Kampf um Nummer eins: Alcaraz gegen Ruud im US-Open-Finale

    Alcaraz gegen Ruud:US-Open-Finale "wird an die Nerven gehen"

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    Im Endspiel der US Open treffen Carlos Alcaraz und Casper Ruud aufeinander. Für beide geht es nicht nur um ihren ersten großen Tennis-Titel.

    Carlos Alcaraz und Casper Ruud
    Carlos Alcaraz (li.) und Casper Ruud im April nach dem Finale der Miami Open, das der Spanier gewann.
    Quelle: USA TODAY Sports

    Die US Open bekommen ihren Jungstar-Showdown: Carlos Alcaraz und Casper Ruud können sich im Finale am Sonntag (22 Uhr MESZ) im legendären Arthur Ashe Stadium von New York gleich zwei Kindheits-Träume erfüllen. Dem Sieger gewinnt nicht nur der erste Grand-Slam-Titel. Er ist ab Montag auch die neue Nummer eins der Weltrangliste und damit Nachfolger des Russen Daniil Medwedew.

    Ruud: Duell ist "die ideale Situation"

    Ein direktes Duell wäre "am fairsten" und "die ideale Situation", hatte Ruud schon nach seinem 7:6 (7:5), 6:2, 5:7, 6:2-Halbfinalsieg gegen den Russen Karen Chatschanow gesagt. Der Spanier Alcaraz folgte dem Norweger kurz danach ins Finale: Er musste bei seinem Duell gegen den US-amerikanischen Publikumsliebling Frances Tiafoe aber erneut an seine Grenzen gehen.
    Carlos Alcaraz
    Carlos Alcaraz: "Müssen alles geben, egal ob über vier oder fünf Stunden."
    Quelle: ap

    Nur zwei Tage nach seinem 5:15-Stunden-Viertelfinalkrimi gegen den Italiener Jannik Sinner kämpfte sich der 19-Jährige erneut zu einem packenden Fünfsatzsieg (6:7, 6:3, 6:1, 6:7, 6:3). "Wir sind im Halbfinale eines Grand Slams, da müssen wir alles geben, egal ob über vier oder fünf Stunden", erklärte der Marathon-Mann seine enormen Kraftreserven.

    Alcaraz jüngster US-Open-Finalist seit 1990

    Tiafoe, der als erster US-Amerikaner seit 2003 (Andy Roddick) wieder ein Grand-Slam-Turnier gewinnen wollte, kämpfte mit den Tränen. "Ich fühle mich, als hätte ich alle enttäuscht", sagte der 24-Jährige ins Stadionmikrofon: "Ich komme wieder und werde das Ding gewinnen." Dass er die US Open mit der Tie-Break-Rekordbilanz von 8:0 beendete, dürfte Tiafoe wenig trösten.
    Trotz der Strapazen wirkte Alcaraz spritziger und konzentrierter als sein Kontrahent. Er ist der jüngste US-Open-Finalist seit 1990, als der US-Amerikaner Pete Sampras im Alter von 19 Jahren und 28 Tagen die Trophäe holte.

    Erster Norweger im Endspiel

    Ruud ist der erste Norweger, der beim legendären Hartplatzturnier im Endspiel steht. Der 23-Jährige will erneut seine taktische Variabilität ausspielen.
    "Wenn ich Carlos besiegen will, muss ich mit allen Schlägen sehr präzise sein", meinte Ruud. Seine Bälle bräuchten eine "sehr gute Länge. Wenn Carlos im Feld ist, kann er alles mit dem Ball anstellen." Der Sohn des früheren Tennis-Profis Christian Ruud erwartet kein perfektes Finalmatch, dafür stehe zu viel auf dem Spiel:

    Es wird an die Nerven gehen - und wir beide werden es spüren.

    Casper Ruud

    Casper Ruud
    Casper Ruud erreicht das Finale der US Open.
    Quelle: ap

    Hier könnte Ruud einen kleinen Vorteil haben, er sammelte durch das verlorene French-Open-Finale vor drei Monaten gegen Superstar Rafael Nadal bereits erste Erfahrungen auf dieser großen Bühne.
    Für Alcaraz ist es eine Premiere - doch bislang zeigte er sich in New York nervenstark.

    Ich werde es genießen und dann sehen, was passiert.

    Carlos Alcaraz

    In den zwei bisherigen Duellen hatte jeweils Alcaraz am Ende die Nase vorn.
    Quelle: dpa

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