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Interview

Präsident Thomas Bach - IOC kann nicht "Probleme dieser Welt lösen"

Datum:

Für den Umgang mit China im Fall Peng Shuai musste das IOC viel Kritik einstecken. IOC-Präsident Thomas Bach verteidigt das Vorgehen nun im ZDF-Interview.

Das ganze Interview mit IOC-Präsident Thomas Bach.

Beitragslänge:
30 min
Datum:

Die Olympischen Winterspiele in Peking bleiben umstritten. Manche Nationen kündigten bereits an, sie wegen Menschenrechtsverletzungen diplomatisch zu boykottieren. Der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), Thomas Bach, zeigt sich im ZDF-Interview gegenüber der Ausrichtung der Winterspiele 2022 politisch neutral.

Sportlern und Sportlerinnen, die sich über die Zustände bei Testwettbewerben in Peking erschüttert zeigten, sicherte Bach verbesserte Bedingungen zu.

Sehen Sie oben das komplette Interview im Video und lesen Sie es hier in Auszügen:

Das sagt IOC-Präsident Thomas Bach über ...

... Menschenrechtsverletzungen in China

"Erwartungen, dass die Olympischen Spiele das politische System eines Landes ändern können, das ist völlig überzogen. Unsere Verantwortung ist es nicht, die politischen Probleme dieser Welt zu lösen."

Das IOC hat weder die Möglichkeit noch die Macht, politische Feststellungen zu treffen oder daraus Folgen anzumahnen, die Generationen von Politikern aus aller Welt nicht bewältigt haben.
IOC-Präsident Bach

… den Fall Peng Shuai

"Sie haben in solchen Fragen zwei Möglichkeiten: Die eine ist, Sie machen ein öffentliches Statement und hoffen, dass die andere Seite auf dieses Statement reagiert. Oder Sie haben die Möglichkeit, selbst die Initiative zu ergreifen - hier in unserem Fall den direkten Kontakt zu suchen und das anzusprechen, was damals in Frage stand, nämlich die körperliche Unversehrtheit von Peng Shuai." (...) "Der Kontakt zu ihr bleibt aufrecht."

… die Garantie der Meinungsfreiheit

"Wir haben das Recht der freien Berichterstattung, das ist im Ausrichtervertrag gesichert und in der Olympischen Charta. Das beinhaltet auch den freien Zugang zum Internet für die Presse in den olympischen Sportstätten. Die Athleten sind frei, sich auf Social Media, bei Pressekonferenzen, in Interviews und Gesprächen zu äußern."

… die Bedingungen der Athleten

"Es wurden die Wartezeiten in Flughäfen verkürzt, niemand muss mehr auf das Covid-Ergebnis warten, der Transport der Athleten zum Olympischen-Dorf und die Quarantäne-Bedingungen sind verbessert. Wir werden in Peking eine Blase haben, in der man sich sehr sicher fühlen kann. Da dort alle geimpft sein oder 21 Tage Quarantäne hinter sich haben werden. Es ist alles für die Atmosphäre getan worden, was unter Corona-Bedingungen getan werden kann."

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