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Handball | Final-Four in Köln - THW Kiel gewinnt die Champions League

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Der THW Kiel ist am Ziele seiner Träume und hat die Champions League 2019/20 gewonnen. Im Finale von Köln besiegte der Deutsche Handball-Meister den FC Barcelona mit 33:28.

Der THW Kiel ist zum vierten Mal auf den europäischen Handball-Thron gestürmt. Angeführt vom überragenden Keeper Niklas Landin kämpfte der deutsche Rekordmeister in einem überraschend deutlichen Champions-League-Finale den Top-Favoriten FC Barcelona 33:28 (19:16) nieder und triumphierte damit zum ersten Mal seit acht Jahren in der Königsklasse.

Historischer Sieg für Kiels Trainer Jicha

In dem verspätet ausgetragenen Finalturnier der Saison 2019/20 feierte Kiels Trainer Filip Jicha den größten Triumph seiner jungen Trainerkarriere. Der Tscheche gewann als erster Handballer sowohl als Spieler, als auch als Trainer für einen Klub die Champions League.

Nur 22 Stunden nach dem Kraftakt im mit 36:35 nach Verlängerung gewonnenen Halbfinale gegen Telekom Veszprem erwischten die Kieler einen guten Start, zu Beginn entschärfte Welthandballer Landin im Kieler Tor gleich einen Siebenmeter.

Sagosen übernimmt die Initiative

Und auch offensiv resultierte aus Kieler Spielzügen anfangs praktisch immer ein Tor. Ausnahmespieler Sander Sagosen übernahm wie schon am Vortag im Halbfinale viel Verantwortung, in der Deckung sah er von den recht kleinlich pfeifenden Unparteiischen jedoch bereits in der 11.Minute seine zweite Zeitstrafe. Für den Norweger verteidigte von nun an Kapitän Domagoj Duvnjak.

Barca, das durch ein souveränes 37:32 gegen Paris ins Finale eingezogen war, hatte gegen den gewohnt starken Kieler Innenblock mit den Nationalspielern Patrick Wiencek und Hendrik Pekeler sowie gegen Keeper Landin seine Probleme.

FC Barcelona kommt heran

Auf der Gegenseite fand das Jicha-Team immer wieder einfache Lösungen. Beim 13:9 (19.) ging Kiel erstmals mit vier Treffern in Führung, nach leichten Ballverlusten und überhasteten Abschlüssen glich Barca jedoch aus - 15:15 (27.).

Anschließend legten aber wieder die offensiv sehr flexibel agierenden Norddeutschen vor. Den Drei-Tore-Vorsprung zur Pause baute der THW nach dem Wechsel sogar zwischenzeitlich auf fünf Treffer aus. Barcas Offensivreihen hatten weiter große Probleme, vorne präsentierte sich der leidenschaftlich kämpfende THW sehr effektiv.

Auch Weinhold und Ekberg stark

Das Finale lief daher weiter in die Kieler Richtung. Vor allem Landin entschärfte nach der Pause einen Ball nach dem anderen und sicherte dem THW ein ums andere Mal die Führung, vorne überzeugten zudem Nationalspieler Steffen Weinhold mit starken Einzelaktionen und Niclas Ekberg, der mit acht Toren bester Werfer war.

"Es ist unglaublich und sehr emotional. Ich bin super happy für die Jungs und den ganzen Verein. Es war eine lange Zeit seit dem letzten Champions-League-Gewinn", sagte Trainer Jicha nach dem Spiel - und Keeper Landin fügte hinzu: "Die ganze Mannschaft hat unglaublich gespielt. Wir wollten unbedingt diesen Titel holen, das hat überragend geklappt. Wir sind unheimlich stolz, aber es wäre noch schöner gewesen, wenn wir mit 20 000 Fans hätten feiern können."

Jetzt ein kühles Bier
Patrick Wiencek

500.000 Euro Prämie

Der Titel ist für die Kieler auch finanziell wertvoll. Der deutsche Meister sicherte durch den Sieg gegen Barca, dessen 22 Spiele andauernde Siegesserie in der Königsklasse in der leeren Kölner Arena endete, eine in Krisenzeiten wertvolle Prämie von 500.000 Euro.

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