen Rubljow

Philipp Kohlschreiber setzte sich gegen den Franzosen Corentin Moutet mit 6:4, 7:6 (7:4) durch. Der 37 Jahre alte Augsburger nutzte nach 1:44 Stunden seinen ersten Matchball. Der lange verletzte Kohlschreiber bekommt es nun im Viertelfinale am Freitag mit dem an Nummer vier gesetzten Russen Andrei Rubljow zu tun.

"Das wird natürlich eine schwere Aufgabe", sagte Kohlschreiber. Doch die jüngsten Erfolge haben die langjährige deutsche Nummer eins wieder selbstbewusst gemacht. "Natürlich tun die Erfolge gut. Dann kommt auch ein bisschen das Selbstverständnis zurück und man spielt mit mehr Mumm", sagte Kohlschreiber. Schon bei den French Open hatte er mit dem Einzug in die dritte Runde überrascht.

Challenger-Tour kein Thema für Kohlschreiber

Durch die Erfolge wird sich Kohlschreiber auch in der Rangliste wieder verbessern. Eine Rückkehr auf die untere Challenger-Tour ist daher erst einmal nicht mehr nötig. "Für die Punkte, die ich hier mit dem Einzug ins Viertelfinale mache, hätte ich auf der Challenger Tour fünf oder sechs Matches gewinnen müssen", sagte Kohlschreiber.

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