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Zverev verliert Finale gegen Thiem

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Tennis - US Open - Zverev verliert Finale gegen Thiem

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Dominic Thiem hat die US Open gewonnen. Der Tennisprofi aus Österreich setzte sich im Finale gegen den Hamburger Alexander Zverev durch.

Alexander Zverev.
Alexander Zverev.
Quelle: usa today

Triumph für Dominic Thiem: Der Tennisprofi aus Österreich hat die US Open in New York gewonnen. Im Finale setzte sich der 27-Jährige nach 4:01 Stunden mit 2:6, 4:6, 6:4, 6:3 und 7:6 (8:6) gegen den Hamburger Alexander Zverev durch. Für Thiem war es der erste Sieg bei einem Grand-Slam-Turnier - ein Erfolg, den Zverev somit verpasst hat.

"Es war ein harter Kampf. Ich wünschte, du hättest ein paar Fehler mehr gemacht, damit ich diese Trophäe in die Höhe halten kann", sagte Zverev in Thiems Richtung, kurz darauf brach er in Tränen aus. "Ich bin sicher", fügte er an, "dass meine Eltern daheim stolz auf mich sind, auch wenn ich verloren habe. Eines Tages werde ich die Trophäe mitbringen."

Zverev startet stark - Thiem nervös

Der Deutsche fand gut in die Partie, war von Anfang an beweglich und aktiv. Auch sein Service kam vom Start weg gewohnt stark. Thiem hingegen hatte große Probleme mit dem ersten Aufschlag, den er kaum einmal ins Feld brachte. Die Folge: ein frühes Break im ersten Satz für Zverev zum 2:1.

Thiem hinterließ in der Anfangsphase den nervöseren Eindruck. Die Nummer drei der Weltrangliste brauchte einige Spiele, um seinen Rhythmus zu finden – ohne aber zunächst die Form und Klasse zu erreichen, die er auf seinem Weg ins Finale nachgewiesen hatte.

6:2 nach 30 Minuten

Zverev hatte weit weniger Mühe, seine Aufschlagspiele durchzubringen. Und da der Deutsche auch stark retournierte und mit Longline-Bällen eine gute Antwort auf Thiems Vorhand-Cross-Schläge parat hatte, gab es ein zweites Break zum 5:2 – begünstigt durch zwei Doppelfehler von Thiem. Mit 6:2 ging der erste Satz nach nur 30 Minuten an den Weltranglisten-Vierten – formvollendet mit einem Ass.

Dominic Thiem.
Dominic Thiem.
Quelle: ap

Der Österreicher, der vor dem Finale nur einen Satz abgegeben hatte (in Runde drei gegen Marin Cilic), fand auch zu Beginn des zweiten Durchgangs selten Lösungen gegen Zverevs druckvolles Spiel und machte weiter erstaunlich viele Fehler. Das nächste Break zum 2:1 für den Deutschen war die Konsequenz.

Kritische Phase im zweiten Satz

Thiems Fußverletzung aus dem Halbfinale schien dem 27-Jährigen stärker zu schaffen zu machen, als er es im Vorfeld hatte verlautbaren lassen. Ein weiteres Break gegen Thiem später stand es 4:1 für Zverev, der konzentriert und fokussiert blieb.

Bei 1:5 und eigenem Aufschlag konnte Thiem zwei Satzbälle abwehren und auf 2:5 verkürzen. Jetzt zeigte Zverev erstmals selbst Nerven, vergab zwei weitere Satzbälle und kassierte das erste Break zum 3:5. Thiem brachte seinen Service zu Null zum 4:5 durch, den zweiten Durchgang holte sich trotzdem Zverev mit seinem fünften Satzball.

Thiem macht es spannend

Trotz des Verlusts des zweiten Satzes spielte Thiem mittlerweile ebenbürtig und ging stärker ins Risiko. In Zverevs Spiel schlich sich ein Hauch von Unsicherheit ein. Im dritten Spiel des dritten Satzes wehrte Thiem zwei Breakbälle ab, mit dem dritten nahm ihm Zverev den Aufschlag ab – das 2:1. Doch der Österreicher schaffte postwended das Re-Break. Bei 4:5 leistete sich Zverev ein schwaches Aufschlagspiel, Thiem nutzte seinen ersten Satzball zum 6:4.

Der vierte Satz verlief ausgeglichen auf hohem Niveau mit teilweise hervorragenden Ballwechseln. Zverev wehrte bei 2:3 zwei Breakbälle ab, sein Aufschlag kam nicht mehr so souverän wie zuvor. Auf der anderen Seite zeigte sich Thiem deutlich verbessert im Vergleich zu den ersten beiden Sätzen. Dem Österreicher gelang ein Break zum 5:3, sein folgendes Aufschlagspiel brachte er zu Null durch - Satzausgleich nach 2:45 Stunden.

Entscheidung im Tie-Break

Gleich im ersten Aufschlagspiel des fünften Satzes gelang Thiem ein Break. Doch der Hamburger steckte nicht auf, erzwang das postwendende Re-Break. Auch Thiem konnte kontern, als ihm Zverev den Service zum 5:3 abnahm. Der Österreicher sah schon wie der Sieger aus, als er Zverev zum 6:5 breakte - was aber immer noch nicht reichte, weil Zverev ebenso zurückschlug.

Die Entscheidung fiel im Tie-Break. Zverev schien die besseren Karten zu haben, weil Thiem von Krämpfen geplagt wurde. Doch der Österreicher biss sich durch. Zwei Matchbälle konnte Zverev noch abwehren, beim dritten schlug er den Ball ins Aus - 8:6, die Entscheidung am Ende einer dramatischen Partie.

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