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Roglic holt sich ersten Matchball

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Tour de France - Roglic holt sich ersten Matchball

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Primoz Roglic hat bei der Tour de France einen großen Schritt in Richtung Gesamtsieg getan. Auf der 18. Etappe hielt er den Vorsprung auf Verfolger Tadej Pogacar bei 57 Sekunden.

Primoz Roglics Konkurrenten haben nach der anspruchsvollen 18. Etappe mit 5166 Höhenmetern - Spitzenwert dieser Tour - nur noch eine reelle Chance, den Mann in Gelb im Gesamtklassement zu überholen - das Bergzeitfahren am Samstag. Roglic allerdings gilt als guter Berg-Zeitfahrer.

Kwiatkowski gewinnt Etappe

Richard Carapaz (Kolumbien) und Michal Kwiatkowski (Polen) erreichten in La Roche-sur-Foron nach 175 Kilometer als Erste das Ziel. Die beiden Ineos-Team-Kollegen teilten sich den Erfolg symbolisch und trudelten Rad an Rad über den Strich, Kwiatkowski wurde später als Etappensieger gewertet.

Dritter wurde Wout van Aert (Belgien/+1:51 Minuten), hinter ihm folgten die beiden zeitgleichen Slowenen Roglic und Pogacar (+1:53).

Roglic unangefochten

Primoz Roglic hatte mit seinem erneut sehr dominanten Jumbo-Visma-Team alles im Griff, der stärkste Fahrer in der stärksten Mannschaft der Tour zeigte sich als würdiger Patron - und bedankte sich bei seinem Team:

Alles ist gut gelaufen. Wir haben das Rennen bis zum Ziel kontrolliert. Es ist ein weiterer guter Tag für uns. Ich versuche immer, das Gelbe Trikot zu genießen. Es ist verrückt, die ganzen Leute, alles.
Primoz Roglic

Auch zwei mutige Antritte von Pogacar (UAE Team Emirates) auf der gefürchteten Schotterpiste Plateau des Glieres in der Schlussphase konterte Roglic mit großer Ruhe. 15 Kilometer vor dem Ziel legte er seinem mutigen Gegner und Freund Pogacar, der alles versucht hatte, die Hand auf die Schultern, sprach aufmunternd auf ihn ein.

Carapaz: Bergtrikot fast sicher

Michal Kwiatkowski und sein Teamkollege Richard Carapaz verzichteten auf den Zielsprint und einigten sich auf Kwiatkowski als Sieger, offenbar weil Carapaz das Bergtrikot so gut wie sicher hat. Beide hatten ihren großen Grund zur Freude, nachdem ihr Ineos-Team am Vortag den Ausstieg von Titelverteidiger Egan Bernal beklagt hatte.

"Das ist einer dieser Tage, an denen man seinen Dank kaum ausdrücken kann. Ich hatte sicher schon einige schöne Momente im Radsport, aber das ist eine neue Erfahrung, sagte Tagessieger Kwiatkowski, "wir hatten heute einfach die besten Beine und so viel Spaß“.

Von Beginn an gaben die 150 von einstmals 176 verbliebenen Startern Vollgas, schon am ersten Anstieg, dem 1968 Meter hohen Cormet de Roselend, zerfiel das Feld in viele Gruppen. Die in den vergangenen Tagen so aktive Bora-Mannschaft konnte sich nicht entscheidend unter den Ausreißern platzieren.

Greipel steigt aus

Für Andre Greipel endete seine vermutlich letzte Tour an diesem Berg der ersten Kategorie, der 38 Jahre alte Sprinter aus dem Israel-Team gab als Folge von Sturznachwirkungen und einer Grippe nach gut 30 Kilometer auf - zu den elf Etappensiegen des Rostockers wird wohl keiner hinzukommen.

Carapaz, der mehrmals nur knapp nach langen Attacken einen Etappensieg verpasst hatte, und Kwiatkowski zogen an der Montee du Plateau des Glieres, dem kurzen, aber sehr steilen letzten Hors-Categorie-Berg der 107. Tour, davon. Auf dem archaischen Schotter der Glieres-Hochebene, die zum zweiten Mal nach 2018 und erstmals in einer Etappen-Schlussphase auf dem Tour-Programm stand, war das Ineos-Duo schon nicht mehr einzuholen.

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